Artikel
0 Kommentare

KREATIV SEIN MÜSSEN

klar fällt mir noch was ein. aber grad… wir sitzen uns gegenüber
und würden uns gerne schreien. und zwar an. aber leider fällt uns
ja nichts ein. relaunch dich selber. ich kann es nicht mehr hören. wir
wollen also leichter werden, was? greif dir mal an‘ kopp. jetzt fällt
mir was ein, r.k. auch. 242 239 224 plus 201 191 171. mehr wird nicht verraten.

Artikel
0 Kommentare

TISCHTENNIS

mir war noch ganz schlecht vom nachdenken, da rief helmo an und schlug vor,
dass wir uns dringend ein tischtennispiel anschauen sollten, so rein lebenserfahrungstechnisch
sollte das doch drin sein. also fuhren wir in einem öffentlichen verkehrsmittel
in die albert schweitzer allee und schauten uns den magier himself an, wie
er und seine spielkameraden einen großartigen 27:1 kantersieg davon
trugen. anschliessend, wir befanden uns noch im siegestaumel und waren ganz
heiser vom brüllen, krakelen, schreien, rufen und anfeuern, ganz zinnoberrot
waren unsere gesichter, die gastute war ausgelutscht, der luftrüssel
„lautstark“ hing schlaff herunter (aber auch nur der luftrüssel
„lautstark“…) und ganz benommen von euphorie und tischtennis begeisterung,
fuhren wir zum burger king und bestellten uns jeder ein big king xxl. dann
fuhren wir zum magier nach hause und schauten uns die echo-verleihung an.
und das tv-gerät leuchtete als die fabelhafte frauke ludowig die szene
betrat. frauke ludowig ist so wunderschön, dass wir uns gegenseitig erbrachen
(…). ganz wirr vor lust auf frauke ludowig zogen wir uns gegenseitig an
den haaren. der frauke ludowig ihr grünschimmerndes gewand machte uns
ganz geil und was frauke ludowig alles so sagte, raubte uns den verstand.
frauke ludowig, frauke ludowig und nochmals frauke ludowig. wer hat eigentlich
gewonnen? die beste nachwuchskünstlerin international war glaube ich
herbert grönemeyer.

Artikel
0 Kommentare

AMERICAN VALENTINE

im lässigen iran, wurde ein gesetz erlassen, das es geschäftsleuten
verbietet am heutigen tage und den tagen davor, rote herzen und ähnliche
valentines-day symbolik in die schaufenster zu stellen. da reiche ich dem
persischen gesetzgeber die hand. genauso wird’s gemacht.

weil man in unserem nochbüro nicht mehr atmen kann und weil sich unser
altes büro längst in auflöung befindet und weil wir den frischen
geist der unbefangenheit spüren wollten und weil wir einen ort suchten,
an dem aufbruch, erneuerung, spannung, neugier und kreativität ein zuhause
haben, fuhren wir zum kaffee in die mensa der wiesbadener fachhochschule.
jetzt muss ich selber lachen… aber der kaffee war günstig und es war
sogar coffein drin. draussen schien die sonne und die birken wippten sanft
im winde. wanderbeschuhte feministinnen machten einen auf schleche laune,
südosteuropäische studenten brüllten sich gegenseitig an und
eigentlich weiss ich gar nicht worauf ich hinaus will. wir werden demnächst
umziehen. das ist alles.

Artikel
0 Kommentare

RADIOHOSE

heute waren wir wieder festlich gekleidet. wir saßen auf der zugspitze
und liessen uns die sonne auf den pelz brennen. und da kam es aus uns herausgespritzt.
wir müssen leichter werden. beobachten sie diese seiten genau, sie werden
schon bald nicht mehr so sein wie sie jetzt sind (die seiten). aufregend.
auf jeden fall, war der abstieg vom gipfel sehr beschwerlich, ging es die
ersten 20 kilometer durch dichtes wurzelholz, hingen die letzten hundert meter
giftschlangen von den ästen. schnaken und dachse säumten unseren
weg und korpulierten lauthals. das machte uns spass und r.k. klatschte glucksend
vor freude in die hände. heisa rief ich heiser. die sonne schien in prächtigem
pantone 122. als wir unten waren setzte r.k. seinen renault clio alpine turbo
zurück und rammte dabei einen seltenen phönizischen helm. schade.

abends in der radiosendung riefen wir die republik aus und spielten mit unseren
zuhörern trival pursuit. andreas „magic“ bulla gewann eine
flasche bauerndank (schnapsähnliches gesöff), klaus peter „felix“
meier eine nacht mit dee-jay rub rubner (menschenähnliches geschöpf).
den dritten preiss gewann niemand, weil die restlichen zuhörer gar nicht
erst anriefen. besonders unverfroren handelte dabei eine gruppe junger damen,
die sich im villenbereich der mainzer strasse in wiesbaden trafen um unsere
sendung zu konsumieren. trotz mehrfachen flehens unsererseits uns nicht im
stich zu lassen… und so weiter und so fort.
der einen dame schulde ich noch zwei euro. ich entschuldige mich dafür
und verspreche schon bald genesung von diesem schuldenwahn. zudem, habe ich
jener dame, derren name ich nicht nennen darf, hoch und heilig versprochen,
das lied „anna“ von trio und das lied „anna“ von freundeskreis
zu spielen. doch das habe ich bisher versäumt und das tut mir leid. zwei
euro und zweimal „anna“. das hole ich nach. ganz bestimmt.

Artikel
0 Kommentare

WÜRMLICH & RUNGION

was sich so anhört wie eine neue single von tic tac toe, ist meistens
jedoch nur der hausmeister. er schmeisst erde gegen mein fenster. jedenfalls
in meiner phantasie. vielleicht aber auch in echt. ich bin gespannt auf den
bericht von hans blix.

Artikel
0 Kommentare

FEIGLINGE

dass heute der todestag des großen charles m. schulz (peanuts) und gleichzeitig
des noch größeren immanuel m. kant (kritik der praktischen vernunft)
weltweit mit großem halligalli gefeiert wird, ist beileibe kein einzelfall.
ich habe an dieser stelle oft davor gewarnt. handle so, dass die maxime deines
willens jederzeit zugleich als prinzip einer allgemeinen gesetzgebung gelten
könne. merke dir das, du feige sau die du hier überall herumlungerst
und mir die zeit auf dieser erde zur hölle machst. gott was wäre
ich gerne rachsüchtig und zugleich ein mieser, hinterhältiger drecksack.
batsch und mit dem handrücken (plus siegelring am mittelfinger) das nasenbein
brechen. das sind träume. in einem monat zieht einer der größten
schwachköpfe, die ich persönlich je traf, nach thailand. das arme
land. äh… die regionen sind arg getroffen. die welt gleitet mir aus
den fingern und versickert im ikea-teppich. mir wird ja nie langweilig. auch
das ist langweilig. nie langweilig. das herz schlägt doppelt so schnell,
wie das eines tour-de-france-gewinners. doch was soll mir das sagen. o haupt
voll blut und wundern. strände von ko samui, wie grau ihr mir erscheint,
in meiner geistig vernächtigten phantasie, denn euch ist nun ein feigling
geboren. was würd ich geben, wenn ich hier tacheles reden dürft,
doch die klage würde sich bohren wie ein pilum in mein sternum. und nun
schluss mit der thematischen schwächlichkeit, schluss mit dem gejammer.
dem elenden katzengejammer. es soll ja eine lustige seite seite. wenn mir
doch nur ein witz einfiele. wäre ich doch fips
asmussen
.

„der inder ram singh hat mit 2,11 meter den längsten bart der welt.
damit hat er mike krügers witze abgelöst!“

das beispielsweise ist der witz der woche. huaaaaa aaaaaahaa. jetzt mal ehrlich.

Artikel
0 Kommentare

HOMEJOBBING EUROPE

ich verzichte auf die fahrt mit dem öffentlichen verkehrsmittel und entscheide mich für heimarbeit. r.k. hat es mir erlaubt. der gute r.k. – mein lieblingschef.

falls jemand unserer zahlreichen leserinnen scholastika heisst, bitte sofort den schampus köpfen, denn heute ist namenstag. aber wirklich ungeheuerlich ist ja, dass heute thomas bernhard, bertold brecht und boris pasternak geburtstag haben, während alex haley, edgar wallace und alexander puschkin an diesem tage vor etlichen jahren verstorben sind. also wie wäre es denn an diesem heiligen tage der dichtkunst, wenn wir heute mal mit leserbriefen en masse überhäuft werden? also los. beleidigt uns, huldigt uns.

 

Artikel
0 Kommentare

ASS

aua. ich leide so. selbst dran schuld. was habe ich blos getan. aber schön
ist ja auch, wenn… also ich bin um halb zehn auferstanden und habe die ganze
wohnung abgeleckt. jetzt sieht sie wieder dufte aus. gläser sind gespült,
flaschen entsorgt und hernach noch grünen tee gekauft und buttermilch.
das bin ich meinem leibe schuldig. und dann halbdösend wintersport kukken.
wintersport, den ich selbst ja nie betreiben würde. einmal stand ich
auf dem berge isel bei innsbruck, auf der hiesigen skispringschanze und schaute
die unverschneite spur hinunter und mir wurde ganz anders. nie stürzte
ich mich dort hinab ins tal. das war damals, heute hat die von mir sehr geschätzte
irakische architektin zara hadid einen sehr interessanten neubau dort geschaffen.
hinab stürzen möchte ich mich noch immer nicht. und langzulaufen
mit anschliessendem schusswechsel, stünde mir ebenso nicht gut zu gesicht.
waffen, für mich nur mit l hinter dem e. bei rodel und bob hätte
ich schiss, ob der übertriebenen geschwindigkeit und beim alpinen ski
bekomme ich schon beim hinschauen mehrere kreuzbandrisse.
eisschnelllauf. das könnte ich mir gut vorstellen. zwar stand ich noch
nie im leben auf schlittschuhen, aber wenn ich mal reich bin, baue ich mir
unweit meiner behausung eine eisschnelllaufbahn. dann ziehe ich morgens und
abends meine runden und entspanne mich bei sanftem gleiten. das ist bestimmt
geil. natürlich nur, wenn anni friesinger…

Artikel
0 Kommentare

36

huch. das habe ich mir ganz anders vorgestellt. 36 ist so ein alter, in dem
man ja spätestens als erwachsen gelten sollte, sonst ist extrem was schief
gelaufen. ich glaube es ist extrem was schief gelaufen. früher dachte
ich mit anfang dreissig wächst mir ein kassengestell auf der nase und
die haare werden dünn und grau, die jacke wird beige und die hose dunkelblau.
die loveparade wird zum supergau und techno wird albern… und das letztere
stimmt ja sogar… vielleicht ist ja noch hoffnung. ansonsten bin ich ganz
und gar unerwachsen. meine hosen sind weit, die schuhe turn, die haare nicht
im originalzustand und selten durchpflügt ein kamm mein haupte.

ich graturliere mir selbst. und hetze durch die stadt um meine nutzlosen
freunde zu verköstigen. wein, bier und häppchen. oliven, salzgebäck
und dann noch die wohnung gemacht, die musik ausgesucht, den entschuldigungszettel
in den hausflur gehängt, weissbrot designen, weisswein kühlen, rotwein
lüften, schweiss abwischen, rasieren, duschen, ring ring. hallo danke.
juhu. laut wurde es, sehr laut. ich schäme mich ein bißchen, aber
die bude war voll und… es war wohl sehr laut. der nachbar stand vor der
tür und bat um mehr schlaf. lall. mach ich.