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KOH ZÜBEL

da fragt mich doch die nachbarbloggerin ob wir manchmal spannungen im büro hätten. da will sie doch provozieren. ein büro ohne spannungen ist ein scheiß. ein kreatives büro ohne spannungen ist wie ein buddhistisches kloster mit gulaschkanoned. aber richtige schlachten führen wir nun auch nicht. spannend ist es. und wenn wir auftragsbücher hätten, sie wären voll. also voll sind sie, aber wir haben keine auftragsbücher. aufträge schon. das hat man heutzutage ja nicht so oft. also die anderen. wir schon, wir habens satt. wir sind gestopft bis zu den notausgängen. daher ging ich heute zu meinem lieblingsfriseur und sagte ihm folgenden dekadenten, geradezu aggressiv angeberischen satz: „bitte nur die spitzen schneiden und die ansätze färben.“ da schnippelte der junge frisör sich einen ab und ich blätterte entspannt in der gala. dann kam die finnin und wir fuhren zum asiashop nahe des bösen bösen, lustigen, süßen finanzamtes. dort kaufte ich mir wasabigewürzte erbsen, kim chi und fritierte schweinehaut und aß alles auf einmal. dann wurde mir kotzübel und ich schaute der finnin beim aufstellen eines schrankes zu. die finnin betonte dabei stets, dass sie meine mithilfe sehr schätze, aber ich kann versichern, ich bin eine komplette handwerkliche null, ich kann nur gute und schlechte ratschläge geben. jaaaa das kann ich wahrlich. nun ist die finnin fertig und ich verbrenne gerade an der schärfe des kim chi. oder verbrenne ich etwa an der schärfe des kim chis? ich weiss es nicht obwohl ich gerade im spiegel deutschtest eine fehlerfreie performance abgeliefert habe. und schlecht ist mir immer noch. das wird auch nix mehr heute. mal etwas arbeiten und dann danach einen liter grünen tee saufen und schon und schon und schon. schon ist es wieder früh am morgen und johnny cash singt zusammen mit joe strummer den redemption song. dann hat mich der alltag wieder. der süße alltag mit all seinen facetten. wie ich ihn liebe.

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