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am morgen danach. fallout19

heute habe ich zur abwechslung mal gedacht ich müsste elendlich verrecken,
was sich hernach aber als irrtum rausstellte. zum glück für alle
beteiligten. und dann habe ich festgestellt, dass im heidnischen teil unserer
republik gar kein fronleichnam ist. also ich habe es nicht erst heute bemerkt,
das war mir schon länger klar, aber heute ist es mir mal wieder eingefallen.
ich habe ja selbst einige jahre im heidnischen nordosten gelebt. ich weiss
wovon ich spreche. die heidnischen unter den ritualen (sonntags einkaufen,
loveparade, mit der U8 fahren) sind mir durchaus geläufig. aber es hat
mich nicht gerade erfreut. es war so dunkel dereinst in berlin. ich wollte
wieder heim ins reich. mein süßes wiesbaden. wie klein und mundgerecht
es doch ist. man kennt jeden persönlich und lungert den ganzen tag auf
balkonen und terrassen rum. so auch heute. und morgen auch. übermorgen
mal sehen. vielleicht entwickle ich mich ja auch mal weiter. ich glaube jedoch
nicht.

gleich ist radio. 92,5 megahertz. da kann man uns beim unsinn reden lauschen.
helm helmo und ich bereiten uns gerade gewissenhaft vor. wie immer. rub rubner
zieht es vor uns im stich zu lassen. das wird er bereuen. der ist erledigt.
jetzt muss er blechen. wenn das überhaupt mal reicht. der zahlt bis zum
jüngsten tag. dem ziehen wir noch den letzten cent aus der tasche. da
sind helm helmo und ich gnadenlos. ich würde sogar sagen, wir sind gnardenlos.
das kann man ja auch sehen.

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kommunikationsgerechtigkeit für die mischpoke

hallo freunde und freundinnen und zwar derrer zahlreich. ich werfe euch den
handschuh der freude und dann den der freiheit ins gesicht hinein. denn heute
ist schon wieder ein neuer, kurzweiliger tag. neu vor allen dingen deswegen,
weil er gestern ja noch gar nicht auf unserer erde weilte. kurzweilig vor
allen dingen deswegen weil er ja schon morgen mit an sicherheit grenzender
wahrscheinlichkeit wieder vorbei ist. sehr praktisch. gerade für uns
hedonisten. wir langeweilen uns ja auch immer so schnell.

es ist so eigenartig. rub rubner wirkt wie weggetreten. er ist mit seinen
gedanken auf ground zero. sein körper sitzt hier, aber sein geist ist
längst in new york city. der gnädige herr. vielleicht könnten
wir ihm das krönchen polieren. wie er da sitzt. och kukk doch mal. putzig
sieht er aus.

und r.k. mit seiner buddy holly brille. er sieht original genauso aus wie
der leibhaftige. also jetzt nicht wie horst, sondern wie buddy holly. obgleich
er doch längst mit dem flugzeug aus dem fenster gefallen sein müsste.
komisch. die beiden kommen mir vor wie… wie zombies. kreisch. in diesem
augenblick verspeist r.k. seine eigenen beine. ein grauenhafter anblick.

ich hingegen sitze still da und arbeite fleissig an den inzwischen ca. 250
projekten. das sind ja plötzlich ganz schön viele geworden. und
wir nehmen immer mehr aufträge an. wir werden immer fetter. bis wir platzen.
von depression ist hier nichts zu sehen. wir trinken kaffee arabica und tippen
seltsame zeichen in unsere jeweilige rechenmaschine. die von rub rubner stürtzt
dauernd ab. har har har. da wird sich daniel libeskind aber freuen. sachs
ihm keiner. der flippt doch sonst wieder aus.

und nun viel spass beim leichnam fröhnen.

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die freiheit des eigenen gehirns ist unbegrenzt

dieser satz hat eine tiefere bedeutung. allerdings nur aus dem munde eines
ausserirdischen. mir fällt gerade pünktlich mein lieblingssatz von
walter ulbricht ein: niemand hat die absicht eine mauer zu errichten. damit
man sich das merkt. hier und im umkreis von ca. 50.000 km.

hier ist es sehr warm. hui. und ich beginne mich zu rütteln und zu schütteln.
fällt ganz schön viel raus. diffuses und eindringliches und jede
menge antimaterie. wie bitte?! kukk mal nach draussen. kukk doch wirklich
mal nach draussen. die wolken schieben sich vor die sonne. es sind gleich
dreissig grad weniger draussen. mir schieben sich auch gerade ein paar wolken
vor die sonne. also vor die eigentliche sonne. die eine sonne und eben die
eigentlich sonne. zwei elementar unterschiedliche ereignisse am himmel und
im kopp. werde ich zu metaphorisch? mir steht der sinn danach.

und jetzt kommt das mäxchen (der
paradroid
) rein und stöhnt vor lust und weil es zu heiss ist, oder
nur weil es zu heiss ist oder vielleicht doch auch oder ausschließlich
vor lust. zutrauen würd ich’s ihm. er ist so. den musiktip des tages
widme ich darum auch ihm, dem lustvoll stöhnenden. seine
website
ist überigens online. bitte anklikken.

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nachmittags auf der zweiten ebene

da sitz ich und schau in den blauen himmel. die marodierte hinterhofarchitektur
macht mich froh. warum weiss keiner. ich schon gar nicht. so sitze ich da,
stund um stund bis als irgendwo her die zwerge angeschissen kommen und sich
mockieren. ich soll nicht so da sitzen, es gäbe ja schließlich
genug zu tun. ich staune zwerg, rufe ich dem einen zu, wie mutig von dir zwockel
mir hier den nachmittag madig machen zu wollen. was glaubt er wer er ist,
rede ich ihn in der dritten person einzahl an. soll er sich doch mit seinen
sprachlosen kumpels wieder in das loch verkriechen, aus dem er kam. und: welche
aufgabe er überhaupt hier habe, wollte ich wissen. er sorge für
den reibungslosen ablauf, sprach der zwerg. er sorge dafür, dass meine
fahrradreifen jeden morgen aufgepumpt zur verfügung stünden, dass
das geschirr geputzt und das silber poliert würde. ach so. deshalb musste
ich all die jahre nie spülen. und ich habe mich schon gewundert. es ist
immerhin schon marginal merkwürdig, wenn man morgens aufwacht und die
gläser glänzen im feinsten zwirn. ach, dann war das also dieser
zwerg und seine kumpels. und dass mein boden stets so fundamental rein und
unschuldig anmutet, das ist also auch euer werk. nicht ganz richtig antwortete
der sprachzwerg. das bist du selbst. jede nacht schlafwandelst du (also ich)
durch dein haus und saugst boden und wände. jede nacht mehrere stunden
lang und am ende da sitzen wir dann alle auf der terrasse (siehe bild unten)
und spielen poker und black jack. dabei, hahahaha, verlierst du (schon wieder
ich) stets dein ganzes geld und wir sind fein raus. aha. deshalb habe ich
am morgen auch nie einen cent in der tasche. man hat sich schon gewundert.
dauernd renne ich zum bankautomaten. ich trete den sympathischen zwerg mit
dem aussenwrist von der dachkante, so dass er im hohen bogen durch die luft
wirbelt. dabei erinnert seine flugbahn an die bananenflanke von manfred kaltz,
dem ich an dieser stelle herzlich danken möchte. mein leben wäre
sicher ganz anders verlaufen, hätte es da nicht die bananenflanke meines
onkels manny kaltz gegeben. das weiss ich jetzt und es tut mir leid.

velvet underground „who loves the sun“
the last minister „tribute to JB family“

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sinnentleerung am mittag

ich sag’s gleich. das heute, das wird nichts. da ist nicht viel passieren.
ein junge dame und ein herr kamen mich besuchen und brachten mir amerikanische
populärkultur näher. das hat mir zwar sehr gut gefallen, aber das
war’s dann auch schon. guten tag.

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hoch die schilde…r***

eines tages wird man uns im zeppelin über die stadt schweben sehen.
doch heute noch nicht. und das hat gründe.

ein ganzes andereses, zudem höchst erfreuliches thema, wäre zum
bleistift folgendes: der dem ordnungsprinzip anheimgefallene vlad (der pfähler)
kam heute morgen zu unchristlichsten zeiten ins sedanland und brachte mit
einigem geschick und großer kompetenz unser langersehntes firmenschild
an. in zukunft wissen die passanten, dass wir keine fahrschule sind und auch
keine garagen zu vermieten haben. es käme mir sehr gelegen. oft passiert
es, dass junge schlechtgelaunte herren hier herein spazieren um sich zum lappenmachen
anzumelden. wir schmeissen sie dann freundlich, aber bestimmt zum geschlossenen
fenster hinaus. das macht man so. da kommt man sich so männlich vor.
wer will kann es ausprobieren. r.k. kann am weitesten schmeissen. das sieht
man ihm auch an. er ist sehr muskulös und obendrein extrem gewalttätig.
gerade wenn sich leute nicht korrekt verhalten. da schlägt er gerne sofort
zu. wer dann fragt, warum & wieso, der bekommt grad noch eine. es ist
schon schade, gerade für uns pazifisten und engelsgestalten (rub &
me), dass der herr k. stets zum schlagring greifen muss. ein innerer zwang
steuert ihn. da kann man leider nichts machen… ich kann über dieses
thema nicht länger schreiben, die tränen verdecken mir die sicht…

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sonnenschein in the heart

hart, wie scheinbar sorglos die sonne da oben wieder flackert und brennt.
man könnte sich grad mal hinlegen und einen ordentlichen sonnenbrand
bestellen. jedoch ruft die arbeit. unentwegt ruft die arbeit. mir klingeln
die ohren. r.k. und ich litten den ganzen tag unter ernormer arbeit. zum beispiel
fuhren wir mit dem autobus zu einer freundlichen p.r.-frau in die dafür
vorgesehene taunusstrasse und wurde unterwegs vom wilhelmstrassenfest beleidigt
und auf’s widerlichste attakkiert. das muss man sich nicht bieten lassen.
wir schlugen zurück. seit dem ist ruhe.

das letzte mal, dass ich auf dem wilhelmstrassefest war, das weiss ich noch
genau, da hatte zuvor die deutsche fußballnationalmannschaft, die aus
jugoslawien besiegt. das war zur WM 1990. ein schöner tag. und ein gruß
an lothar mattäus. kicher. und nun steht es wieder vor der tür,
das strassenfest und ich mag mal wieder nicht hingehen. vielleicht gehe ich
zum taunusstrassenfest. das fände dann, wenn alles klappt am 30. august
statt. da könnte man mich dabei beobachten, wie ich einen cocktail schlürfe.
das sollte man sich nicht entgehen lassen. ein, mit an sicherheit grenzender
wahrscheinlichkeit, aufregender moment.

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the great pretender

heute hat der große thronbewerber (sic!), zippenpaul, modedesigner,
haudrauf, massenhysteriker, kleriker, schriftgelehrte, massenmörder,
sternendeuter, freund, ehemann, vater etlicher unehelicher kinder, warme bruder,
putzi, schnecki, lahore, zauberer, koch, gespiele, held der arbeit, mäzen,
labrador, kinderschreck, mummenschanz, kapitän zur see und zudem eine
rampensau vor dem herren… der hat heute geburtstag. er wird 56 jahre alt
und so sieht er erschreckenderweise gar nicht aus. er sieht aus wie 22,5.
höchstens. mit seiner plautze und seiner metrocard, mit allem was ihn
so wunder wunder schön macht. und wie wir genau wissen, dass er gerade
den großhandel leer kauft, damit sich auch heute abend wieder die tische
durchbiegen. so ist er und so bleibt er. der wein im barique ausgebaut und
die köstlichkeiten aus den fernsten ländern. so werden wir heute
abend wieder zusammensitzen und eins ums andere mal seine anwesenheit feiern.
einfach sein dasein auf erden. seine konsequente gastfreundlichkeit, seine
seele. sein geist. gerne schließen wir ihn abermals in unser herz.

wir wünsche alles gute. auf die nächsten 1.000 jahre.

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love parade

we are one family. friede freude eierkuchen. kreisch. eines tages wird ja
doch alles wieder gut. wir sind alle hellerfreut. ich vor allen dingen.

nun waren auch die restlichen herrschaften von schwarzschild
(siehe unten links) im sedanland. der singer und songwriter schmonko zapriski
a.ka smax (siehe unten rechts) und andere (kicher) haben uns ja nun schon
so viel erzählt. nur gutes wie ich finde (siehe unten mitte). und nun
waren alle da. die tränen standen mir in den augen. man muss ja zusammenhalten
in so einer stadt. erst zusammenhalten und sich dann gegenseitig die jobs
vor der nase wegschnappen. har har har har har haaaaaa har. so wären
wir gar nicht, weil wir nämlich anständige designers sind. jedenfalls
meistens.

also so war der dienstag am ende. der dienstag, der so gerne ein montag gewesen
wäre, dass es eine wahre freude ist. er hat gejammert und gekrischen
und schließlich haben wir ihn montag genannt. bis freitag haben wir
das jedoch wieder im griff. wir legen dafür den donnerstag rein und lassen
ihn weg. so könnte es gehen. meine güte. diese wochentage. dauernd
am flennen.

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der heilige geist kommt zum grillen und bleibt]

er ist jetzt noch da. ich glaube er steht in der küche und spült
ab. soll ich sich ruhig mal nützlich machen.

das wochenende ist rum. es ist im prinzip nicht viel passiert. also im prinzip
innen drinn, da ist wirklich so gut wie nichts passiert. ich saß auf
der terrasse im regen. rub rubner war in münchen und lag, so vermute
ich es, nackend an der isar und r.k. war wieder skifahren. wieder in kitzbühel
und wieder mit uli hoeneß. diesmal war dessen bruder dabei. die beiden
haben sich die ganze zeit gestritten. am schluss gab es sogar eine schlägerei
in derren verlauf der uli dem dieter das ohr abbiss. sowas bleibt natürlich
nicht ohne folgen. r.k. ist nach diesem vorfall abgereist. er saß dann
noch ein paar tage bei mir auf der terrasse. im regen.

sonntag war ein tag der geburtstagsfeiern. fast alle die ich kenne, hatten
am sonntag geburtstag. ein unglaublicher zufall. ich glaube alle haben den
gleichen vater: robert lemke. das schadet nichts. der legendäre maxx
aus mainzz kam aus diesem anlass (robert lemke) auch zu besuch. wir nahmen
uns die eine und die andere party vor, doch dann fielen wir in einen tiefen
schlaf. wir träumten, dass wir mit einem balsaholzfloß den orinoko
runtertrieben und uns ärgerten, dass niemand einen plattenspieler eingepackt
hatte. wir haben uns die ganze zeit gestritten. am schluss gab es sogar eine
schlägerei in derren verlauf der maxx aus mainzz mir das ohr abbiss.
sowas bleibt natürlich nicht ohne folgen. die ortsansässigen kanibalen
haben uns ausgelacht. ohr ist nun wirklich nicht besonders schmackhaft. allerdings
weiss ich das nur vom hören/sagen.

marceo parker & marvin gaye „let’s get it
on“
bob marley „jammin“
POA „baskeball freestyle“
the neptunes „the battle: speed“