ach und oh weh. vielleicht, wenn ich voltaren mit der abc-salbe
kombiniere plus zwei, drei valeronen und diese anderen komischen
tabletten, derren beipackzettel das nackte grauen erzählt… wird alles
gut. ich wage es jedoch zu bezweifeln. jedenfalls fallen die
wärmepflasterempfehlungen von helm helmo immer hinab oder sie liegen
irgendwo im bett oder ein hündchen klebt dran oder das
mentholatum-spray namens deep heat oder lebkuchen von der nachbarin
oder oder oder. ein desaster ist das. von wegen stabile seitenlage. ich
habe keine lust mehr. ich wäre so gerne im sedanland und würde dort…
ach wäre das schön, aber der vermaledeite rücken beschert mir
beschwerungen. eins ums andere mal. die dumme sau. also liest man
uralte mails und fragt sich, wie’s damals eigentlich war oder man
träumt vom kunstturnerdasein. so was halt. in der nacht. und wie wär’s
da ohne die da draußen, die liebe freundesschar. die mir DSL-kabel
vorbeibringen oder tee oder cola oder salbe, medikamente, capuccino,
rollstühle, krücken, lebkuchen, pizza, elektronische grußkarten, cds
oder bücher. danke ihr süßen frätzelchen, aber bedenkt auch, ich liege
nicht im sterben, jedenfalls hoffe ich das. das hoffe ich sogar sehr,
denn es liegt ja noch ein rumpeliger weg vor mir, da will ich nicht
vorher entfleuchen und mich vor der verantwortung drücken. euch drück
ich jedoch. jeden einzelnen und zur abwechslung auch mal längst
vergangene, das großkaspertum und die rüden und müden und r.k., helm
helmo, die schnick, frau wilke, die finnin… quak quak quak… aua…
ach jeh…
rückenlage
aua. männer können excellent jammern. hier bin ich ganz mann, doch
mitleid ist der multiplikator des elends. das habe ich mit 14 jahren
unter der modelleisenbahn liegend einem geklauten „antichrist“
entnommen. seitdem frage ich mich, stimmt das oder nicht und lass meine
laune und mein gefühl entscheiden (bitte keine post zu diesem thema,
ich weiss wie’s gemeint war). heute verlange ich greinend
mitleidsbekundungen en masse. aber nur gut gemeinte und nur von…
äh… naja.
der gang zum arzt ist mir eigentlich ein graus. ärzte scheinen oft gar
keine lust zu haben, arzthelferinnen sogar noch weniger. in diesem
falle hatte der arzt wohl schon auch ein gewisses potential an
sorgenfalten, die er entfächerte, die jungen praxisdamen allerdings
muteten wie roboter an und verzogen keine verständnismine, welche man
aber gut gebrauchen kann, wenn man wie ein hufeisen in der anmutung die
manege betritt und sich reichlich albern und zimperlich zugleich
vorkommt. aber nun. es gibt schlimmeres. zum beispiel die stabule
seitenlage… stabule ist natürlich falsch. bambule wäre besser
gewesen. ob wohl bambule immer noch im giftschrank eines der ARD
angeschlossenen sendehauses liegt? und was liegt noch so alles in so
einem giftschrank? ich hätte gerne einblick. aber zunächst hätte ich
gerne den aufrechten gang zurück. mein leid ist das hufeisen. es
entbehrt nicht einer gewissen komik mir beim fortbewegen zu zuschauen.
das muss aufhören. sofort!
austraging
ich gehe wie ein hufeisen… ich sehe aus wie ein hufeisen. mein
rücken… aua. das ist die böse nachricht (als gäb’s sonst keine…),
die gute ist, dass alle hier rein rennen und uns das magazin aus der
hand reißen. erstaunlich. wir sind im verteilen noch gar nicht mal so
extrem weitreichend, aber jeder den wir kennen hatte bereits eins in
der hand (wenigstens das, was er uns aus der hand riss). das macht doch
spaß. das ding brennt. herrjeh. was haben wir da aber auch für eine
schnapsidee umgesetzt. jetzt haben wir eine stadtzeitung.
und hier im sedanland ändert sich auch alles jeden tag. alles wird
mehr. sehr spannend und auch ganz schön weirdo. wir sind ganz schön
aufgeregt. was uns herr brando da jeden tag neues erzählt… das hätte
ich nie gedacht. ich bin ja auch noch so klein.
ansonsten warten wir auf das pawlow-kichern. irgendjemand wird schon
was zu meckern haben. wir würden doch nicht in dieser stadt leben… in
diesem land leben, wenn das nicht so wäre. also sind wir auch darauf
gespannt. dann wär’s wie immer: intellektueller speichel über leerem
napf. aber das wird nicht schlimm sein. das können wir mit unserem
lebemut locker kompensieren. hust. pfeif, quietsch!
friggaseeh
wenn beyonce mitmacht wird alles gut. dieser leitsatz sollte auch in kommenden generationen nicht verloren gehen.
so. genug davon. es gibt viel zu tun. marlon brando und r.k. fahren zusammen und durch dick und dünn, während r.k. wie wild blinkt, schaltet, kuppelt, den motor abwürgt, bremst und ins schlingern gerät (hoffentlich nicht alles auf einmal), knüpft marlon brando kontakte. das machen die beiden und ich bin froh, dass ich diese paar zeilen hier in meiner fischgrätigen wohnung, angehör einer miles davis schallplatte mit dem günstigen namen „a tribute to jack johnson“, ins ibook tippen kann. die heizung bollert, es riecht nach tannennadeln und an meiner seite steht eine schöne kühle flasche kranheimer heill. einziger wermutstropfen ist, dass die finnin gerade zu unseren freunden vom schönscräg getappt ist, um sich das haupt verzieren zu lassen. so bin ich auch ein wenig einsam und frage mich was ich mit einem arbeitsfreien tag anstellen könnte. ich könnte miles davis hören, aber ich könnte auch sarah connor hören. sarah connor my ass. nein ich könnte nicht sarah connor hören. dazu wird es wohl nie mehr kommen.
sing kleiner john ross, sing!
beinahe hätte ich schon wieder dezemeber geschrieben, aber ich darf nicht. bmw williams hat’s mir verboten. sie ist der chef. das muss ich einsehen. sie ist aber nicht nur der chef. nein. sie ist auch eine lektorin vor dem herrn und viel vernünftiger als zum beispiel ich. sie ist in jungen jahren schon so vernünftig, das ist im prinzip so überhaupt gar nicht möglich. wie vernünftig wird sie dann erst in 15 jahren sein? supervernünftig? hypervernünftig? oder vielleicht gar nicht, und sie liegt von morgens bis abends auf einem riesigen rosa satinkissen und isst gebratene tauben, sowie sahnetorte. und wenn ja, wäre das dann unvernünftig? was vernünftigeres kann ich mir kaum vorstellen. diese tortensendung auf arte, hat mir eben den verstand geraubt. also gut.
ja und hallo druckerei… das magazin kommt erst morgen von der druckerei, ungefähr 12. trilliarden menschen haben heute schon danach gefragt und das geht so: einer drückt die sedanlandtür auf, steckt den kopf durch den spalt und sagt „und?!“. was und? naja, aber nun kommt’s erst morgen raus.
frau thorwarth versucht mir indes weiß zu machen, sie sei krank, hätte fieber und wäre am boden. das würde man ja wohl hören. ich jedoch höre nichts und sie sieht auch nicht so aus. sie sieht eigentlich aus wie immer. ich glaube, sie will auf sich aufmerksam machen. dabei starren wir sie doch alle wie paralysiert an, wenn sie das s-land betritt und gerade, aufrecht wie der spazierstock eines grafen durch den raum lustwandelt. ja was denn noch? annschwellender bocksgesang? botho strauß wird heute sechzig jahre alt. herzlichen glückwunsch. was anderes kenne ich ohnehin nicht, ich bin schließlich relativ dumm.
marlon brando
jetzt geben wir den pferden die sporen. heult nicht liebe tierschützer, es ist ja nur symbolisch. in wirklichkeit würde ich mich der fairness halber nicht auf ein pferd setzen. das wäre nicht recht. das pferd wäre sicher nicht glücklich. vielleicht würde ich mich als quäker verkleidet in eine kutsche mit abgerundete ecken setzen, aber nicht auf ein pferd oden drauf. und sporen würde ich höchstens einatmen und dann niesen.
wir geben also (symbolisch) den pferden voll rohr die sporen, rammen sie dem gaul in den bauch bis er vor freude nur so tanzt… alles symbolisch… die prärie ist weit und wir müssen jetzt drüber reiten. hoppel hoppel… popoppel. jetzt geht’s los. bald sind wir mehr und auch noch herausgeber eines magazines und auch noch bestückt mir marlon brando und mit elan, verve, verlangen und dem milchjiper. frohes schaffen.
ukraine
die ukraine hat nicht nur birken, aber auch. auch birken. vielleicht hat die ukraine auch bald neuwahlen. zu wünschen wäre es ihr. sergej bubka sollte präsident werden. schließlich sprang er dereinst am höchsten. ob die opposition mit dieser entscheidung zu frieden sein wird, vermag ich nicht zu sagen. unsere (lächerliche) opposition ist ja nie zu frieden. aber naja. ist ja irgendwie auch verständlich. also warten wir nicht auf die regierungen, sondern handeln selbst. es gibt keine „die da oben“. wir sind die da oben. glaube schon. morgen ist adventskalenderzeit. ich bin in stolzem besitz eines finnischen adventskalender. das ist sehr aufregend. frohen letzten november.
ukraine
die ukraine hat nicht nur birken, aber auch. auch birken. vielleicht hat die ukraine auch bald neuwahlen. zu wünschen wäre es ihr. sergej bubka sollte präsident werden. schließlich sprang er dereinst am höchsten. ob die opposition mit dieser entscheidung zu frieden sein wird, vermag ich nicht zu sagen. unsere (lächerliche) opposition ist ja nie zu frieden. aber naja. ist ja irgendwie auch verständlich. also warten wir nicht auf die regierungen, sondern handeln selbst. es gibt keine „die da oben“. wir sind die da oben. glaube schon. morgen ist adventskalenderzeit. ich bin in stolzem besitz eines finnischen adventskalender. das ist sehr aufregend. frohen letzten november.
geschmack geschm
produktion ende. wir sind ganz traurig. jetzt gehtse in druck. wenn wir allerdings jedesmal so prätentiös sind, dann wirds anstrengend. soll ja… ach egal. man muss sich ja genau überlegen was man sagt, sonst ritze ratze wird gleich wieder gallensaftigkeit verspritzt, die leut‘ können halt nicht ruh‘ halten. machen ja auch nicht so’n tighten shit wie wir. grunz. schon gut.
so und nun schaue ich mal viva. ist auch nicht oft zu ertragen, aber beginner sind zu gast. die sind schon ganz okay. aber das langt auch schon jetzt. im ersten feiert der sozialismus fröhliche urständ… man hat mir ja geraten „fröhliche urständ“ nicht mehr zu benutzen, das sei doof. doch da muss ich widersprechen. das ist ja wohl die höhe. „fröhliche urständ“ rules voll okay. ich hätte gerne eine maschine die aussieht wie erich honecker und sich auch so anhört und die die ganze zeit sätze unter verwendung der redewenung „fröhliche urständ“ sagt. und jetzt zeigen sie sachsen. hihihi. diese sachsen. soxen. und es gibt worscht. in sachsen gibts bestimmt oft wurst. in thüringen ja auch. und in nürnberch, frankfurt, wien, new york. wurst is ganz schön chic. ohne wurst wüsste ich weder ein noch aus.
nächste woche kaufe ich mir einen maybach… naja vielleicht nicht nächste woche, aber schon bald. dann sag ich bescheid. dann miete ich mir hinten im sedanlandhof zwei parkplätze und stell den quer da drauf, setz mich mit meinem honecker roboter da rein und esse wurst. eine schöne zukunft. und gar nicht mal so teuer.
noch x-tremer magazining
achtzig stunden wochen machen mir eine große freude. so muss man sich wenigstens nicht seine luxuswohnung ankukken und behält so ein gewisses augenmaß. wenn ich mir aber den ganzen tag diesen gipskopf anschaue, meinen parkettboden in fischgrät, wenn ich auf meinem sofa lümmel und miles davis platten lausche oder gedankenversunken meine cerankochplatte poliere oder auf dem aufblasbaren ding rumschaukel und versuche sophie dannenberg zu lesen, wenn ich mir einfach ein paar datteln mit ziegenkäse in rinderschinken einwickle und das auf meiner frisch polierten ceranplatte in einer kuperpfanne brate… dann äh… ach quatsch. achtzig stunden wochen sind besser. realistischer, härter, bekloppter, vorweihnachtlicher, kapitalistischer… räusper.
gerade dachte ich unsere nationalthorwarthsfrau nünnte mich schnuffi, aber dann stellte ich fest, dass sie höchstselber schnuffi genannt wird, das ist natürlich interessant. schnuffi. schnüff. ist joão carlos bach extase oder nicht? ich wäre gerne firmer. bach und jazz ist dasselbe, wenn man will.
es ist der erste advent, er ist gleich rum, ich habe keine kerze entzündet. mal sehen ob ich nächsten sonntag mit der finnin zwei kerzen entzünde. jeder eine. das wäre doch schön. dann funkeln die augen so schön, im kerzenschein. nach einer achtzigstundenwoche.






