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[herz]

beim teutates, heute ist es klamm und sonnig. also was beschwer
ich mich. ich beschwer mich ja gar nicht. ich freu mich ja auch. blinzel hoch
in den norden nach lahti und freu mich wie verrückt. was kann jetzt noch
schief gehen?! thadomma.

der film- und medienkritiker a. bulla aus litauen schreibt uns
hingegen: leni r. ist tot. trauern wir? ja denn
eine der filmhistorisch wichtigsten persönlichkeiten ist von uns gegangen.
ihr werk war ideologisch fragwürdig jedoch technisch meilensteinig. fast
70 jahre nach dem triumph des willens triumphierte nun der ewige schlaf. die
olympischen ringe erkennen vorurteilsfrei die meisterin ihrer visualisierung
an, die nach 101 jahren ihre linsen für immer geschlossen hat.

und der herr patrickant wandelt auf seichtem fuße mit
seinen karikaturen über und von uns. r.k. meint er hätte mich gut
getroffen. das ist ja das schlimme. ich muss diese bilder vernichten. dem
patrickanten breche ich die beine und hernach wird er gut portioniert in einen
müllsack gestopft und fein säuberlich entsorgt. ich lass mir das
nicht mehr gefallen. der soll lieber mal was schaffen. der ist hier nicht
zum vergnügen. mein lieber scholli. ohoo. auch noch frech werden. na
warte… dir helf ich…

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[sring sring saling]

beinahe hätte ich mich selbst überholt. huhuhu. lustigerweise.
man konzentriere sich auf das wesentliche. an einem trüben tag wie diesem,
an dem man die vorhänge zuzieht und nicht nach draussen schauen möchte,
da stellt sich die frage des warum in erheblichen maße. bin ich jetzt
von der vermaledeiten sonne so angefixt worden, dass ich ohne sie nur noch
ein kümmerlichen haufen zweckentfremdung bin? ich… herrjeh… worum
geht’s denn eigentlich? fragezeichen. man bleibt sich nicht mal treu. habe
heute das sedanland weitgehend umschifft. burn out syndrom. doch von was?
morgen bin ich wieder der alte haudegen und schwerenöter, der ich vor
einigen tagen noch war, doch heute…

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[this is real]

womöglich könnte ich sogar in den opelzoo gehen oder
auf die pirsch, beides jedoch verbietet meine religion. da haben wir uns gedacht,
das eigene heim ist gerade recht und so kam es dann, dass man von weitem betrachtet
ein eher beschauliches wochenende verlebte, bei genauerem hinsehen jedoch
wart die überraschung groß, denn es wurde wild und zerzaust, farbig,
froh und nachdenklich zugleich. ich kratzte mir des öfteren am kopf,
auch weil ich das neue video meiner lieblings-industrial band named beinhaus
gesehen habe und nun fürchte ich mich vor meinem eigenen geschäftspartner
wie vor dem teufel. er kann sehr harsch sein. er führt sich auf der bühne
beisweilen wie ein berserker auf und ich glaube auch das humppabeibi verlangt
von zeit zu zeit berserkertum der extraklasse von ihm. zu hause und im supermarkt,
denn anders kann ich es mir nicht erklären. ich möchte von nun an
artig… so weit kommts noch.

und unser sonnenschein ist derweil nach münchen verreist
um seiner geliebten den bajuwarischen alltag zu erleichtern oder zu erschweren,
ganz nach gusto. er kann beides. von dort aus kamen auch schon liebevolle
mitteilung, die durch und durch von schlechtem gewissen geschwängert
waren. er weiss warum, das weiss er wohl. der nutzlose knabe. wir freuen uns
dennoch auf seine rückkehr. der patrickant macht derweil comicfiguren
von uns. ein spiel mit dem feuer. wenn’s schief geht, dann fliegt er hochkant.
wehe ich sehe nicht aus wie ein junger gott. wehe dir patrickant. das fegefeuer
wartet schon inkl. unserem hausberserker. das wort muss eine waffel sein.
ja wenn dem so ist…

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[heimvorteil / bahnhof westseite]

pengaha war hier. man gibt sich gezeichnet von den plagen des
alltags. rub rubner und ich blicken flehend in den himmel. der gute pengaha
und der unterschied zwischen bitmap- und vektorgrafik. eines tages werden
wir ihn bei lebendigen leib braten und verspeisen. r.k. avancierte zwischenzeitlich
zum html-gott. so hat er es mir berichtet und bei genauerem hinsehen ist er
das auch. wenn ich mir’s recht überlege war es schon immer. gnade seiner
seele oder gleich unserer aller seelen.

jetzt wird hier aufgebrochen und später dann zurück
gekehrt zum sammeln. das hat tradition. die chefin des wiesbadener modelabels
heimvorteil lud zum tanze. da müssen wir hin. mit allen royalisten auf
einmal. da wird sich die gastgeberin aber freuen, denn wir sind ja alle vakante
spassvögel vor dem herrn. ich zum bleistift kann 1A witze erzählen,
dass es einen kringelt und ringelt.

huh ich werde launisch. weil ich eigentlich schon lieber ma
kurz woanders wäre. das kann mich jetzt nicht blah blah… ach was soll’s.
schönes wochenende.

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[streich dich an]

wenn die wand grau erscheint. wenn sie morgens schon dröge
dein tagwerk mit unfarbigkeit behindern will, dann greif zum pinsel. huch.
da fällt mir ein, dass der türkische/russische kioskmann das vorläufige
ende der wassereissaison angekündigt hat. da muss ich jetzt nochmal im
ganz großen stil zuschlagen. wassereis für den ganzen herbst und
den winter bunkern. wassereis hat bei uns eine große tradition. mit
wassereis zwingen wir die damenwelt in die knie. man liebt uns deswegen. am
besten geht kirsche und waldmeister. weltmeister geht aber auch und natürlich
duftkerzen, schlingenteppische, strukturtapete und die neue blumfeld cd. damit
kann man, wenn man es auf dem kasten hat, manche dinge ins recht licht rücken.
wer weiss wo die reise hingeht. ich blinzle aufgeregt ins licht der zukunft.

die katze vom patrickanten hat sich in ein monster verwandelt.
wir staunen. was hat er nur vor? wir kennen ihn ja kaum. vielleicht will er
unsere seelen rauben. soll er doch. ich brauch meine seele nur noch sporatisch.
ich mach jetzt alles nur noch aus der lameng. da hat man immer was zu lachen.
infinn. wir können auch lachen. wir haben ja allen grund dazu und weil
der patrickant unser seelenheil versichert können wir nun beruhigt in
den schlaf sinken. wir können aber auch, wenn euch das recht ist, beruhigt
in ein schaf sinken. oder mit einem schaf singen oder im schlaf singen. mit
einen schaf im schlaf singen geht auch. ein prosit auf die manigfaltigkeit.

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[fingerschlecken]

jetzt brat mir doch einer einen storch. kukk mal. der sommer
ist zurückgekehrt. hat sich nur eine blutige nase geholt, doch unverholen
macht er sein ding und strahlt wie der junge frühling. der patrickant
staunt.

r.k. fährt mit seinem bagger am sedanland vorbei und winkt.
er hat probleme beim einlegen der gänge, aber sonst scheint es zu funktionieren.
rub rubner und ich fahren mit unseren verchromten lowrider bikes um ihn herum.
wie die schwadronen. umkreisen ihn wie die fliegen das licht. dabei krachen
die gänge, während wir hinauf auf die eiserne hand cruisen. mir
hängt ein lungenflügel aus dem maul heraus, rubner scheint da tapferer
zu sein. er fährt nur die dicken kettenblätter. im hintergrund grunzt
die kupplung vom bagger. der himmel bläut in azur. vögel fliegen
richtung süden. kräuselt es sich und gringelt sich ein. so begegnen
wir dem gipfel und damit einer atemberaubenden aussicht auf die stadt und
ihre menschen. man kann das innere dieser stadt suchen wie panama. zieh in
eine andere stadt, lass dich ausleuchten. besuch 1.300 clubs in 600 tagen.
entkorke sämtliche schaumweinflaschen. zeig’s dir. wir haben das ganze
leben auf video. r.k. macht den schnitt. ich schreib am drehbuch. die sonnne
geht unter. drunten am horizont ist das szenario deutlich zu betrachten. r.k.,
der patrickant, rub rubner, boritz und ich sitzen auf einem zweiglein und
wiegen uns in den armen. so denken wir an unsere liebsten und an diesen sommer
und was er uns beschied. dafür wollen wir nun dankbar sein. denn es ist
gut. bisher ein gutes jahr 2003. vielleicht das beste. man wird sehen.

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[morgens schön sein können]

die sonne purzelt ja wieder morgens ins yorckshire und auch
ins lande sedan, dass es eine helle freude ist. wir rauschen in den süden
zur kundschaft und erleben die geschwindigkeit der renault-triebwerke hautnah.
lebendiges treibenlassen. so heisst es wohl. der mond scheint mir ins gesicht,
’s ist nacht und hier heulen die eulen.

guter kaffee aus frankreich. in frankreich gezüchtet und
erschossen und nun hier bei lebendigem leibe aufgebrüht. hellwach. der
patrickant erweckt ein katzenähnliches wesen zum leben. ist er am ende,
wie ich befürchtet habe doch dr. frankenstein. zunächst deutet nur
seine bizarre neigung zu gutem alten hip-hop shit darauf hin, dass wir es
hier mit einem ganz besonderen exemplar zu tun haben. bei wu tang bewegt er
seinen kopf. die katze läuft durch das sedanland. miau. wow. ich staune.
selbst bin ich ja noch geblendet von heute und von gestern, eigentlich seit
nun mehr fast… seit so vielen tagen bin ich erblendet. mir grisselt das
augenlicht tröge an der hirnrinde herunter. kukk dir die eigenen füsse
an und staune, dass du stehst. vergleiche langmut mit überlegenheit.
vergleiche dich herablassend als anlass weltveränderlich vorzugehen oder
zu resignieren. du findest manchmal etwas, das du gar nicht gesucht hast und
doch bist du endlich am ziel. was der bauer nicht kennt, das isst er nicht
giltet nicht ich komme…

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[praktisch zu fünft]

der herbst feiert fröhliche urständ. es schneit draussen
in strömen und wir sind jetzt fünf stück im panoptikum. der
patrickant ist der neue royalist. und genau richtig. passt. wir haben ihm
schon die vergoldete zahnbürste überreicht, zum schrubben der böden,
des dachgebälks und der schaufenster. er hat sich sehr gefreut. ausbeutung
ist unser zweiter vorname, das wird er einsehen müssen. er kann sich
auf was gefasst machen. nichts wird so sein wie zuvor. r.k. wird ihn brechen.
am besten wir spielen guter bulle, böser bulle. hihihi. wie lustig das
wird. willkommen im sedanland.

so. und nun ist das hier so. wir sind alle fröhlich inkl.
unserer alltags- und funsorgen. trotzdem fleissen wir vor uns hin und spielen
uns auf. r.k. bringt dem neuen herrn manigfaltiges wissen bei. ich bringe
mir selbst die flötentöne bei. staunend hänge ich über
einem geradezu bizarren angebot von unserem lieblingsdrucker. wenn das der
kunde erfährt ist eine mehrwöchige ohnmacht vorprogrammiert. wir
müssen daran noch etwas feilen. ich hol die feile raus. schrupp.

UND SOGAR

der film- und lebenskritiker a. bulla schreibt: charles
b. ist tot. wir trauern. nie mehr sinnlose gewalt, nie mehr cooles killen,
keine senioren  mehr auf  tiefenpsychologisch motivierten rachefeldzügen.
das lied vom tod ist verklungen; die mundharmonika nur noch ein lebloses objekt
im staub der filmgeschichte.
e in weiterer tiefschlag. es bleibt der verklärte blick nach hinten sowie
der desillusionierte blick nach vorne. wir arbeiten weiter. und er
hat recht.

UND VOR ALLEN DINGEN

so ist das. und rub rubner unser sonnenschein weilt in münchen
um seiner liebsten den einzug in ein neues nunmehr bajuwarischen leben zu
erleichtern. wir haben die junge dame ja in den letzten tagen gebührend
verabschiedet. jetzt wird alles neu. wir wünschen alles gute und nicht
vergessen: weisswürschte nur bis zwölf uhr mittachs.

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[holy yorckshire]

meiner seel. eins ums andere bin ich geneigt dem lieben herrgott ein hysterisches
dankeschön entgegen zurufen. und ich tu’s auch. sollte man auch. jeder
hat ja jemandem zum danke sagen. und wenn das so ist, dann machts einfach
auch liebe kinder. die leut teilen mit euch das büro, die wohnung, die
herzensangelegenheiten. sagt also danke und seit artig. bis zum nächsten
tobsuchtanfall.

so war es auch diese tage wieder. es ist ja jetzt herbstlich geworden, was
aber nicht schlimm ist, denn drinnen ist’s wie die wahre pracht. finnland.
wenn man will. ich will so gerne. ein zuhause haben ist wichtig. alle die
keins haben… mensch kinners… was soll nur werden? strengt euch bitte an.

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[aritschennsie]

plätschert wieder draussen. da wird einem ganz düster ums herzerl.
aber ich freu mich auf den herbst. hat was. herbst ist wie ein gutes buch.
ausserdem kann man dann seine selbstgebastelten jacken mehrschichtig übereinander
tragen und viel des guten lobes ernten. so lebe ich. einer von vielen. kein
einzelfall.

später sind wir stück für stück in den schweinestall
am rande der stadt eingelaufen. es hat gerumpelt und gerappelt, aber wir haben
uns gut festgehalten. zudem haben wir den rausch angestrebt. ein unternehmen,
dass inzwischen eher rar geworden ist. aber nun. prost. ariane und jens luden
zur posthochzeitsvergnügschaft und wir ratterten hin und frohlockten
zunächst zaghaft, dann im laufe des abends euphorischer als man es zunächst
annehmen konnte. jedesmal wenn man den saal durchquerte traf jemanden, den
man schon 15 jahre nicht mehr getroffen hat. wie geht das in dieser stadt?
bulla würde sagen: die stadt ist nicht groß, aber weitläufig.
auf jeden fall haben ariane und jens ein lustiges festchen aus dem hut gezaubert.
als wir gingen trafen wir sie nochmal. draussen alleine im matsch und als
wir sie so da stehen sahen, mussten wir weinen. weinen vor lauter glükklichkeit.
am ende schnatterte ich humpabeebie noch meine lebensphilosphie ins ohr, was
den rest, der auf dem rücksitz anwesenden lieben, zu stehenden ovationen
veranlasste. alle waren voll rohr begeistert, was ich alles zu erzählen
hatte. besonders die bescheuerte, naive und dumme theorie, dass jetzt ja alles
noch viel besser würde, hat die mitfahrer sehr inspiriert. denn ich habe
recht. man mag es gar nicht glauben. so glaubt mir doch!