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SCHMERZKARUSELL

willkommen im tal der magenbeschwerden. man könnte sagen, das wars wert. die grandiose ausstellungseröffnung des grandiosen el sympathicos rainer zamojre hat mir wieder gezeigt, dass man auch als gastgeber nicht mit jedem gast und bildbetrachter einen oder gleich mehrere wodka trinken sollte, wenn man sich an den ausgang des abends genau erinnern möchte. schmackhaft, sahnig und sogar ohne rosinen quasi. und plötzlich kamen wie aus dem nichts zwei damen mit tabletts voll von zwiebelkuchen. außerdem besuchten und drei herren und drei damen oder sollte ich besser sagen drei knaben und drei mädchen entsprungen aus einem film von marcel ophüls über debütantinnen des wiener opernballs. und die verwandtschaft kam. welche überraschung. disco. mit bienenschlau ca. 100 dieser wackelwodkadinger reingehauen. er brauchte dann auch 2 stunden für einen heimweg von realistischen 12 minuten. ich kann mich an meinen heimweg nicht mehr erinnern. schlangenlinien. als ich erwachte dachte ich kurz, dass der bürobert bei uns im gästezimmer schlummern würde. zwischen meinem vetter aus dem westerwald und seiner frau in spe. wie das kind im schlitz. diese wahrnehmung stellte sich doch als illusion heraus. die finnin sagte: „alcohol is king, was?!“ ich nickte beschämt und ekelte mich vor mir selbst.
wenn man mal die reaktionen der besucher dieser veranstaltung, so wie die üblichen reaktionen auf die werke des künstlers nimmt, alle in einen sack steckt und draufhaut, dann trifft man immer die richtige. die hochachtung, die begeisterung, der kniefall. bevor mich jetzt wieder der kunstkritiker von ehemals um die ecke in seine mobbingliste aufnimmt… ich kanns ja nicht ändern. grunz. heinrich mir graut vor dir. der künstler hat auch sehr lange durchgehalten und ich glaube er erholt sich gerade vom ausstellungsvorbereitungsstress. schade dass der kleine junge mit seinem hüpfball nicht anwesend war, er hätte die stimmung sicher noch potenzieren können. dazu ist er locker fähig. der junge und sein hüpfball.
nun werde ich mir mal die nacht um die ohren hauen um den plötzlichen broschürenwünschen unserer kundschaft entsprechen zu können. mir ist schlecht.
unter der linken rippe tuts weh, mein magen schmerzt, mein kopf, mein nacken, meine arme, mein linkes knie. aua. ich saufe jetzt einen topf grünen tee und kukk ttt. das ist was mir noch bleibt. ach ist das alles langweilig. da wird der mann aus potsdam bestimmt wieder schimpfen.

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