Ach bitte mal ein Klick auf diese Dame und dann ein Blick auf dieses Blöggchen mit seinem zauberhaften Eintrag.
Bitte / Danke 🙂
Ach bitte mal ein Klick auf diese Dame und dann ein Blick auf dieses Blöggchen mit seinem zauberhaften Eintrag.
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Eigentlich wollte ich ja was über das gestrige AAA schreiben. Ein bißchen Ärger ablassen, Hohn und Spott auskippen, mich aufregen, aber dann dachte ich, interessiert die Typen, die das veranlassen, doch eh nicht. Die sind doch mit sich selbst, ihren SuVs und ihren Postkärtchen beschäftigt. Da dachte ich, wennste jetzt was schreibst, heißts doch gleich wieder, ey der ist doch eh nur beleidigt. Aber warum um alles in der Welt soll ich denn beleidigt sein? Ihr müsst doch mal selbstkritisch sein, das Event findet doch nur in Euren Köpfen statt, die Leut wissen doch gar nichts davon und die Stadt schert sich einen Scheiß. Wie immer. Die Stadt ist so traurig planlos und ohne wirksames Engagement, das erzeugt Depressionen. Wie konnte es die Stadt denn nur bis hier hin schaffen? Die müsste doch längst zwischendurch verreckt sein, die Stadt. Ich meine, haben Sie schon mal in dieser Stadt gelebt? Das kann man sich sonst kaum vorstellen. Wenn die Stadt nicht den Wald und den Historismus hätte, dann könnte man sie wegwerfen. Aber ich reg mich nicht mehr auf. Ich bin so o_O mit der Stadt. Ach naja, es ist ja auch nicht alles schlecht mit der Stadt. Die Wiesen, die Häuschen, der Wald, die Quellen und natürlich die größte Kuckucksuhr der Welt. Und der Metzger in der Yorckstraße, naja und unser Büro und das Magazin. Hätten wir an all dem was ändern können. Hätte ich die Hand reichen sollen? Was fragst Du mich das? Ich reiche und reiche, doch man ziert sich noch nicht mal. Die Stadt schaut weg und verblutet langsam.
Du musst, sage ich mir, das eigene Leben wieder entdecken, ganz ohne Stadt und dann bleiben in diesem Brei an Unkultur und Semiprotz. Weil hier die Freunde leben, also nicht so tolle, originelle Kunsttypen, sondern welche die rackern, die mich nicht verstehen, die kurz vorm Abgrund aus ich-könnte-ich-machs-aber-nicht stehen und heulen, die Desillusionierten und Pampigen, die Säufer und Einsamen, Umzugshelfer, Kollegen, Hackfleischköche, halt Freunde. Also bleib ich noch ein bißchen, so halb, so halb und dann doch in die Großstadt, wenn keiner kukkt. Aber erstmal wieder Gejammer ins Internetreinschreibsystem reinschreiben. Wo kommt das bloß her, dass man immer wieder so ist, wie man ist?
Unter allen Kommentaren zu diesem Insinternetreinschreibsystemeintrag verlosen wir ein Ajoo-Shirt in orange / größe L oder M. (An alle XS- oder S-Girls: das T-Shirt könnt Ihr auch prima an Euren Macker weiterverschenken). Hier ein Link zum Ankukken und auch kaufen: http://twiturl.de/ajoo
Einfach in den Kommentar schreiben, was Ihr Euch bei all dem gedacht habt.
Wir benachrichtigen den Gewinner oder die Gewinnerin morgen (18. April 2009)
per Mail.
Meine Arbeitskameraden werden sich sicher freuen, mal abgesehen von einem, der sich ja nicht mehr freut, denn ich sehe heute exakt so aus wie Elvis auf Hawaii und ich bin druff wie Elvis auf Extasy. Was will man mehr?!
Über Twitter schreiben ist ja jetzt total in. Ich hab auch schon öfter. Und ach, es erfreut mich ja auch. Das ist ja grad so die Sache. Als wärs nahtlos ins Leben übergegangen. Diese Leute, diese Orte, die Informationspolitik, der Sachwitz und schließlich kam die Idee teilzeitig nach Berlin zu ziehen. So. Das mach mal, anderes soz. Netzwerk. Das will ich sehen. Das haste nämlich nicht drauf. Und im Büro da reden sie schon auch von Wirtschaftskrise. Ich hab das ja verboten, aber ich musste unserer neuen Kollegin doch die Firma und die Zustände erklären. „Jasmin“ habe ich da gesagt, „Jasmin, pass auf, ich erklärs Dir jetzt mal ganz genau. Das hier sind die Toiletten. Eine Badewanne haben wir auch. Dienstags kommt die Biokiste und das ist Dein Arbeitsplatz.“ Da hat die Jasmin so komisch gekukkt und ich dachte, oh, das ist schon wieder alles zuviel. Ich rede auch immer so unglaublich viel in solchen Momenten. Will alles erklären, ein Erklärbär sein will ich nicht, bin ich aber. Und dann ist es mir rausgerutscht. Wirtschaftskrise. Und alle haben o_O gemacht. Wobei ich ja finde, das o_O so aussieht wie Donald Duck, als er Gustav Gans eine fingierte Schatzkarte hat zukommen lassen. Da hat sich Gustav Gans natürlich gleich auf den Weg gemacht um den vermeindlichen Schatz zu bergen. Und dann saß Donald Duck eines nachts am Küchentisch, kann nicht schlafen, aß ein Sandwich und machte sich Gedanken darüber, dass Gustav Gans zu Schaden kommen könnte und dann kukkt er halt so… also das Bild kennt doch wirklich jeder. You know what i mean? Natürlich, nee is schon klar. So in Bildern zu denken, ist nicht jedermanns Sache. Aber der @kcpr sagt immer, nee, das o_O ist was anderes, das ist so, wenn man… und dann zieht er eine Augenbraue hoch und macht ein Auge groß, während das andere klein bleibt und ich denk so, das kanns ja wohl nicht sein. Da hätte ich ja jahrzehntelang die Leute irrtiert, weil, wenn ich gedacht habe ich kukk mit gebrochenem Blick, so konsterniert und nachdenklich und die anderen sehen da aber einen skeptischen, grimmigen Typen in mir, ja wie sieht denn das aus? Da bringt ja nix. Da kann ichs auch gleich lassen. Das ist so wie mit hh hh h, was ja das hier bedeutet. Aber viele dachten, das wäre so etwas wie har har har har oder hrhrhr. Also wenn ich ein zaghaftes, verlegenes Lachen bringen will, man aber denkt ich lache höhnisch aus, dann ist alles total verloren. Deshalb denken die Leute auch so komisch über mich. Als wär ich ein total krasser Motherfucker, der die Menschen auslacht und verhöhnt. Dabei bin ich voll ocheeso zur Menschheit. Das wissen nur nicht viele und vielleicht ists auch gut so. Da kann man schön den Rallo machen. Darauf fahren die Weiber ja ab. Hoffentlich kommt nie raus, wie ich wirklich bin.
Wo ist eigentlich die Blogpuppe. Muss ick erst weinen?
Frage mich an diesem sonnigen Morgen, ob das nicht jeden Tag so weitergehn kann. Aber: Morgen hat die Drecksiphohneapplikation Regen angekündigt. Dagegen werde ich vorgehen.
Mein Shirt ist albern. So werde ich gewiss keine Ehrfurcht erwecken beim postösterlichen Meeting im Büro. Aber, what shalls. Hauptsache gesund.
Ich bin nicht @saschalobo, aber ich muss trotzdem einmal auf ein paar Dinge hinweisen.
das hier:
ist die Basis von diesem hier:
http://www.twitkrit.de/2009/04/10/karfreitag-auf-twitter/
http://www.twitkrit.de/2009/03/12/ein-quantum-trost/
http://www.twitkrit.de/2008/06/26/der-splattertweet/
und hh hh h:
http://www.twitkrit.de/2008/05/28/feedback/
bissi auch hier:
http://www.twitkrit.de/2008/05/25/das-kurze-leben-des-grandprix/
und natürlich, wen interessiert das nicht:
http://favotter.matope.com/en/user.php?user=Stijlroyal
und
http://favrd.textism.com/person/stijlroyal
Â
Macht alle mit. Danke.
Auch so eine Sache, eigentlich öfter mal ganz nett. Kaffee ist gut, hier in der Baumblüte sind wir vergnügt und haben nix zu meckern. McDoof… es gibt döferes.
Guten Morgen Frühaufsteher. Was habe ich früher gemacht, wenn ich nicht schlafen konnte? Gut hört sich an: ich las ein Buch. Das war wohl auch so. Dann aber kam schon die Phase, da schaltete ich den Fernseher an, war ich doch fernsehsüchtig. Nie hat mich jemand gescholten, ich sei buchsüchtig. Seit 1991 schalte ich den Computer an, seit 2001 ist der sogar rund um die Uhr an und dann starre ich da rein. Da reinstarren, das sagen meine zu tiefst analogen Freunde. „Starrst den ganzen Tag in den Computer“. Dabei habe ich gar keinen Computer, ich habe einen Mac. Einen Apple-Computer allenfalls. Naja gut, ich starre also in den Computer. Falls sich jemand fragt, was ich da starre, ich kanns Ihnen sagen: ich bin informationssüchtig. Das war ich auch schon früher. Ich las, weil ich informationssüchtig war, schaute fern aus selbigem Grund und nun starre ich in den Computer, weil ich Informationen erhaschen möchte. Was passiert auf der Welt der bösen Börsen, wer marschiert wo ein, was treibt der Schah von Persien, wie stehts mit der Eintracht aus Frankfurt, was denken Blogger, wer mit wem in Twitter, was könnte man machen aus Hackfleisch und Kohlrabi, wie stehen die Akazien und so weiter und sofort. Gerade ist ein gewisser @tristessedeluxe erwacht. Er schreibt: „Wach geworden. Vielleicht kommt ja was im Fernsehen?“ Dann aber veröffentlicht er ein Foto von sich. Das ist nicht hochwissenschaftlichinteressant, das ist so normal interessant, weil es die Welt ist, in der ich lebe. Die Welt in der ich lebe ist nicht nur, wenn ich abends in der Kneipe sitze (ich muss dazu sagen, dass ich nie abends in der Kneipe sitze) oder das mit der Finnin oder wenn Gäste kommen und die Arbeit, all das. Das ist mein Leben, aber das Leben im Internet und mit all den Geistern, das ist auch ein wesentlicher Teil meines Lebens, Oft dekradiere ich dieses Leben und tue so, als ob mich das nicht anficht, als sei das albern und… ich will ja nur mal kukken… ist aber weiter nichts mit „denen“. Ich kenn die ja gar nicht. In Wirklichkeit weiß ich über diese Leute mehr, als über meine sogenannten Freunde. Sie offenbaren sich, sie lassen mich wissen, wann sie traurig sind, wann wohl auf und in wie fern übergeschnappt. Das sagen sie nicht in aller Plattheit und so direkt, sie teilen es aus. Es ist diese massive Anwesenheit, die Konkretheit ihres Daseins. Und, nein, ich spinne nicht. Mal sehen, wann die ersten dieser Menschen mir beim Umzug helfen. Das ist nicht mehr fern und dann sind sie die aus dem Internet und dann sind sie nicht wertvoller geworden, nur analog. Vorher las ich ihre Blögge. Ich hatte Böcke. Zum Beispiel diesen hier von Katja Klein. Sie ist auf der anderen Seite @riot36 und wenn ich mir ihren Blog ankukke, dann ist das da näher dran an, als alles Geschwafel und wie man sein will. Ohne Worte quasi, nur mit Bildern. Doch davon konnten Sie sich ja nun selbst überzeugen. Das ist starren ins Internet. Ich kann gut auf die Erzeugnisse aus totem Papier von den Konsorten Spiegel, Zeit, taz, Welt, SZ und Spex verzichten. Man müsste sie nicht auf Papier produzieren um jeden Preis. Die Zeiten sind vorbei. Es ist mir gut im Internet. Nein, es reicht mir nicht, es ist besser als auf Papier. Haptik hin oder her. Ich starre so gern ins Internet und wenn ich dazu ein Lied von James Morrison hören will (und das will ich höchstselten), dann kauf ich mir das bei iTunes und dann hör ich es. Und jetzt könnte ich an dieser Stelle 1.000 Sachen aufzählen und erklärbärig werden, als hätten nicht schon 1.000 andere das an 1.000 Stellen gemacht, aber ich habe mich gut im Griff. Reflektionsvermögen ist noch verhanden und nimmt deutlich zu. Das kommt vom Starren in mein Macbook Pro 2,93 GHz Intel Core 2 Duo-Prozessor, mit 6 MB gemeinsam genutztem L2 Cache, 1066 MHz Frontside-Bus, 4 GB (zwei 2 GB SO-DIMMs) mit 1066 MHz DDR3-SDRAM, zwei SO-DIMM-Steckplätze erweiterbar auf bis zu 8 GB und einem 17 Zoll Monitor der irgendwie glänzt. Es ist 5:37 Uhr und die Finnin starrt in ein ähnliches Gerät. Sie verändert die Tonwerte eines von ihr mit dem Mobiltelefon aufgenommenen Bildes von einem Osterstrauß, das sie in Ihrem Strickblog posten wird. Ich werde mir gleich via Google-Earth eine Wiese aussuchen. Dort werden wir uns dann so gegen 12:05 Uhr lümmeln und in mitten von Fuchsbandwurm und Stechmücken ein Leben in barer Analogie führen. Ohne in den Computer zu starren, aber vielleicht mit einem Blick ins iPhone. Dann wird das voll ocheeso gewesen sein, dann wird das ein „schöner Tag“ gewesen sein und wären wir zuhause sitzen geblieben und hätten in unsere Computer gestarrt, hätten wir diese Auszeichnung diesem Tag sicher nicht verliehen, aber wir werden froh sein, wieder in unsere Computer starren zu können ohne lästiges Getier und gleisende Sonne. So wird das sein und ich komm da nicht hin mein Leben blöd zu finden, kann mir mal jemand helfen?