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[taschkent]

ruck zuck ist wieder radio-tag und wir haben kein programm.
karim hat sich’s anders überlegt. rub rubner atmet auf. ich atme ruhig
weiter und helm helmo atmet sich an den details fest. wir machen heute was.
egal was, aber wir machen was. versprochen.

und heute morgen im scheine der sonne da war die gegnerische
stadt auf der anderen seite des freundlichen rheines ein freudenlamm. sah
aus wie weiland in kreuzberg. kalt, aber nicht zu kalt. blau der himmel und
behaglich die erinnerungen. du kommst ja nicht weg. und dann willste auch
gar nicht mehr. der herr lokomotivist bummelte sich minuten später in
den mainzer hauptbahnhof. so konnte ich flott die seiten wechseln. auch diesseits
des eisernen flusses war es mollig. am morgen ist es wie frisch gewaschen.
mir mangelt es wahrlich an nichts.

im lande sedan hing trübtassig love lovner an seinem überdimensionierten
arbeitsplatz und gähnte mich zur begrüssung an, dass sie mandeln
bimmelten. r.k. stapfte tapfer und zuversichtlich minuten später hinein
und tat wie ihm war. so basteln wir an unseren projekten. mir läuft der
kaffee aus den ohren. das kaffeewäldchen hat saison ende. schon längst.
mir recht. es spülmittelte auch ein wenig. ich erinnere mich nur noch
schwach. dann gar nicht mehr. es gibt kein leben im falschen.

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[schlüsselerlebnis]

r.k. ist auf dem absatz umgedreht um humppabeibi von der ausgeschlossenheit
zu erretten. der gute r.k. hoffentlich wird man ihm all das eines tages oder
am besten jetzt schon anrechnen. wir verneigen uns vor seiner wesentlichkeit.
die suppe kocht. schmeckt vorzüglich.

in jenen tagen waren sie ausgelassen und hatten die zukunft
sozusagen in der hand. konnten sich an dinge erinnern, die sich in ihrer kindheit
abgespielt haben, davon partizipieren. kontext fehlt nicht. man ist bisweilen
auf seine erinnerungen angewiesen, weil man sonst nicht viel hat. oder man
sagt ja zur gegenwart. die es in diesem sinne ja nur ganz monumental oder
eben gar nicht gibt. was bleibt ist ein traum von der zukunft und bisweilen
die verklärung der vergangenheit. ich jedoch empfehle, das heute am besten
zu empfinden. es ist immerhin das einzige was es zu erleben gibt. ganz auf
breitbild, stereo und fünf punkt eins geht. maul halten geht auch. draussen
kracht ein laster um die ecke. die leute sind sehr vorsichtig beim überqueren
der strasse. es wird gekehrt und eingekehrt. die ausserirdischen werden zaghafter.
die leut stehen müde an der haltestelle. im sedanland ist’s frisch. riecht
nach kaffee. ich vermisse ganz finnland. das ist der heutige morgen.

viel glükk.

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[happy birthday]

siehste ich habe recht gehabt. womit, ich weiss es nicht. dienstag
halt. wir schlurfen unseren weg. aber damit nicht genug. ein kleiner, im grunde
nachträglicher gruß geht nun auch nach münchen. im eifer des
gefechtes ist sozusagen das wiegenfest untergegangen. man schämt sich
bis weilen bis tief in die nacht hinein. hätte man um zwei uhr in der
nacht aber noch regeln können, fand ich. was meinst du? alles gute andrea
aus m.

und so richtig will sich mir der tag nicht erschliessen. r.k.
flucht den ganzen tag rum und rub rubner wartet auf den weihnachtsmann. ich
entdecke zwei mücken, die in meinem kaffee ersoffen sind. drinnen ist
es kühler als draussen. das hatte im hochsommer erhebliche vorteile,
doch sind insbesondere der patrickant und eben dieser auf den weihnachtsmann
wartende am schlottern. r.k. flucht sich warm. ich rühre die mücken
um. die sonne scheint zu scheinen. ich bekomme mails aus städten, in
denen es regnet. wir hören internationale ponys galoppieren und dieses
flatternde geräuche machend. wir wären sicher gerne auf dem land
aufgewachsen, doch nun sind wir real. street. check uns aus. wir hängen
am mittelstreifen rum und haben jeden aspekt stylistisch aufgearbeitet. lilli
kommt oder sie wartet noch. wir machen uns verrückt oder wir sind gleich
mehrere naive deppen. so machts auch sinn. oder weisste was: lach uns einfach
aus. wir lachen mit.

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[vorweggenommenheit]

ja spinn ich. ich weiss ja noch nicht mal wie dieser bärlauchabend
ausgeht, aber ich habe mich entschlossen, den pseudogestrigen abend nun irgendwie
anders zu verbringen, als mit einem glas bärlauch pesto. schluck. die
frau im itunes radiosender hörte sich gerade so an als stünde sie
neben mir. sie steht aber in detroit herum. ist weit weg. zum glück und
schade in einem. also gestern werde ich dem bärgelauchten pesto entsagen
haben. futur II. ich werde mich entschieden haben ins sedanland zu radeln
und am tische der erkenntnis zu speisen. ich starre lieber in den monitor
und lasse mir zu diversen artworks was schönes einfallen. wenn es mir
denn einfällt. warte auf meinen belgischen kumpel de dirk und werde dann
steif und fest behaupten, ich hätte noch nie im leben alkohol getrunken,
was so nicht stimmt. interessanterweise ist ja eben, also jetzt während
ich das schreibe, noch freitag und der ist noch nicht zu ende, deshalb ist
es ja richtig, wenn ich den freitag zusammenfassend als was fast vergangenes
beschreibe, falsch ist jedoch, dass der freitag, den ich am möchtegernsamstag
so allumfassend erläutere noch gar nicht vorbei ist und es deshalb und
folglich auch noch nicht samstag ist. was also soll der scheiss?! vielleicht
schlendere ich mal rüber zu marco ins lokal und lasse mir einen von seinen
vibrationskaffees kochen, obgleich ich ja gar nicht müde bin. ich war’s
mal. beim auswählen einer typo am heutigen tage, nämlich immer noch
dem freitag, da sind mir die äuglein zugefallen und zum kampfe gegen
die müdigkeit bin ich dann mit love lovner zu michel bichel geheizt.
wir haben dort müslikekse gegessen und kaffee getrunken. da ward nimmer
müde, wer zuvor müde gewesen war. und hernach schmachtend ob der
sachlage und dem verweilen mir nahe stehender menschen in der bajuwarischen
landeshauptstadt, habe ich dann ein verhältnis mit meiner strukturtapete
begonnen. die strukturtapete in meiner temporär besiedelnden wohnung
ist sehr sexy und sympathisch zugleich. ich befürchte nur, ich muss sie
noch viel länger ertragen, als mir lieb ist. mein hof sieht aus, wie
dresden ’45. ich habe angst. aber nur ein bißchen. man hat mir dann
im laufe des pseudogestrigen abends das verhältnis mit meiner strukturtapete
untersagt. ich hab ja auch nur spass gemacht. ich bin ja doch eine alberne
sau. muss ich mir mal abgewöhnen. muss ich mir auf gar keinen fall abgewöhnen.
und bimmel ra bimmel. jetzt kommen also helm helmo und mein ehemaliger nachbar
b.b. hier im sedanland vorbei und wollen mich zum rausche verführen,
doch bleibe ich bis in die grundfesten ein eiserner kanzler. bedeutungslos
für das internationale hufeisentum, jedoch zur zeit ein ewiger graus.
mir graust.

morgen also in echt heute am samtag werde ich in der bajuwarischen
landeshauptstadt den dodge caravan von love lovner verlassen und mich ausserhalb
von oktoberfestgetümmel und landtagswahlenmassaker in bergnähe aufhalten.
das hat mir die finnin versprochen das geht. das muss gehen. dass die bayern
bitte nicht den herrn stoiber wählen sollen, kann ich mir an dieser stelle
wohl sparen. bayern wollen das alles so bleibt wie’s ist. das ist auch derren
gutes recht. nicht alle menschen die in bayern ansässig sind oder dort
entstunden sind so. das weiss ich und das freut mich. schöne zeit ich
wünsche.

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[lötkolbenkaleidoskop]

schau mal der michel bichel musste jetzt heim, weil sonst ein
baum auf sein hab & gut gepurzelt wäre. das war aber doch bestimmt
nur ein vorwand. wer fällt denn freitag um dreiviertel sechs bäume.
so was gibt es doch gar nicht. vielleicht in indien oder in burma, aber hier
ist so was gar nicht drin. aber nun ist er dennoch entfleucht. wir konnten
ihn nicht halten. schade.

nun ist der frühabend herein gebrochen. schnell habe ich
mir noch dieses wundersame bärlauch pesto beim hazelnutladen gekooft
und nun sehe ich mal, was ich an einem freitagabend mit einem glas bärlauch
pesto alles anfangen kann. es wird bestimmt full krass. ich werde ganz unruhig.
mir ist gar nicht wohl. alles dreht sich. hach. aber ich…

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[how green is the valley]

fragt nur kinder. grün sind wir hier bisweilen alle. bomm
bomm projektieren. und es surrt so leise vor sich hin. die rechner machen
ihre arbeit. bisweilen knarzt der sessel von r.k. ein zeichen, dass es angerichtet
ist. rub rubner und ich blicken mit sanftem lächeln in den weiss/blauen
himmel und auf das was darunter weilt. weil wir das lieben. weil wir damit
leben können. der großartige r.k. und der wunderbare patrickant
runden das bild ab. wir fangen jeden tag neu an diesen zustand zu lieben.
wenn es brummt. wenn die zeit davon rast. wenn man dann und wann zur besinnung
kommt und das eigentliche als fragment am firmament steht und unsere blassen
nasen in warmes licht taucht. so kommt’s tag für tag. bleibt und wird
uns an diese tage erinnern. wir halten einen augenblick inne und dann rollt
der zug wieder langsam an.
1. klasse. die fenster runtergezogen und die haare flattern im wind. so ist
das.

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[weit weg / royal panoptikum]

ein tag mit lauter guten news. das ist doch nicht zu fassen.
mein lieber mann. ich kann’s gar nicht fassen. das ist ein tag. zack zack.
eigentlich könnten wir uns freuen, eigentlich geht es uns gut. und wir
freuen uns auch. wir freuen uns auch. wir stellen fest, dass alles gut wird.
reagards to annett. sie hat’s uns verraten. sie hat recht.

und so ist das. smax kam noch rein und hier ist unser gruß
an eben diesen nämlich den größten singer und songwriter aller
zeiten: herzlichen glükkwunsch zum geburtstag. er ist jetzt 35 jahre
alt. das ist nicht zu fassen. mein lieber mann. so alt schon. fast so alt
wie ich. älter noch. eigentlich viel älter. und weiser und weisser
auch. und viel bekloppter noch und sehr musikalisch. freigeistig und instant
buddhaesque. er ist unser mann am neroberg. gott sei seiner seele gnädig.

einer fehlt noch. der kommt erst später. boritz unser mann
für die suppe. einer der es wirklich kann. der die puppen tanzen lässt.
der fonz.

und dann: i love you. weisst schon. von lahti nach helsinki.

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[zackenbarschhausen am rhein]

yo. und dann noch zu spät kommen. pack. aber dann gings
rund. die entwürfe für’s neue design sind eine richtung. so fingen
wir an. dann kam der stromausfall und wir saßen bloß da. die kunden
wollten jedoch ergebnisse sehen. das ist dann nicht leicht, das denen zu verklickern.
die hamm ja gewisse ansprüche und wir machen’s denen auch meistens x-trem
gemütlich, aber da gings grade nicht. ohne strom sind wir nichtse. um
nicht zu sagen garnichtse.

und gleich geht unser sonnenschein zum haarstylisten. wir werden
ihn morgen zwangsbelichten und hier abbilden. er hat illustres angekündigt,
was mit seinem haar passieren soll. har har har. wenn er sich da mal nicht
täuscht. karin k. wurde genaustens von uns instruiert. sie weiss was
sie zu tun hat. und wenn er wiederkommt, dann werden wir ja sehen. ich freu
mich schon so sehr. das wird ein fest.

und knusper knusper… plakate sind meistens aus einem stück
papier plus ein paar erinnerungen. wenn das papier zerreisst, dann bleiben
die erinnerungen. das leben das bleibt, die emotion, die liebe, die freude
und das glück und auch ein bißchen schmerz. ein kleiner gruss nach
finnlandia. wir zerreissen hier solidarisch unsere wandbehängung. bitte
lächeln.

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[monolake]

staune nicht schlecht. ich fand mich am morgen als leiche wieder.
tot vom anfang bis ende. bisweilen ist man ja selbst dran schuld, jedoch möchte
ich das jetzt nicht hören. nicht von diesen gören und schon gar
nicht von sören. ich könnt schwören…
und abends fanden wir uns wieder im zaume der royalisten. da lümmelten
sie also rum in yorckshire. sogar humppabeibi und r.k. waren da und wir jubelten
uns gegenseitig zu obwohl wir doch alle so lammfrömmig daherkommen. trotzdem.
und dann passierte was ganz ungeheurliches. rub rubner, der ja sonst so ziemlich
auf jede einladung reagiert, kuchen mitbringt, jonglier- und breakdance-einlagen…
ehm… einlegt, dieser rub rubner also, der kam einfach nicht. kein anruf,
nichts. der war einfach nicht da. keiner wusste wo er ist, niemand hatte eine
ahnung. beim morgendlichen blick in den spiegel allerdings wurde mir einiges
klar. da war es plötzlich. diese gefühl aus schuld und sühne.
diese frappanz. mit geradezu gleisendem unwillen, die dramatik des alltags,
als seinkonzept ins eigene prinzip einbauen. scheitern als chance. mut zur
lücke. im leben lacht kein gaul nicht. all das war mir in diesem einen
moment klar. meine güte.

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[bull bulla und der herbstmutantenstadl]

für gewöhnlich bleibe ich stur, aber bisweilen verneige
ich mich vor den bisweiligen qualitäten meiner freunde. an dieser stelle
trifft es bull bulla und finn dinghi. jeweils für wortwitz und lebenseinstellung.
ich ziehe meinen hut und verkünde meine liebe. es ist offiziell. heiratet
mich. und zwar beide.

mit dem herbst kehrt hier auch diese neblige punkrock attitüde
ein. wir tragen schwarz und bewegen unsere köpfe zum vier/viertel-takt.
komisch, dass heute freitag ist. gestern war doch noch donnerstag und nun
plötzlich über nacht soll alles anders sein? ich kann das gar nicht
glauben. nippe am kaffee. er ist wieder kalt. draussen rauscht es. der herbst
sitzt mir im rücken, da kann er mich beglücken. ich bin nahtlos
vom sommereuphorist in einen herbstfanatiker mutiert. herbst geht. herbst
rules voll rohr okay. neulich im herbst. der gute herbst. ein abend im herbst.
herbst my ass. ein herbst in meinem bett. im herbst bulla geht keiner mehr.
aber auch: im herbst bulla guten morgen.

ZACK

johnny cash has left the building. der country- und westernkritiker
bull bulla schreibt dazu: johnny c. ist tot. amerika
trauert. eigentlich trauern wir alle. das lebende synonym für countrymusic
ist nicht mehr. der einzig wahre man in black ist in einem krankenhausbett
in nashville für immer eingeschlafen, im selben moment sanken alle flaggen
in tennessee in trauriger synchronität auf halbmast. seinem credo sex,
drugs & country war er 71 jahre kompromisslos treu. viele legenden sind
nun nicht mehr übrig…

my name is sue. how do you do?!