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DIENSTAG

heute fahren wir auf geschäftsreise nach rheinhessen. wir sind auch schon alle in feinstem zwirn gehüllt und voll aufgeregt. huh. wie aufregend es aber auch wirklich ist.

KLARABELLA KUH / HORATIO PFERDEHALFTER

ich finde schröder und fischer haben so was von einer lagerfeuerfreundschaft, etwas saufbrüdermäßiges. und erst heute morgen, als die sonne in meine zerknitterte fratze schien, da schien es mir angemessen zu jubeln. was in öffentlichen nahverkehrsmitteln nicht richtig ankommt. schade. dafür waren kontrolettis im bus und haben zwei herren mittleren alters aufgemischt. das war lustig. hahahahahaahaha. und da plötzlich habe ich mich so gefreut. nicht jetzt über die von den kontrolletis aufgemischten herren mittleren alters, nein, über die schöne sonne, meine lieben mitarbeiter, die reise nach rheinhessen und über die oliven des größten messedesigners aller zeiten, die wir gleich in unsere mäuler geworfen bekommen werden. hach.

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MONTAG

heute ist montag und bei uns aggro-flash-tag. der laserdrucker spinnt. computer my ass. es langt gerade. wir spielen mit dem gedanken passanten zu verprügeln. wär ja mal was. am ende lassen wir es dann doch und arbeiten einfach weiter. einfach weiter arbeiten. als wäre nicht passiert. es ist ja auch gar nichts passiert. und wenn ich ehrlich bin… ach nee. bis andertags…

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SONNTAG

das war knapp. puuh. glück gehabt. warum weiss ich zwar manchmal auch nicht, aber im tiefsten unseres unlogischen inneren, sind wir doch heilfroh. und ausserdem war der election-day in den US of A viel spannender. keine ahnung. mal drüber nachdenken.

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FREITAG

hurra. gleich macht es klick in meinem gehirn und dann scheintdie sonne kaliforniens oder auch die des kalifen anstelle der des kalifen. also liebe kinder und kindeskinder. am sonntag. was machen wir da alle? genau, wir gehen in die schule und kreuzen die richtige organisation an. unsere empfehlung: gerd & josef. da waren wir nicht gleich einer meinung, aber letztlich dann doch. ede hört sich ja jetzt schon an wie der name eines gauners, aus einem drittklassigen roman. ausserdem hat ede scheiss kumpels. und wenn der ede darf, dann holt er bestimmt den hammer raus. das muss nicht sein. das wollen wir doch alle nicht. drum folgt meinem rat und unserer empfehlung, sonst sind wir böse.

viel glück! oder wie die von uns favorisierte popformation sabine sagt: „alles wird sich ändern, nur die wurst hat zwei.

danke.

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DONNERSTAG

die musikgruppe red hot chili peppers aus dem sonnigen kalifornien, dem kalifornien der rosinen, orangschen und arbeitslosen schauspielern, dieses kalifornien in welches ich mich hinein wünsche, das meine ich. in das wünsche ich mich jetzt mal hinein. klappt nicht. dann nehme ich auch und zwar mit vorlieb wenn ich ehrlich bin, den deutschen herbst. schaut wie sie sterben, die blätter an den bäumen. ich finde das köstlich, denn ich habe neulich herausgefunden, dass sie jedes jahr wieder neuwachsen. eine kleine sensation. ein meisterwerk der inkarnation. toll, diese natur.

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MITTWOCH

heute ist profan. webseiten gestaltung, texte erdenken, aus dem fenster blicken, meistens aber in den monitor hinein. konzentration bitte. und jetzt mal wirklich wahrl. es gibt da seiten im internetz, da wird mir wirklich schlecht. mein magen rebelliert, es kratzt schon im hals. was erlauben sich eigentlich manche leute? mit welcher unverforenheit machen die sich denn an ihr werk? mangelt es ihnen denn an augenlicht? wohl farbenblind? bitte liebe leute. lasst das nicht zu, schaut euch genau um und an, was es noch so gibt. kauft nicht bei den farben- und formenblinden. es führt zu rein gar nichts. dann ist es besser, gar keine website zu haben. ehrlich. dann nehmt das geld und spendet es den afghanen. ich kann nur davor warnen. kauft bei uns, meinetwegen bei sonstwem, aber schaut euch genau an was die mit euch machen. es ist so gefährlich. ich mache mir sorgen. macht mit.

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DIENSTAG

 

ach ja. else buschheuer. lebt jetzt in new york in einem hare krishna tempel. und sie wirkte so entrückt und obendrein auch in so einer beängstigend, mir sehr fernen glückseligkeit. ob ich je den weg finde zum inneren, zur weisheit finde. r.k. schüttelt den kopf. ich schüttel mich mit. aber else buschheuer bei den beiden NDR zicken herrmann und tiedjen, erzählte von ihren erlebnissen am 11. september. ich habe ihr nicht geglaubt. früher als sie zyniker war, da habe ich ihr geglaubt. oder wie rum? nein, nein. es ist ja ganz anders: früher als sie moralistin war, habe ich ihr geglaubt, heute als krishnaistische zynikerin ist mir gar nicht wohl. ach else.

ZEITZEUGE

ich liebe harald schmidt. ich will nicht so sein wie er. ich kann auch gar nicht so sein wie er. ich darf ja auch gar nicht so sein wie er. ich liebe ihn. ich brauche ihn. ich werde nervös, wenn er nicht da ist. ich hasse aber sein publikum. wie die pest. dummköpfe bisweilen. und wie ihn das nicht zu stören scheint. toll. heute abend brachte er uns hohlrollern wieder DIE ZEIT näher, noch näher. wir lieben hier ja auch die zeit. sie gibt uns hoffnung und zuversicht und erinnert uns daran, dass sich konzentrieren (zeit nehmen) zum weg führt, der seinerseits zum ziel führen möge. und danke peter kümmel für den artikel „die staatsschauspieler“. wir werden ja sehen. wenn ich eines tages rhetorisch so gefestigt bin wie schmidt im augenblick der lesung dieses artikels, dann gnade den tapeferen, meine lieben herrschaften und damen gleichermaßen. doch heute und auch die nächsten tage… ich verliere den faden und das ist gut so.

„abends ward und wurde morgen, / nimmer, nimmer stand ich still, /
aber immer blieb verborgen, / was ich suche, was ich will.“
(f. schiller)

 

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MONTAG

ein kurzer moment der stille. malzbier getrunken. textlich sich nicht weiter verändert. der boden, die haut und die maschinen sind in ordnung. tun wir nicht so als wüssten wir es nicht schon längt.

und dann wünschen wir noch der mückenböckin alles gute und möge ihr bein bald wieder im vollen einsatz erblühen und erleuchten. vor allem aber leuchten. so on!

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SONNTAG

jubelhitti. habe ich früher immer gerufen. eigentlich jubelhiddi, denn man gebahr mich im hessenlande. aber warum auch nicht. am wochenende waren wir wieder so richtig ungrafikdesignermässig unterwegs. kein rauschgift, ausser apfelwein und bier und keine kühl ambientierten spelunken. dafür haben wir im adler… es ist mir an dieser stelle ja auch unangenehm, aber wir waren also in einer kneipe nahmens adler, aber auch nur weil diverse nach bremen entschwundenen damen dort… also wir waren da und wir haben den high-score am trivial pursuit automaten dort geknackt. ob das, angesichts des publikums dort, ein reife leistung ist, sei mal dahingestellt. aber gewonnen.

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FREITAG

hurra es lebt in mir. gestern die radiosendung war klasse und der herr hellmich wuchs über sich hinaus. wir waren bestimmt lustig. hahaha. leider hat’s keiner mitbekommen. einer musste unbedingt sein neues gamecube-spiel ausprobieren, andere waren zu müde für 23:00 uhr und wieder andere hatten beispielsweise plastische operationen anstehend, zen-buddhistische erleuchtungsexkursionen, meniskusweh, silberlöffel zu polieren, etc. wenn man solche freunde hat, braucht man keine feinde mehr. das ist das gute daran. aber ich möchte nicht grollen, denn dazu ist keine zeit und ’s wär ja auch nicht recht.

WAHLKAMPFIGES

rechts ist dafür der herr äh… stoiber. der war gestern in der stadt und man buhte ihn wahlweise aus, andere himmelten ihn an.an dieser stelle muss ich erwähnen, dass herr stoiber in berlusconi und haider, schlicht und ergreifend die falschen kumpels hat. ich kann es also gar nicht anders, als erneut dazu aufzurufen, zur wahl zu gehen. gehet alle hin, die ihr das lest, ganz gleich was ihr da wählt (NPD und schill gilt nicht), ihr macht es schon richtig.

LOGEN OTHELLO

das sogenannte oder auch wochenende steht vor der tür. oder ist es schon drin. ich muss mal kukken… nee! es steht noch vor der tür. es muss noch warten. das wird lecker. es gibt amsel am storch gegrillt. da wird sich der storch aber freuen.

macht was aus eurem leben. wir machen das selbe.