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schubkarren voller öcken

jetzt werden wir reich. reich werden mit vladimir. das ist keiner von der
russenmafia. der herr ist höchst seriös und hat uns die verträumten
augen geöffnet. als erstes werden wir dieses klassenbuch einstellen.
es bringt nichts ein und muss wegrationalisiert werden. solcherlei spirenzchen
können wir uns in zukunft nicht mehr leisten. schluss damit. markwirtschaft
rules okay. also schüss lieber kinder. die nächste publikation von
uns, wird der geschäftsbericht 2003 sein.

ich hab nur spass gemacht. royalkomm ist ja auch immer attakke royal und
wird bis auf weiteres immer im wunderbaren sedanland stattfinden. ich werde
auch weiterhin die befindlichkeiten zu protokoll geben. ganz gleich ob ich
getreten, niedergestreckt, geliebt, verlassen, verehrt oder gar bewundert
werde.

demnächst wird alles viel besser als vorher. ich werde dann die wenigen
minuten, ausserhalb von sedanland, auf meiner efeuigen terrasse verbringen
von wo ich so erstklassigen fonzies wie helm helmo und rub rubner ins küchenfenster
blinzeln kann. ich und meine tasse kaffee. das wird klasse. ich, meine tasse
kaffee und das buch von hera lind. ich, meine tasse kaffee und ganz bestimmt
nicht mit einem buch von hera lind. dieser dummen sau. ich, meine tasse kaffee
und der design-report. vielleicht. vielleicht aber auch nicht. vielleicht
ja auch ich mit einer jungen dame namens klarabella kuh und ihrer herzigen
einstellung zum dasein und zur literatur. ganz gleich. es wird eine perlenkette
voll dufter momente. voller inbrunst und gnadenloser, ja hemmungsloser urknallartiger
freude.

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kontrastarmut is king

oh wie wohl ist mir am abend. ein satz der so nicht stimmt. nur manchmal.
heute jedoch nicht.

also liebe kinderlein. manchmal muss das schwere durch ein nadelöhr
gefädelt werden und dann feste ziehen und hoffen, dass der faden nicht
abreisst und dann, wenn man dann noch kann, dann kommt das leichte. so ähnlich
müsste es gehen. r.k. behauptet steif und fest der sinn des lebens sei
42. ich kann es gar nicht richtig glauben. vielleicht überleg ich mir’s
ja nochmal.

so und dann schleppt man sich so durch den pseudoherbstlichen alltag. oh
ach und weh. ein jammertal. und manchmal auch ein grandioser ausblick auf
die zukunft. mit fümpf kindern und ner herde ziegen. und weissen bettlaken
die den ganzen tag auf der leine hängen und die sonne reflektieren. das
gras ist saftig und der tymian wuchert wild. ein baskelballkorb hängt
im hof. ich habe schon zweimal das fenster von dieser jungen dame eingeschmissen,
weil ich so dabbisch bin. die hat vielleicht rumgekrischen. aber hinterher
haben wir uns wieder vertragen. leider spielt sie viel besser als ich und
trifft meistens. die anderen herrschaften dahinten, könnten auch mal
was schaffen. es gibt schliesslich viel zu tun.

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kunst & verstand

es gibt menschen vor denen möchte man sich 24/7-mässig in den schlamm
schmeissen, damit es ihnen beim wandeln durch die zeitgeschichte gut gehen
möge. wir kennen hier so eine.

manche leute stellen sich ihr leben lang vor’s unfertige projekt und verzweifeln.
andere wiederum halten dir so ganz nebenbei das skizzenbuch hin und die sonne
geht auf. wir müssen darüber reden. holt die kunst an die sonne.
scheemt euch nicht kinder. wenn ihr was könnt oder wenn ihr was zu sagen
habt, dann sagt es doch. ruft uns an. mailt uns. wir hören stundenlang
zu. und diesmal ohne den hörer daneben zu legen. aber nicht vom mobilen
telefon aus. das wird doch zu teuer. kinners. denkt doch mal nach…

im sedanland wird es wieder herbst. es tut jedenfalls so. aber die sonne
scheint und das ist die hauptsache. so naiv müsst‘ man mal sein, dann
wäre vieles leichter. ich bin aber auch einer. hahaha. kindskopp.

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schiffchen. bootchen. autobus. spiel77

morgens früh ins sedanland gehen macht spass. wirklich wahr. man kann
noch so viel erledigen, bis später dann der alltag hereinbricht. später
hatten wir illustre gäste zu verzeichnen. ich weiss allerdings nicht,
ob’s allen gefallen hat. wir hecken gemeinsam einen plan aus, der uns allen
zu ruhm & ehre gereicht. hoffentlich klappts.

der zufall wollte es später, dass zearöbb und ich auf einem seelenverkäufer
auf der blauen donau landeten. zunächst wurden wir festgekettet und mussten
unangenehme sklavendienste verrichten. wobei wir uns gar nicht mal sicher
waren, ob es auch angenehme sklavendienste gibt. aber kurze zeit später,
wurden wir von einer handvoll betrunkener yankees befreit und genossen unsere
freitheit auf einer insel kurz vor budapest. feiner sand und lauer wind. wir
wähnten uns im paradise. und das so kurz hinter dem eisernen vorhang.
und trotz unserer trotzkistischen gesinnung kauften wir uns jede menge waldmeisterbrause
und gossen ihn hinein in unsere trockenen schlünder. es macht spass,
wenn man den politischen popanz mal hinter sich lassen kann. irgendwann jahre
später kam ein segelboot und nahm uns mit. so kamen wir doch noch rechtzeitg
zur übertragung der begegnung der spitzenteams LR ahlen versus FSV mainz
05. noch bevor das spiel losging, stand es schon null zu null. ein skandal.

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nudelsuppenprinzip

lecker. wenn man den ganzen tag am herd steht, nur um am schluss ein guru
guru gefüllt mit bär zu sich nehmen zu können. so war’s. ich
wohne ja mit vier anderen ehemaligen vietnamsoldaten in einer höhle bei
wattenscheid 09. dort weht immer ein kalter wind. deshalb muntern wir uns
gegenseitig mit geschichten aus den siebziger jahren auf oder tanzen zu wildem
rumba. daher auch der name. neulich besuchte uns tante gitta aus der wühlheide.
sie brachte kuchen mit und geschenke. für mich hatte sie etwas ganz besonderes
vorbereitet. nämlich den ringfinger karl des großen. nämlich
den ringfinger des karls dem großen. nämlich den ringfinger vom
karl dem großen. das wäre nun aber wirklich nicht nötig gewesen,
ich habe mich allerdings sehr gefreut. ein tolles geschenk. das macht was
her. einfach stark. tante gitta ist später so mir nichts dir nichts abgehauen.
sie hat unseren pontiac geklaut. das macht sie immer.

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der schafhirte vom sedanplatz

meiner treu. so ungefähr wie ich’s gestern beschrieben hab, war’s dann
auch. krach bis in die morgenstunden. so sind parties. so sollen sie sein.

um eine idee zu bekommen, muss man zunächst mal eine idee haben. die
dann gut durchrösten, pfeffer und salz und schwupp di wupp kartoffelsupp
kann man… wenn man will. aber wer will das schon. wenn am samstag die bürobeleuchtung
brennt, dann kann man… wenn man will. ach übrigens: der ADC new york
und auch sonst ist ziemlich überschätzt. geht lieber in den wald
und auf die heide. das ist es impressionistischer. wer’s nicht glaubt, dem
schick‘ ich mal eine liebe freundin vorbei. die hat zu diesem thema jede menge
kraftausdrücke auf lager.

fällt es eigentlich auf, dass ich total unmotiviert bin???

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schwingoparty. ADC NYC. bird in the house

heute steht viel an. wenn auch noch die frau jutta aus berlin 36 ein paar
zeichnungen senden würde, dann stünde noch viel mehr an. je nach
dem.

der große singer & songwriter robby c. aus ffm (ehemals wi) kommt
zu uns und dann werden wir geradewegs durch die ADC-new york-ausstellung in
der wi-fh schlendern und uns fragen und wundern. bestimmt sogar. danach schwingo.
er muss sich auf einiges gefasst machen. seine erste party wie ich hörte.
das gibt ärger. da wird alles nachgeholt. von eier an die decke werfen
und wer-den-längsten-eiweiss-faden-hat spielen bis hin zum ravioli aufsaugen.
das ganze programm.

und heute morgen ward ein vögelein durchs sedanland spaziert. es hat
sich alle ruhe gelassen und die chipskrümmel verspeist. das liebe vöglein.
eine amsel. das könnte uns ein zeichen sein. nur was für eins?!
r.k. kann es bestimmt deuten. r.k. weiss fast alles. ich korrigiere mich:
r.k. weiss alles ! ! !

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indische fantastereien und attakke royal radioshow

plätscher. heiss wahs heut. und dramatisch und schön. innovativ.
vorwärtig. abseitig und benommen war’s auch. besonders als unser heissgeliebter
freund boris claudius kaspar kreisle edler von hellborn in unser aller leben
trat. wir betraten die terrasse vom sedanland und er (der heissgeliebte) brachte
ein pizza über den platz geschleppt, dass einem hören und sehen
verging. ein pizzakarton so groß wie siebzig fußballfelder. so
groß. ooooooch. so was von groß. und dann fuhren wir in den sender.
ich frag‘ mich oft wo der rub rubner nur immer die ganzen songs her hat? lauter
coverversionen. der hat aber auch eine schallplattensammlung… mein lieber
schollimowski. damenwelt aufgepasst. es prickelt.

die sendung war dann auch wieder einmal raw deluxe. helm helmo und ich redeten
uns wie immer um kopf und kragen. man darf ja froh sein, dass die währendderliedergespräche
nicht übertragen werden. es ist schlimm.

und ausserdem kam ein mimipaket aus dem fernen indien bei uns reingeschneit.
der inder wird allein durch seine verpackungskünste weltruhm erlangen.
sehr sympathisch finde ich es, wenn man nicht für alle situationen die
richtige briefmarke zur hand hat. das ist in unserem bekloppten lande ja nicht
so. immer gibts eine briefmarke. ob das paket nun zwei gramm oder 900 kilo
wiegt. es gibt auch eine 900 kilo briefmarke. ich schwör’s. watte ma.
watte ma. wo habischsn gesehen…

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die schafsköppe vom sedanland greifen an

liebe kinder. ihr würdet staunen, wenn ihr noch staunen könntet.
über unsere wirbelwindesque arbeitsweise. wir staunen jeden tag. wir
machen hier alles klar. man könnte meinen es gibt uns mehrfach. heute
war ariane, die chefin des mode-imperiums
soar
bei uns. wir haben pläne geschmiedet. für ganz bald. man
muss nur stets aufmerksam unseren terminplan beobachten. am besten jeden tag,
rund um die uhr drauf starren, bis die augäpfel austrocknen. nicht vergessen
hin und wieder die aktualisierungstaste zu drücken. sonst passiert grad
ma‘ gar nix. aber dann irgendwann. vielleicht ende nächster woche, dann
kann man dort einen voll grellen termin abrufen. naaaa! schon uffgereescht???

laue winde streichen ums sedanland. es ist frühling und alles ist grün.
manches sogar vor neid. der typ da hinten zum beispiel. und schau an, da kommt
rub rubner mit seinem von oben bis unten dreckverschmierten angeber mountain
bike die strasse lang. gerade war er auf der platte. ein berg von ungeheuerem
ausmaß und schier sagenhafter schönheit. man sagt sonntags böte
man dort paprikawürste von sensationellem wohlgeschmack feil. ich selbst
habe das aber noch nie gesehen. als ich zuletzt die platte mit dem fahrrad
und dem als tanga-surfer bekannten andreas j. hochgefahren bin, da stand die
mauer noch.

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erstbesteigung

hier am ort gipsn berg, der heisst neroberg. da kann man mal schnell mit
der bimmelbahn hoch fahren und dann hat man den salat. die stadt liegt einem
zu füssen. kann ich nur empfehlen.

der rest des tages war sehr besinnlich. der bauch des architekten, dem seine
internetseite und ein comic-konzept für berlin/kreuzberg, dazu eigenwerbung.
das war das programm. macht spass. auf einmal sprühen die gedanken aus
dem kopf. wir sahen aus wie giesskannen. drollig. da fällt mir ein: ich
kannte mal eine frau aus berlin. eigentlich aus hamburg, aber ich kannte sie
in berlin. die hat mir erklärt, dass das wort drollig für sie die
größte beleidigung überhaupt sei. und weil ich dachte, das
kann ja aber überhaupt nicht sein, dass das so schlimm sein soll, da
habe ich dauernd drollig zu ihr gesagt. obwohl sie gar nicht drollig war.
den kontakt hat sie nach einigen tagen abgebrochen. irgendwie drollig.

und sonst? ja klar. ach man findet sich so und löffelt seine eigenen
suppen aus. darf aber kein maggi benutzen. sonst gilt’s nicht.