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die kartonfarbrik in verla

weltkulturerbentechnisch ist wiesbaden eine null… noch! denn schon bald wenn ER (nicht boris kirchdörfer) es so will, wird sich alles ändern und zum angeblich besseren wenden, denn dann wird wiesbaden zum weltkulturerbe ernannt. hab ich gehört. ich weiss allerdings gar nicht ob ich das will. hier ist ja eh schon tote buxe angesagt, wie soll das erst als erbe werden. erbe ist irgendwie uncool. ich möchte in keinem erbe wohnen. erbe ist scheisse. dann wollen die ganzen erbschleicher auf einmal hier wohnen und machen alles dreckig. nichts da, erbe my ass. unten auf dem bild kann man den see sehen, der in der nähe der kartonfabrik in verla / finnland liegt. die kartonfabrik ist schon weltkulturerbe. da kann man sehen, was man dann davon hat. die sind doch nicht glücklich da mit ihren blödsinnigen sonnenauf- und untergängen. die sind doch die ganze zeit nur am saufen. was soll denn daran schön sein. ich will das nicht. ich hab angst. och, jetzt aber mal wirklich…

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eselspudding

also gut. es ist schon wieder donnerstag. marlon brando liegt mit einer seltenen und ebenso seltsamen auswurfkrankheit im bette und hustet, bmw williams stoisch wie eh und je sitzt am schreibtisch und wackelt mit den ohren, r.k. hat eine wunde am hals und blutet alles voll, jana zett blickt konzentriert auf den monitor ihres riesigen notebooks und simuliert schwerstarbeit und ich blicke gebannt auf die vier senfgläser, die vor mir stehen. vier von 18 senfen, die wir für den großen (sic!) senftest (sick) gefressen haben, wie als wenn wir mehrere wochen nix mehr zu essen bekommen hätten. mir sieht man das ja auch an. ich leide an schwindsucht. man schröpfe mich und lasse mich anschliessend zur ader.
jetzt ist donnerstag und ich trage in meinem kopfe die kaspar-melchior-balthasarische aufgabe ein februarmagazin zu erschaffen herum. mein armer kleiner kopf. was muss er sich alles gefallen lassen. eines tages jedoch, wenn ich als letztes geräusch aus dieser bratwurstmatrix in der ich seit fast 38 jahren gefangen bin, ein leises klick vernehme, wird das rauschen meinen alltag begleiten und äh…
situation ist so: mein haus steht still und starr. der hund liegt faul im bett, möglicherweise träumt er echt zu sein. ich starre ihn an. er rührt sich nicht. bett, auch ruhig und still, gleichsam starr, starrt mich an. ich starre zurück, starrsinnig, feinsinnig. fein. meine lampe, sagte man mir im geschäft brennt gut, das wäre nicht gut, das wäre, um es optimistisch auszudrücken, ungnädlich, menschlich unerträglich, unsäglich. knade. knarde. ich glaube noch. und dann ausnahmsweise mal ruhig und gelassen, auch warm, fast wärmend, die metallplatte, mit der weltkugel als internetz drauf und plärrend von porsche designed ein kraft-durch-freude radio von, im grunde nichts falsch gemacht, einer firma aus walserland. platten, auch nichts sagend, nicht nichtssagend, hinter mit halten das messer fest in der hand, in der inderhand hinterhand und drohen sich zu gebärden. ich würde schreien, würde ich das sehen können. ich drehe mich nicht um, in der hoffnung meine platten stünden starr herum und lassen mich in ruhe, versuche ich mein geh hirn ins lot… wankend zwar… aber ins lot zu bringen. die fenster mit blick nach draußen in die weiße hölle, in die vermeindlich weiße knatschige vorirgendwaszeitlandschaft, was weiß ich von der hölle, aber diese fenster sehen mich an und dann nach draußen ins, wie gesagt, land. die dänische musikmöbel spielt klaviermusik. es ist kurz nach zwei.

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hüroglüfen

was macht denn michael schuhmacher (der unsägliche) beim papst (der unsägliche)? naja. was ich darüber gerade im radio höre, kann ich nicht wiedergeben, es ist unsäglich.
so. aber man muss auch verzweifeln können. der papst darf auto fahren, der dalai lama nicht. schade eigentlich. das kommt davon. seltsam, aber so steht es geschrieben. da muss man dabei gewesen sein.

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neue royalistin

menschen die ca. ein viertel meiner masse ausmachen, müssten eigentlich hochkant aus dem sedanland fliegen, doch warum eigentlich? das erinnert mich an asterix und kleopatra, als dem einen architekten (dem guten) beim mit-gold-überschütten noch der hintern rausschaute, doch warum eigentlich.

ABER
ich höre im radio amerikaner. sie erklären gerade, dass das wählervotum vom 2. november ja ganz klar aussage, dass der amerikaner für den krieg im irak war und ist. danke schön. billigend in kauf genommen. ich muss gleich kotzen, ähnlich wie herr zimmermann nach dem verzehr von estragon-senf. wirres zeug ich rede. mein vater ich bin. wir haben eine neue mitarbeiterin. jay-z. jay-z klingt allerdings eher männlich, hip hoppisch, nativ-amerikanisch. aber ganz so ist es ja nicht. aber so ähnlich. ihre aufgabe ist es, das royale-chaos in den griff zu bekommen. was heisst denn hier chaos? naja, wenn man eine zeitung macht und lauter webseiten, grafikdesign und mahnwesen und mülleimer ausleeren, kunst organisieren, druck administratione, telefonieren, rumkommandieren, haas sitzt auf dem stuhl und gibt anweisungen, flips kaufen, kaffee kochen, tomaten vierteln, tisch wischen, musik editieren, apple.de kukken, spiegel.de kukken, aus dem fenster kukken, meelbiin machen, finnin anrufen, finnin nochmal anrufen, bull bulla beim schreiben zu kukken, holz hacken (naja), feuer machen, schachfiguren schnitzen, schnitzel braten, frieren, heizung hochdrehen, papier kaufen, r.k. beim stirn in falten legen zu kukken, r.k. beim freudig erregt sein zu kukken, texte schreiben, klassenbuch schreiben, tippfeler machen, tippfehler korrigieren… das ist irgendwann alles zu viel. also: jay-z. jana. guten tag. wir sind gespannt.

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harry hirsch

ach die engländer sind witzig, sie können so schön vergessen. damals in afrika, was haben wir gelacht und gewonnen um später zu verlieren. zum glück. soll doch prinz harry seine nazi-uniform anziehen. darum gehts ja letztlich ohnehin nicht. blödes geflenne der betroffenheitsweltmeister. ich erinnere nochmal an die mia-diskussion im sommer und im dezember rennen genau die gleichen deppen in den schlachthof zu motörhead (keine nazis) um sich zusammen mit hundertern anderen glatzköpfen (diesmal schon nazis) beim gebrüll von lemmy und seinen kumpels köstlich zu amüsieren. ach jeh. das ist alles nicht das worum es geht. mit einer nazi-uniform sieht man ja allerhöchstens lächerlich aus. mit csu-politikern die auf kosten von ausländern und asylbewerbern wahlkämpfe gestalten, sieht ein land dafür ganz schön scheisse aus.

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bannmeilendurchfall

ja gut, eeeh… wenn ich’s recht bedenke, bleibe ich einfach gleich liegen. liegen haben kotze locken. und hier übertreibe ich nicht. ich ärgere mich nur über meinen bandscheibensalatigen rücken. der hat mich nicht mehr lieb. und einen fluch spreche ich gegen die belegschaft der kernspinner am hotte schmidt hospital aus. blöde und schlechtgelaunte zicken mit nix im kopp. ihr werdet noch schmoren in der hölle und auf erden. was glauben die eigentlich wer die sind, mit ihrer blöden röhre da hinten im matsch zwischen schelmengraben und freudenberg. blöde kühe.

so. soviel dazu. also ich bin froh mein kleines ei-büggelchen hier zu haben, da kann ich auch vertikal arbeiten. ein beruf im vertikalen gewerbe, das war’s was ich mir seinerzeit gewünscht habe. im kindergarten der bergkirche zu wiesbaden. ich kontaktarme frohnatur.

so und jetzt werde ich versuchen meinem leben als hufeisenmagnet weiter einen sinn zu geben. vielleicht bestelle ich mir ja auch essen auf rädern.

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die unschuld vom lande

hallo selbstverwirklicher und alkoholiker. hier ist wieder das klassenbuch und auch diesmal mit wunderbaren weisheiten aus 1.000 religionen und mehreren philosophien verschiedener herkunft. zunächst sei folgendes erwähnt: dienstagabend saß ich mit einer freundin auf dem sofa und auf rbb lief mal wieder bowling for columbine. dort lauschte ich einer rede des in den us of a einheimischen präsidenten, der plötzlich und für mich völlig unerwartet von evildoers sprach. das hatte ich so nicht erwartet, aber es gefiel mir und so musste ich es unbedingt erwähnen und warum, so dachte ich mir, nicht als überschrift meines mittwöcheligen klassenbucheintrages verwenden. dass jedoch nun ein nicht mehr ganz so junger mann, der noch am dienstag seinen, ich glaube 35sten geburtstag feierte (hoch soll er leben – dreimal hoch…), glaubt ich habe damit ihn gemeint, das hatte ich so nicht erwartet, doch es gefiel mir. zur aufklärung beitragend, es war kein wink mit dem zaunpfahl und das postgeburtstagskind (gleichzeitiger kolumnist des stijlroyalmagazines) muss sich keine sorgen machen. alles wird gut und vielleicht sogar noch besser, denn genau jener sollte sich langsam mal kolumnial-gedanken machen. ich will resultate sehen.

im übrigen möchte ich darauf hinweisen, dass ich nun mit der langjährigen tradition, stets am ende des eintrages auf das lied des tages hinzuweisen, breche. da muss man sicher brechen, aber mir gehen lieder auf den sack. ich kann keine lieder mehr ertragen. lieder sind der letzte scheiss. manchmal sind lieder das schönste auf der ganzen welt, aber dann auch wieder der letzte scheiss und genauso eine dumme sau, wie die sonne, der kölner dom oder der himalaja. ja es stimmt, lieder sind eine dumme sau. dumme sau zu schreiben macht einen solchen spaß, ich kann gar nicht mehr damit aufhören. aber nicht dass mir unser kolumnist wieder eine mail schreibt… er ist keine dumme sau. ich möchte sogar sagen, er geht. auf jeden fall werde ich mir erlauben hin und wieder das buch des tages, den film des tages, das bild des tages, die fernsehserie des tages oder einfach irgendwas anderes des tages dort einzutragen, wo bis gestern und seit dem 1. april 2003 immer das lied des tages stand. ist das jetzt jedem klar? auch denen da hinten in der letzten reihe, die unter der bank prontohefte lesen? ich wills hoffen. nächste woche schreiben wir eine klassenarbeit. das thema dann: der buchara-teppich im micky maus heft

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the evildoer

wie schön einfach die englische sprache manchmal ist… erstaunlich. finden sich nicht auch herr bulla? sie kennen sich doch aus in der englischsprachigen sprache. während hingegen ich ein meister im maul halten geht bin. behaupte ich jetzt einfach mal.

so!
cola light mit zitrone am morgen vertreibt kummer und sorgen. das gönnt man sich, wenn man von karottensäften, brottrunk und fencheltee die nase gestrichen voll hat. auch ein kleines detail aus meinem langweilgen leben. ein leben das sich nicht an das bekloppte wetter da draußen gewöhnen möchte. das wetter, die dumme sau, könnte ja auch anders sein. ich weiss, dass das geht. ich hab das auch schon beobachtet. aber das wetter, die dumme sau, will einfach nicht. so muss ich darben und mit r.k. frohe farben des kunterbunten auf das papier (monitor) zaubern, damit andere wenigstens ein klitzekleines stückchen erblühen im gehirn und anderswo, angsichts unserer schaffenskünste, die ja bekanntlich sehr erregend und beglückend sind, das höre ich immer wieder. aber da höre ich gar nicht mehr hin. ich kann lob nicht ertragen. kritik auch nicht. gleichgültigkeit aber auch nicht. was dann???

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kein schöner land

r.k. hatte heute ganz recht, als er sagte, dass wir ja angesichts verschiedener krisenherde weltweit, nur micky maus sorgen haben… oder waren’s mickey mouse sorgen? er hat in jedem falle recht. was soll’s denn auch. mein lieber schwan. irgendwie monströses desaster, dass einem da beim plätzchen essen an weihnachten um die ohren geschlagen wurde. wer hätte das gedacht?! über die vorrunde bei den betroffensheitsweltmeisterschaften bin ich ja noch nie drüber hinaus gekommen, aber nun als quasi tagesdecke die flut über allen sorgen, gedanken, rotweinflecken und bandscheibenvorfällen (jawohl) und relationelles abwägen als weg zum ziel. da kommst du schon ins grübeln. nichts neues in eueren intellektuellen köpfchen, nicht wahr? habt ihr alles schon gewusst. das gönn ich euch ja auch, aber gesagt hat’s keiner. erst hinterher. wie immer. also wünsch ich den lieben leuten im süd-osten der erde trockene füße und sauberes wasser und dass die spenden wirklich irgendwie da ankommen wo sie gebraucht werden und nicht in der bürokratischen einöde versickern. zum beispiel fand ich die idee mit den spenden-sms ja ganz gut, aber warum muss die telekom 35 cent behalten. wären fünf cent nicht wirklich genug gewesen? oder null cent. das wäre doch echt knorke gewesen von der telekom. aber die telekom… das ist schon eine. und nicht nur die telekom, die anderen… die sind alle auch schon eine. und das ist mein ernst.

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einbahnstrass und glitter

kein kater, keine koppschmerzen, kein nix. einfach ein paar freunden beim jahreswechsel zugeschaut, die finnin gedrückt und dann war das neue jahr ein alter kumpel.

ABER
wenn man sieht, wie anderswo die hütten der gesamten nachbarschaft plus hüttenbewohner von der flut weggespült wurden, da fällt es schwer über eine verfaulte apfelsine oder über die preisstruktur der deutschen bahn zu jammern. auch dass die neuverfilmung von „planet der affen“ inzwischen conan-der- barbar-charakterzüge angenommen hat, ist dann nicht wirklich schlimm. ich hab vergessen wer die lieben und wer die bösen affen sind und stelle mir gerade die frage ob es in diesem film auch böse menschen gibt oder ob die alle von grund auf gut sind. ach tim burton, was soll denn das? ärgerlicher sind da die voll duften rucksacktouristen mit ihren voll duftenden dreadlocks, die ich heute im tv-gerät betrachten durfte, als sie erklärten wie supi-lässig und casual das jetzt insgesamt in thaiiland ist. und weil das so ist bleiben sie einfach ein paar wochen länger und machen mal so richtig einen auf dicke hose. gut erkannt ihr arschgeigen.