erster april. erster april. erster april. erster april. ich kann nur noch
daran denken und wie wir das alles finanzieren werden. das wird klasse. mein
lieber freund boris claudius kaspar kreisle edler von hellborn baut die schreibtische
und rub rubner sagt wo sie hingestellt werden müssen. so ungefähr
wird das werden und ich sehe sonnenlicht, menschen, kunden, indisches essen
und einen haufen atmo. das wird ein kuchen, wie er leckerer nicht sein kann.
merkwürdig ist nur… r.k. ist die ganze zeit so ruhig.
er wird doch nicht…???
HOME SWEET HOME
mit home sweet home wird das hier nichts zu tun haben, das ist schon mal klar.
es gibt auch so wochenenden da ist absolut nichts los. da steh ich in der
stube und rauf‘ mir das haar. oder ich lege ein kissen auf die fensterbank,
lehne mich drauf und schaue dem treiben auf der strasse zu. da, ein falschparker,
gleich mal die bullen rufen. und die saubande da drüben, wart nur, wenn
ich runter komme. aber dann tritt die wahrheit wieder an mich heran und reibt
mir riechsalz unter die nase. im leben nicht würde ich mich auf die fensterbank
lehnen und leute denunzieren. ich bin doch noch so jung. dann doch.
EIN ALTER MANN
EIN ALTER MANN
komm nicht zur ruh‘. im kopfe und auch sonst und wenn dann nur mit lähmendem
entsetzen. aber heute nicht.
nach büroschluss, den ich mir selbst ja nicht immer aussuchen kann, da
es hier ja manchmal auch um was anderes geht, als um peer to peer und spiegel.de
lesen oder in ebay kukken wieviel irgendwas kostet, also nach jenem besagten
büroschluss bin ich mit der kraftdroschke heim gerast und dann unter
den kalten bauer… äh schauer und dann ins neue hemd und cordhose und
vans und was man so heute anzieht, wenn man sich schick macht. und hinein
in einen kreis teils fremder junger menschen von derren zwei die wohnungsinhaberinnen
waren und davon hat eine vorzügliche zutaten zu vorzüglicher nahrung
zusammengerührt. sehr gut. aber mein magen und mein kopf gingen draussen
spazieren. da nahm ich den weissburgunder und gab den clown. es war sehr nett,
denn alle waren sehr freundlich und sahen verdammt gut aus, ausser natürlich
ich. ich war aber immerhin auch freundlich, jedenfalls gab ich mir mühe.
später jedoch, als die stimmung auf dem siedepunkt war, da wollten alle
die nicht heim wollten in den schlachthof fahren. ich wollte nicht heim, aber
auch nicht in den schlachthof, so entschied ich mich für den schlachthof
und das ging so. ich fuhr mit der dame, der ich inzwischen keine zwei euro
mehr schulde und rub rubner bis ca. 50cm nahe an meine haustür heran
und fuhr dann schnurstracks in den schlachthof. dort bezahlte ich drei euro
eintritt, schlenderte einmal durch die saunaähnlichen zustände (komisch,
dass das überhaupt nie jemand ausser mir merkt), lief zum bahnhof, erwarb
dort die zeit und den stern, setzte mich in ein taxi und fuhr heim.
zuhause war’s schön. ich trank tomatensaft mit tabasco und konsumierte
zeit und stern. und da plötzlich auf seite 15 da merkte ich auf einmal,
ich bin zu alt. ich bin zu alt für so vieles und das ist wunderschön
und soll auch so sein. alt sein ist toll und eine sauna mit lauter lakonisch
dreinschauender jugend ist nichts für mich. bärlauchwurzel allerdings
schon.
FRECHHEIT
den ganzen tag nichts geschafft und stattdessen in irgendwelchen peer to peer
dingensens rumgefummelt und dann schnell noch mal die ecken gefegt, an der
möbel gezupft, die kleidung lässig über die tür geworfen
und den flokati gekämmt. und dann war alles umsonst. vielleicht auch
ein prädeterminus vor dem herrn. doppelte verneinung. schicksalsschlag
und/oder zufall zugleich. ganz recht so. jetzt aber mal in echt. lass die
eiswürfel klingeln minou.
mich friert. ich kannte mal eine dame, die sagte immer, „mich friert!“.
grauenhaft. ich kannte aber noch eine dame aus dem saarländischen, die
sagte sogar „ich habe kalt!“. das ist dann ja wirklich der gipfel.
ich habe auch gleich mal kalt. habe ich an dieser stelle eigentlich schon
meinen… ja es ist hass… zum ausdruck gebracht? und zwar den auf damen,
die ihre fucking teetasse mit zwei händen umfassen, mit den ellenbogen
klappern und dabei so tun als ob sie frieren. nicht mal mein hass auf den
gegenwärtigen us-präsident ist größer. ich schmüss
jede person derart geneigt im hohen bogen hinaus in eine meterhohe schneewehe.
das supermodell bei harald schmidt scheint gar keins zu sein. aber sie umklammert
ihre teetasse ganz bestimmt auch mit beiden händen. das muss ich mir
als gebührenzahler und konsument nicht gefallen lassen. guten tag.
BUSFAHREN
in acht minuten kommt der bus. jetzt mal in echt. ob ich das packe. ich habe noch acht minuten zeit und dann fährt er mit oder ohne mich. aber er fährt um 21:28 uhr. das wird knapp und ich sitze ja hier noch am schreiben. heute haben wir uns angschrien und was gefunden. heute wird alles gut. morgen eh. wir sind alle so westendgeil. so hot. käme jemand rein und würde uns sehen, er würde „PIKANT !“ schreien. da bin ich mir sicher. noch sieben minuten und ich will den bus nicht verpassen, da ich ja sonst mit dem taxi fahren müsste, weil ich sonst womöglich ally mcbeal verpasse, was man ja laut meines unfassbaren freundeskreis ruhig verpassen kann. ich will aber nicht. noch sechs minuten und ich muss das hier noch uploaden…
KREATIV SEIN MÜSSEN
klar fällt mir noch was ein. aber grad… wir sitzen uns gegenüber
und würden uns gerne schreien. und zwar an. aber leider fällt uns
ja nichts ein. relaunch dich selber. ich kann es nicht mehr hören. wir
wollen also leichter werden, was? greif dir mal an‘ kopp. jetzt fällt
mir was ein, r.k. auch. 242 239 224 plus 201 191 171. mehr wird nicht verraten.
TISCHTENNIS
mir war noch ganz schlecht vom nachdenken, da rief helmo an und schlug vor,
dass wir uns dringend ein tischtennispiel anschauen sollten, so rein lebenserfahrungstechnisch
sollte das doch drin sein. also fuhren wir in einem öffentlichen verkehrsmittel
in die albert schweitzer allee und schauten uns den magier himself an, wie
er und seine spielkameraden einen großartigen 27:1 kantersieg davon
trugen. anschliessend, wir befanden uns noch im siegestaumel und waren ganz
heiser vom brüllen, krakelen, schreien, rufen und anfeuern, ganz zinnoberrot
waren unsere gesichter, die gastute war ausgelutscht, der luftrüssel
„lautstark“ hing schlaff herunter (aber auch nur der luftrüssel
„lautstark“…) und ganz benommen von euphorie und tischtennis begeisterung,
fuhren wir zum burger king und bestellten uns jeder ein big king xxl. dann
fuhren wir zum magier nach hause und schauten uns die echo-verleihung an.
und das tv-gerät leuchtete als die fabelhafte frauke ludowig die szene
betrat. frauke ludowig ist so wunderschön, dass wir uns gegenseitig erbrachen
(…). ganz wirr vor lust auf frauke ludowig zogen wir uns gegenseitig an
den haaren. der frauke ludowig ihr grünschimmerndes gewand machte uns
ganz geil und was frauke ludowig alles so sagte, raubte uns den verstand.
frauke ludowig, frauke ludowig und nochmals frauke ludowig. wer hat eigentlich
gewonnen? die beste nachwuchskünstlerin international war glaube ich
herbert grönemeyer.
AMERICAN VALENTINE
im lässigen iran, wurde ein gesetz erlassen, das es geschäftsleuten
verbietet am heutigen tage und den tagen davor, rote herzen und ähnliche
valentines-day symbolik in die schaufenster zu stellen. da reiche ich dem
persischen gesetzgeber die hand. genauso wird’s gemacht.
weil man in unserem nochbüro nicht mehr atmen kann und weil sich unser
altes büro längst in auflöung befindet und weil wir den frischen
geist der unbefangenheit spüren wollten und weil wir einen ort suchten,
an dem aufbruch, erneuerung, spannung, neugier und kreativität ein zuhause
haben, fuhren wir zum kaffee in die mensa der wiesbadener fachhochschule.
jetzt muss ich selber lachen… aber der kaffee war günstig und es war
sogar coffein drin. draussen schien die sonne und die birken wippten sanft
im winde. wanderbeschuhte feministinnen machten einen auf schleche laune,
südosteuropäische studenten brüllten sich gegenseitig an und
eigentlich weiss ich gar nicht worauf ich hinaus will. wir werden demnächst
umziehen. das ist alles.
RADIOHOSE
heute waren wir wieder festlich gekleidet. wir saßen auf der zugspitze
und liessen uns die sonne auf den pelz brennen. und da kam es aus uns herausgespritzt.
wir müssen leichter werden. beobachten sie diese seiten genau, sie werden
schon bald nicht mehr so sein wie sie jetzt sind (die seiten). aufregend.
auf jeden fall, war der abstieg vom gipfel sehr beschwerlich, ging es die
ersten 20 kilometer durch dichtes wurzelholz, hingen die letzten hundert meter
giftschlangen von den ästen. schnaken und dachse säumten unseren
weg und korpulierten lauthals. das machte uns spass und r.k. klatschte glucksend
vor freude in die hände. heisa rief ich heiser. die sonne schien in prächtigem
pantone 122. als wir unten waren setzte r.k. seinen renault clio alpine turbo
zurück und rammte dabei einen seltenen phönizischen helm. schade.
abends in der radiosendung riefen wir die republik aus und spielten mit unseren
zuhörern trival pursuit. andreas „magic“ bulla gewann eine
flasche bauerndank (schnapsähnliches gesöff), klaus peter „felix“
meier eine nacht mit dee-jay rub rubner (menschenähnliches geschöpf).
den dritten preiss gewann niemand, weil die restlichen zuhörer gar nicht
erst anriefen. besonders unverfroren handelte dabei eine gruppe junger damen,
die sich im villenbereich der mainzer strasse in wiesbaden trafen um unsere
sendung zu konsumieren. trotz mehrfachen flehens unsererseits uns nicht im
stich zu lassen… und so weiter und so fort.
der einen dame schulde ich noch zwei euro. ich entschuldige mich dafür
und verspreche schon bald genesung von diesem schuldenwahn. zudem, habe ich
jener dame, derren name ich nicht nennen darf, hoch und heilig versprochen,
das lied „anna“ von trio und das lied „anna“ von freundeskreis
zu spielen. doch das habe ich bisher versäumt und das tut mir leid. zwei
euro und zweimal „anna“. das hole ich nach. ganz bestimmt.
WÜRMLICH & RUNGION
was sich so anhört wie eine neue single von tic tac toe, ist meistens
jedoch nur der hausmeister. er schmeisst erde gegen mein fenster. jedenfalls
in meiner phantasie. vielleicht aber auch in echt. ich bin gespannt auf den
bericht von hans blix.