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[guter rad ab]

es steht alles bereit. eistee ist im kühlschrank, hahnenwasser auch.
nur noch lauschen musste. geht ja auch dich an. wie alles andere auch. schlüssel
haste ja.

so ungefähr könnt’s klingen, wenn man will. ich will. und das musst
du auch auch sagen, wenn du dereinst mal gefragt wirst. der rest sauge sich
wieder an und aus den fingern. die missinterpretationen rufe ich dann morgen
vom elektrischen postkasten ab. da hat man was zu tun. also wende ich mich
ab und lasse die schafe auf die sedanwiese. weiden sich dort wo sie hingehören.
senorita.

jetzt isses kurz von halb. r.k. ist mit n.w. wintermäntel kaufen gegangen.
die beiden machen jetzt mal richtig einen auf dicke hose. r.k. schaufelt das
geld mit mehreren schippen gleichzeitig zum fenster hinaus. da liegt es dann
und grinst und an. rub rubner… verzeihung, love lovner ist unterwegs. ganz
aufgeregt isser, der kleine nichtsnützige sonnenschein. heute steht die
tschüss-anna-sendung auf dem programm. da würden sich manche damen
gleich mehrere kubikmeter erquicklicher fühlen, wenn man das für
sie machen würde. aber es machen nur wenige und haben ja auch nur wenige
verdient. ganz wenige. ich kenne ein paar. vereinzelt sind sie es wert. da
in lahti unten am see. knick knack sie wisset schon. ich schweife ab. helm
helmo zum beispiel schrieb mir den lieben langen tag über von rätselhaften
magenverstimmungsviren, die über die klimaanlage in seiner firma an die
mitarbeitet verteilt wurden. jeder hat eine bekommen. auf allen viren. aber
er versicherte promptes und konzentriertes erscheinen. den mann lob ich mir.
den lob ich mir sowas von über den klee. der mann hat bei mir einen gut.
den krikkt er auch. was sein muss, muss sein. wir werden uns jetzt mal gedanken
machen. über uns und unsere vorhaben. wir setzen euch bei zeiten in kenntnis.
bis dahin bitte mal so richtigen unsinn ausdenken, was das alles zu bedeuten
hat. ihr kleinen süßen tortenbödchen. was soll ich noch für
lieder schreiben? worüber man nicht singen kann, darüber muss man
schweigen… das könnte euch so passen.

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[erwachsene männer rufen ihr gehirn]

wenn man mir zum beispiel in der cocktailbar so einen pott für vier
personen hinstellt. so einen mit vier strohhalmen plus drei kumpels oder kumpelinnen
dran, dann schreit irgendetwas in mir förmlich danach, in den strohhalm
hinein zu pusten. auch wenn der abend dann beendet ist und die ehemaligen
kumpels und kumpelinnen angeekelt nach hause gehen. ich muss da rein pusten.
ich bezahl das ganze ding auch alleine, aber ich muss, ich muss, ich muss.

rub rubner weiss genau wovon ich spreche. boritz kann sich dunkel erinnern.
r.k. geht bei meinen schilderungen angeekelt weg. ich habe ihn für seine
vernünftigen einstellungen sehr lieb. das ganze sedanland in seiner ganzen
pracht, wäre so nicht exzistent. es gäbe uns nicht. wenn er uns
nicht vernunft und achtsamkeit lehren würde. und weil wir das erkannt
haben, da geben wir uns fortan vernünftig und solide. wir mit unseren
lieben und vorlieben. wir sind vier (ab montag dann fünf) überaus
erwachsene und wertkonservative männer. arbeit arbeit arbeit. deadlines.
zack zack. geld verdienen. was glaubst’n warum wir hier sitzen? vielleicht
zum spass???

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[knaekkebrotin]

hat jemand was gesagt??? ich höre.

der typ da drüben verkauft auf offener strasse seine vorstellungen vom
sein. vom dasein. kukk ihn dir an. denk nach. haste ein anliegen? den hör
ich mir doch mal an, was er zu erzählen hat.

wieder zurück vom vorstellungsverkäufer. war nix, hatte nichts
neues im gepäck. also radel ich zur post. briefmarken kaufen, briefe
verschikken, sonne tanken. tankstellengleiches wetter da draussen. das war
auch schon mal anders. bleep. denk ich und da kommt auch schon smax reinmarschiert
und jubelt über seine neu erworbene wohnung abseits des westendes. schade,
aber selbst dran schuld. wer nicht hören will muss fühlen. aha,
der herr nimmt demnächst sein frühstück am fuße des neroberges
ein. da kann er lange warten, dass ich vorbeikomm und so tu als wär nix.
das ist ja eine halbe weltreise vom sedanland entfernt. da nehm ich vielleicht
den orientexpress. der ist ja relativ teuer, habe ich mir sagen lassen. aber
der herr kann es sich ja erlauben. er hat’s ja dick sitzen. die wohnng ist
auch obendrein noch im 5. stock. das langt mir aber jetzt. fahrstühle
kennen diese nerobergfußbewohner ja nicht. tschüss smax. leb wohl.
machs gut. gehab dich wohl. vergiss uns hier in den slums nicht. hold’m high.
be careful with that axe. bei rot stehen, bei grün gehen. obacht geben,
länger leben. im leben lacht kein gaul nicht. aaner geht noch nei. carpe
diem. tschakka. fiesta mexicana. lebbe geht weider.

gute reise von uns allen.

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[yorckshire rock]

am ende ist abend. dann wird es rund. ich sag’s nur. damit keiner hinterher
behauptet ich hätt‘ nix gesacht. also rund wird es. mein geschmack. wie
wassereis mit kirschgeschmack. das muss ich mir gleich mal holen gehen. ist
ja immer gleich ausverkauft.

tick tack tick tack.

so. wassereis gekauft. die herrschaften damit versorgt und den eisschrank
aufgefüllt. wir mit unserem ameisengedöns. voll rohr die hedonisten.
als kennen wir sorgen nur aus den buddenbrooks. ja ist es denn die möglichkeit?!
wir sind ja schliesslich nicht ganz neu auf dem planeten. zur erklärung
für alle defaitisten also, hört genau hin: wir freuen uns heute.
morgen kanns ja schon wieder vorbei sein. da gibt es manigfaltige möglichkeiten
des vorbeiseins. ausmalen möcht ich mir das jetzt nicht. aber achtung.
also kukkt raus und wenn die sonne scheint, dann lacht. lacht euch meinetwegen
aus, aber lacht. der sinn von allem ergibt sich in der durchführung.
aufpassen. level 42. oder mit der pump-gun in den nächsten supermarkt
laufen und die kassiererinnen fürchterlich erschrecken. das wäre
dann nämlich fatal. wir machen unseren job, sind freundlich zu unseren
freunden und geliebtinnen und dafür bekommen wir die quittung. hervorragende
backwaren, kaffees, espressomaschinen, tropengehölz, musik, bücher,
tanz, frische tomaten und liebe.

gentlemen: good night! – – ——– ladies: good morning!

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[bayernliga]

nah der alpen, da gibts ein kleines kaff namens münchen. wir werden
es jetzt lieben. von ganzem herzen. und weil das ehedem schon schwerer war,
mussten wir uns erstmal in typisch folkloristischer
ureinwohnertracht
dran gewöhnen. münchen ist ein schönes
dorf.

wenn du also mal mit deinen freundinnen an einen see fahren willst und die
wollen nicht, wenn love lovner so tut, als würde er was arbeiten und
wenn junge damen in reizender landschaft plötzliche eine autopanne vortäuschen,
dann ist was im busch. dann gibts eine faustdicke überraschung. so war
es auch am wochenende. die damen und herren zelebrierten den abgang. wir sagten:
tschüss anna. denn sie geht nun für 24 monate hinunter ins tal.
ins sehr wohl schöne tal, aber wir können dann nur winken oder uns
das notebook schnappen und hinterher reisen. love lovner studiert schon die
zugfahrpläne. zu liebenswürdig und verdient.

da hätte die finnin allerdings die hände über dem kopf zusammengeschlagen,
wenn sie diesen folkloristischen unfug hätte miterleben müssen.
in münchen steht zwar ein hofbräuhaus, aber man muss ja nicht alles
zum lied thematisieren.

aber nun. wir sind alle traurig, doch kommt die junge dame ja bald zurück
in die glanz & gloria hauptstadt wiesbaden und dann wird getanzt und gesungen,
wie weiland bei lurchie dem salamander.

tschüss anna.

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[folklore im himmel]

kreisch. ich hoffe beim aus den fingern saugen ist was rausgekommen. wär
ja schade. mensch und draussen greint die sonne, als wenn sie nicht ganz dicht
wär‘. hängt da den ganzen tag am firmament rum und schafft nix.
liebe sonne. ditt machste aba jut. danke.

so war das heute. sonnig wie die sommersonne über lahti. mir bleibt
nichts anderes übrig, als ausser mir zu sein. und obendrein kam noch
der besuch aus berlin. der herr der die bilder im sedanland malte kam vorbei
und es wurde immer bunter. die hiesigen buben haben fleissig gearbeitet. ich
eher nicht. ich geb’s ja zu. und jetzt ist die zeit knapp, denn es geht nach
portugal in ein mainzer restaurant. oder so ähnlich.

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[münchner geschichten]

mit den hiesigen buben ins rheinhessische gedüst und wieder zurück
gedüst. zwischendurch die stylischste familie auf gottes erdboden besucht.
kluge kleine mädchen mit duften eltern und duften einrichtungsgegenständen.
ihr würdet augen machen, ich sach’s euch. aber dann wirklich zurückgedüst.
r.k. musste zum bahnhof.

mir ist hingegen ganz anders gewesen und im laufe des tages wurde mir ja
noch mal extrem gänzlich anders. saug dir was aus den fingern.

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[meschiko]

schreib, schreib, schreib, kritzel. kreisch. plötzlich habe ich einen
einfall. noch plötzlicher ist er wieder weg. ich fuhr für die herren
schawerma einholen. damit sie satt sind. ich hatte hummos. ist das nicht höchst
interessant? sag ja. so war das halt eben und jetzt ist es wieder wie immer.
hahahahahahaha. von wegen. gar nichts ist wie immer. aber das ist ja auch
wie immer, dass nichts wie immer ist. immer ist das so. es ist jedoch sehr
mittäglich. so ruhig. so sanft draussen. die ausserirdischen halten die
klappe. das tut gut.

mute ich marginal durchgeknallt an? dann raus mit der sprache. schreibt und
tut kund. ich kann’s vertragen.

heute am mittwoch. es ist immer dann mittwoch, wenn r.k. darauf besteht,
etwas zu essen zu bestellen. da braucht man nicht auf den kalender zu schauen.
mittwochs wird bestellt. und wenn der herr boritz da ist, dann wird erst recht
bestellt. rund um die uhr. eins nach dem anderen. bis das sedanland platzt.
der herr boritz bestellt sich noch um kopf und kragen.

jetzt jedoch kommt’s mir so wäre, als wären wir alle mexikaner
mit leichtem italienischem akzent. zugezogene. rub rubner… verzeihung, love
lovner ist der mexikanischste von uns allen. caramba. ein mexikaner wie er
im buche steht. viva senor love lovner. r.k. und ich jubeln beifall. schmeissen
unsere sombreros aus dem fenster. schreien und kreischen was das zeug hält.
sind ausser rand und band. und das hat seinen grund. das hat seinen guten
grund.

olé!!!

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[laotische zustände]

mir schwimmt alles weg. bei dem regen. aber es regnet ja gar nicht. doch.
rub rubner möchte ab nun nur noch love lovner genannt werden. r.k. und
ich sind da eher für realitätfremd realitätsfremdner. so müssen
wir ihn nennen unseren kleinen sonnenschein. das wäre ein angemessener
name.

wir haben ein auge drauf. fremdvibrationen sind hier stets ein problem. mir
fehlt ein kaffee im kaffeewäldchen mit der kunstexpertin. ich schlürfe
den hier neben mir, hier in unserem island in the sun.

mir fehlt dafür jetzt nicht mehr der herr boritz. denn der ist jetzt
da. sitzt hier. flüstert mit den anwesenden und arbeitet fleissig mit.
wir haben ja schliesslich zu tun. die sache scheint sich zu lohnen. aber nun
ist der abend im prinzip angebrochen. wir grasen auf unseren jeweiligen wiesen.
kauen lustvoll frischen klükksklee und blinzeln verschmitzt in die sonne
am firmament. es beruhigt sich. kunden verlassen das schiff. wir treiben alleine
in die abendsonne, hier in unserem süßen westend, mit unseren süßen
freunden und freundinnen, die uns über den tag so viel freude bereitet
haben. wir bedanken uns abermals und artig.

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[zero one. mein freubedarf hat keine macken mehr]

schwupp ist wieder montag. die kunstexpertin von nebenan, weiss was mir das
bedeutet. das bedeutet mir alles. einfach wieder r.k. und rub rubner in die
arme schliessen zu können, ihnen einfach mal richtig eine zu batschen,
sie mal wieder ordentlich provozieren, ihnen jeden wunsch von den augäpfeln
abzulesen, sie nach strich und faden zu verarschen, mit ihnen schlitten zu
fahren und schließlich diesen beiden smpathischen pappnasen… ach ich
weiss auch nicht. verdient hätten sie’s ja.

nach dem gestrigen sintflutdingens, sah das sedanland aus wie frisch gewaschen.
das merkte man gleich. es roch nach apfelshampoo und frischem bohnerwachs.
der herr boritz hat eine espresso maschine mitgebracht. ein espresso maschinchen,
aber wir wollen ja bescheiden sein. ausserdem aktenordner mit lauter zeug
drin. das macht natürlich was her. ich bin bis vor einigen wochen immer
an einem architekturbüro vorbeigefahren. dort standen tausende von aktenordnern
im regal. das ist ja klasse, habe ich mir gedacht. das hätte ich auch
gern. was da wohl alles drin stehen mag? hat da jeder mal was reingekritztelt?
ich muss mal unseren wirtschafts-tschensi fragen, wie man die dinger voll
krikkt. aber auch woscht egal. denn jetzt wo wir die aktenordner unseres adligen
freundes benutzen können, da sind wir natürlich fein raus. das sind
die gründe warum der überhaupt in die gemeinschaft aufgenommen wurde.
seine kaffeemaschine und die aktenordner. naja und seine copic-stifte. die
auch. aber sonst…

hihihi. wie lustig ich über meine freunde rede. da hätten die echt
spass dran, wenn die lesen könnten. die lesen aber höchsten ihre
runtergefallenen haustürschlüssel vom boden auf. ansonsten sind
die literarisch aussen vor. nicht so wie die finnischen unter meinen freunden.
die finnen können 1A vorlesen. ich lass mir auch gleich „mein jahr
in der niemandsbucht“ vorlesen und zwar von a wie austria my ass bis
z wie zyklopensaft.