Auch in der letzten, vorletzten, vorvorletzten Wohnung hatte ich und dann wir (die Finnin und ich) einen Balkon, aber diesmal ist es ein ganz und gar entzückender Balkon über den ich in unerträglicher Permanenz reden muss. Meine Freunde, bzw. Prä-Exfreunde können mehrstrophige Lieder davon singen. Auf dem Bild sieht man einen vierfachen Espresso mit Milch und wie er auf der Brüstung meines Balkons steht. Von der Brüstung des Balkons der Finnin will ich ein anderes mal erzählen. Wenn mir dann noch jemand zuhört.
Dito von These
Ach das versteht ja doch wieder niemand, dass ich nicht die Ex-Frau von Marilyn Monroe meinte. Ich bin ja so verwirrend. Die Sachsenpuppe wird das bestätigen können. Wo ist sie überhaupt? Sie müsste längst hier sein, denn sie wollte mich verprügeln. Zu recht, wie ich finde.
Kaffee mit Blick auf den Dschungel
Es ist ein bißchen wie im Paradies und es wird der Kaffee noch aus dem Siebträger heraus zubereitet. Der erste Arbeitsmorgenkaffee aus K61, dem neuen Refugium. Und äh… ich trage ein Hawaiihemd.
Irgendwie hypnotisch
Vielleicht der letzte Kaffee aus der Bülow13. Die Kaffeebohnen sinn all und ich bin weich geworden. Ab Ende nächster Woche sende ich aus der Kapelle61 und dort steht vermutlich dann eine Padmaschine. Scheiß doch auf die Kaffeekultur. Vielleicht finde ich parallel dazu Zeit, mir die Böhnchen im Wohnzimmer zu rösten. Man kann ja nie puppiges… äh… wissen.
Schnalz
Es kommt selten vor, dass ich mich irre, na vielleicht irre ich mich zu 0,7%, wenn überhaupt und das wär dann schon viel, quasi übertrieben. Doch warum erzähle ich das? Warum mache ich mich mit solcherlei Anmaßungen unnötig unbeliebt?Du, ich weiß es echt nicht.
Ich tat zunächst den Apfel weg
Bei meinem alten Freund Boris Claudius Kaspar Kreisle Edler von Hellborn in der Werkstatt geht es sehr werkstättlich zu. Toll, was?!
Opak
Die von Opak müssen reden. Opak gefällt mir, ist aber auch ein bißchen wie Spex lesen mit 19. Und die vom McDoof behandeln pink gehemdete SuV-Fahrer bevorzugt. Morgen fahre ich mit dem Mitsubishi in die Fußgängerzone und kauf mir den Kaffee bei Starbucks.
Tretsch
Kurz zum Bahnhof, die Finnin "weggebracht" und dann die Fluten durchpflügt, Kaffee gekauft (4x 0,2 kosten 4,00€, 2x 0,3 gibts für 3,98&. Jetzt rechnen Sie mal), im Parkverbot geparkt, jetzt im Büro. Aufregend, was?!
Internetgemeindehouse
Wir Internetfuzzies sind wie Leprakranke, Irre, eine Mischung aus Aremorica und exvertierter Gefängsnisinselbewohner, Freaks die längst nicht mehr wissen, welchen Anteil sie an der Gesamtgesellschaft haben. Das wollen wir ja schwerlich wahrhaben, dass wir möglicherweise irrelevant sind.
Es freut mich sehr, dass die ePetition „Internet – Keine Indizierung und Sperrung von Internetseiten“ von Franziska Heine binnen kurzer Zeit über 63.000 Unterzeichnete verzeichnen konnte. Da könnte man ja jetzt jubeln, kann man natürlich auch, aber hat man damit jetzt einen wesentlichen Teil des Gesamtvolkes aktiviert oder nur sich selbst? Internetfreaks lassen sich schneller und kompakter aktivieren, wenn man weiß wo man das Stöckchen in den Ameisenhaufen bohren muss. Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob das zum Triumpfzug reicht. Letztlich suggeriert es eine gewisse Masse, die es so aber nicht gibt und die möglicherweise keinen Einfluss auf das Geschehen haben wird. Hallo Defaitismus.
Es gibt da so eine 5%-Theorie, die ich natürlich weder veri- und schon gar nicht falsifiziert habe, ich kann das ja einfach so dahersagen, ich hab ja hier dieses Insinternetreinschreibsystem. Diese Theorie besagt, dass alle Teilnehmer an den großen oder wenigstens medienpopulären Bewegungen einen Bevölkerungsanteil von maximal 5% haben. Es waren also nicht die Mehrzahl der Studenten die am 2. Juni 1967 auf die Gasse spaziert sind, sondern ein geringer, von den Medien aufgepumpter, elitärer Haufen. Die Hippies, Punks, Montagsdemonstranten, Zensursulasager, beherzte Sozialisten, St. Pauli-Fans, Blogger, Twitterer, Sackpinscherzüchter… Das ist mal die Avantgarde, mal ein Haufen Irrer, es ist aber keine Gesellschaftsbewegung und wenn es dennoch zu einer wird, dann ist die Bewegung, die Idee, der Anlass tot. In der Masse hat die Bewegung keine Überlebenschance, denn die Masse macht Hackfleisch aus der guten Idee, infiltriert Geschmacksverstärker, Weichmacher, Konservierungsmittel. Die Masse hinterlässt einen schalen Geschmack. Die Masse scheint an der Entwicklung einer Kulturästhetik kein Interesse zu haben, die Masse braucht Geld und träumt von hochmotorisierten Gelände- und Rennwagen. Der Masse ist es wahrscheinlich scheißegal, ob es Internetsperren gibt, solange es kein Tempolimit gibt. Wenn wir also für eine Freiheit in diesem Internet kämpfen, dann kämpfen wir da für uns. Für uns Fuzzies, diesem überschaubaren Haufen an aktivierbarer Klöhngeister und Egoistenshooter. Vielleicht kann man das ändern, vielleicht ist alles ein wenig so, wie es der Ennomane es in seinem Blog am 3. Mai 2009 geschrieben hat. Das finde ich gut, aber vielleicht machen wir uns was vor. Wir sind ja auch wer, aber wir sind nicht das Volk. Ob wir die Elite, die Avantgarde, eine gemeine Gemeinde oder ein Haufen liebenswerter Irrer sind weiss ich nicht. Aber wir sind auf einem anderen Dampfer unterwegs. Wir sitzen nicht alle im selben Boot. Viele Menschen können mit dem Internet nichts anfangen, also fremdeln sie und weil sie unsicher sind, weil sie ahnen, dass da doch was sein könnte, was sie aber nicht verstehen, versuchen sie mit abschätzigen Bemerkungen Ihre Position zu erhöhen, damit wenigstens noch ein herablassender Blick bleibt. Wir müssen diese Menschen mitnehmen, sie aufklären, auch wenn einem angesichts kalkulierter und konstruierter Unverschämtheiten, die Kotze schon am Zäpflein kitzelt. Guttenberg („Es macht mich schon sehr betroffen, wenn pauschal der Eindruck entstehen sollte, dass es Menschen gibt, die sich gegen die Sperrung von kinderpornographischen Inhalten streuben. Das ist nun wirklich einer der wichtigsten Vorhaben in vielerlei Hinsicht.“) müsste es besser wissen, schließlich ist seine Frau Päsidentin eines Vereins gegen Kindesmußbrauch. Dieser Verein müsste ja nun in etwa wissen, wie das geht mit der Verhinderung von Kindesmißbrauch, was bzw. ein ähnliches Sperr-Projekt in Skandinavien gebracht hat und dass man durch berechnende Vermischung von Tätern und Aussenstehenden ein ganz schlammiges Feld bestellt, dem man später niemals mehr Herr wird. Solche Sachen.
Und gerade deswegen müssen wir raus aus der Internetgemeindenseligkeit, in der vieles stimmiger ist, vieles homogener und common sensiger als draußen an den Kassenschlangen im Supermarkt, an den Stammtischen, im Bundestag oder in den Warteräumen der Arbeitsämter. Die richtigen Leute im Fernsehen kann so ein Schritt sein. In der Sendung Zapp auf NDR – „Von der Leyen – Viel Show und wenig Konkretes“ war das überraschend anders. Menschen, die man aus dem Internet kennt haben eine Position eingenommen, man mahnte das wirre Vorgehen der Regierungslaien an. Auch in der Sendung C´t-Magazin im HR-Fernsehen wurden die Vorhaben der Zensursula und ihren Schärgen deutlich in Frage gestellt. Vielleicht gibt es ja noch Hoffnung. Aber Hoffnung, ach, das ist doch eine Erfindung der Mächtigen da oben um uns gefügig zu machen. Wie gehts also weiter?
Nachtrag 10. Mai/19:43 Uhr: Gerade auf Hugelgupf.de gefunden, eine umfangreiche Linksammlung zur Zensursulaproblematik in den Medien.
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#Wirres09
Das erste Blog, das ich las und heute auch wieder, als wär nie was anderes gewesen: wirres.net







