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[sonnensticheleien]

oh freudenpracht. entfalte dein zwartes rädchen vor meiner geistigen
aue. so oder so ähnlich könnte es gewesen sein. was aber nur teilweise
stimmt. andy p. w. balley the third würde an dieser stelle möööb
sagen. ich kann es mir auch nicht erklären. du vielleicht?

heute abend und dann bis in die tiefe nacht hinein fand dieses griilfeest
statt. mitten auf einem grillplatz. vielleicht einer der letzten grillplätze
in diesen tagen, auf dem noch ein feuer entzündet werden darf. der kanzler
muss einschreiten. wir hier sind extrem für die hitze. es könnte
immer so weitergehen. die springerpresse kann uns mal… schnick schnack…
sie wissen schon. sommer for president. mit dem bergrädchen durch flirrende
hitze fahren ist schließlich was feines. aber zurück zum fest.
dort waren aber auch leute… meiner treu. ich habe nicht schlecht gestaunt.
vom hippie bis zum japanischen fashion victim war alles vertreten, was rang
und namen hat.
hippies gehen immer so komisch. so affektiert. so entfremdet. so sang und
klanglos. wie soll man das beschreiben. ich habe dann einfach vor mich hingestaunt
und schließlich und endlich haben wir dieses vergorene apfelsaftgetränk
in reichlichen mengen in uns hinein geschüttet, dass es eine wahre freude
war. man darf nicht vergessen, wir werden nie erwachsen. höchstens im
geschäftsleben. aber privat sind wir kleine kinder und erfreuen uns jeden
tag daran. der neidfaktor ist immens. aber zurück zum fest. eine der
jungen kleiderfabrikantinnen aus um die ecke hatte das was ihr menschen geburtstag
nennt. da wurde natürlich sofort reagiert. da mussten wir einfach hin,
schliesslich waren wir eingeladen. r.k hatte keine zeit. er musste zum voltigieren.
sein pferd war schon ganz aufgeregt. den luftgitarren-contest gewann frollein
o. aus w. gratulation!

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[grazien mit geschmack]

ich bin süchtig. und zwar nach wassereis mit waldmeistergeschmack, wahlweise
auch mit orangengeschmack. was soll ich nur tun? alle fümpf minuten renne
ich zum russisch/türkischen kiosk an der ecke und kaufe für viel
geld neuen stoff. zitter. jetzt geht’s schon wieder los…

dabei hat alles so harmlos angefangen. rub rubner wollte, dass ich ihm eine
flasche metzeral hole. ein wasser von dem ich immer dachte, dass es aus der
türkei stammt. zum beispiel von einer quelle nahe dem berg arachat wo
weiland auch schon die arche noah notgeankert hat. sowas wäre natürlich
cool gewesen, aber es ist in echt aus frankreich. das kann man bei näherem
hinsehen deutlich erkennen. gibt es ein gutes türkisches wasser? wer
eins kennt bitte einen kasten an folgende adresse senden:

sedanland 4 / deutschland

es kommt bestimmt an und wir verlosen unter den ersten 100.000 einsendern
eine flasche ketchup. es lohnt sich also mitzumachen.

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[sedanland du brazil]

geflimmert hat sie die hitze. uns fast weichgekocht. alles erinnerte mich
an die fahrt von zaragossa nach madrid im jahre 1988… es war wie als würde
man durch einen elektrischen grillanzünder fahren. das hat jede menge
spass gemacht. ich bin gar nicht mal sicher, ob das auch sinnvoll ist. wäre
möglich, versprechen kann ich’s aber nicht.

und abends wieder zurück im sedanland habmm wir uns die brasilianische
nacht um die ohren geschlagen. r.k. war von der musik restlos begeistert.
wir geben unser bestes. könnte man das gefühl bloß definieren.
wir spackos und wie wir vor unseren ventilatoren sitzen. das erinnert mich
an die fahrt von nova lima nach olinda. die alte mühle rotzte literweise
öl hinten raus und wir hatten unsere mühe am ziel in olinda anzukommen.
der einzige der die ruhe bewahrte war r.k. wie der in seinem weissen anzug
hinten im fond saß und sich in aller gemütsruhe eine zigarette
nach der anderen drehte, trotz fahrtwind, das war allererste sahne. rub und
ich ließen lässig unsere arme aus dem fahrzeug baumeln. gerade
so als wären wir zwei hampelmänner, was ja auch stimmte. wir waren
insgesamt sogar drei hampelmänner. und zwar drei verdammt coole hampelmänner.
damals 1958 in brazil. das war schon eine ganz große zeit. brasilien
war gerade zum ersten mal fußball-weltmeister geworden. im finale in
stockholm gegen schweden. was da auf den strassen los war… und wir mittendrin.
herrjeh. man mach sich keine vorstellungen.

so war das. manchmal ist es besser man fragt nicht nach. ein dank geht an
unsere lieblings brasilianerin von um die ecke. die weiss sich zu benehmen.
das schätzen wir sehr. obrigado por sua gentileza.

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[heimvorteil. hitzeschlacht]

der weltberühmte deejay rub rubner machte seinem namen (?) wieder einmal
alle ehre und so kam es, dass er im schwarzen hemd und modischem cordbeinkleid
in mitten einer als tanzdiele verkleideten sauna stand und das verhaltene
volk rockte. „wir brauchen bewegung!“ rief rub rubner aus unerfindlichem
grunde. das ließ sich der weltberühmte tänzer und choreograph
r.k. nicht zweimal sagen und der abend nahm seinen lauf. ich selbst hielt
es bei so viel spannung und heißigkeit (mindestestens fuffzisch grad
in allen räumen) nicht aus, ließ mich den berg hinabrollen und
irrte sinnentleert in der von spannung und heißigkeit (mindestens fuffzisch
grad in allen strassen) heimgesuchten stadt umher. leider verschwieg mir der
geheimagent und geheimrat in personalunion, helm helmo, dass „ehling“
auf dem von mir verhassten reisingerfilmnachtdingens lief und so irrte ich
also weiterhin sinnentleert in der von spannung und heißigkeit (mindestens
fuffzisch grad in allen strassen) heimgesuchten stadt umher. so war’s. zwischendurch
dachte ich noch sehnsüchtig an meine freunde rub rubner und r.k und fiel
in einen unruhigen schlaf. mitten in der fußgängerzone. ich träumte
wie ich wie ich auf einer weissen bank in einem garten saß. ein kleiner
mann warf einen volleyball nach meinem weinglas. es fiel um. die schwester
einer frau im weissen paillettenkleid spielte dazu gitarre und r.k. stand
nur mit einem lendenschurz bekleidet auf der brüstung des balkons und
rief die republik aus.

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das hier im radio

hört hört. er bringt sich selbt ins spiel. angeber.
aber ja. das bin ich ja auch und ich frage mich, was soll daran schlecht sein.
das macht doch spass. drum gebe ich stets noch ein bißchen mehr an,
als notwendig ist. gebt alle an. dann ist’s mir um den fortbestand der menschheit
nicht bange.

jetzt ist es heiss. das heisst, es kühlt kein mütchen.
was es ja auch nicht braucht (siehe absatz oben). wir sind aufgeheizt und
brüten über der idee. heute abend ist das hier… also das was du
gerade liest, das ist thema unserer radiotheologischen veranstaltung bei radio
rheinwelle. wir lesen aus dem buch der bücher… dem klassenbuch vor
und hören die lieder die da unten immer stehen. das muss einfach ein
erfolg werden. das kann auch gar nicht anders sein. jetzt wo ich nochmal drüber
nachdenke… nein das ist so nicht richtig, jetzt wo ich überhaupt und
zur abwexlung, sowie zum aller erstenmal drüber nachdenke, da wird mir
bewusst… ja ich erleuchte geradezu an dem gedanken, alles hängt davon
ab, dass… … …
hängt wovon ab??? eben wusste ich es noch, doch jetzt ist es mir für
immer entschwunden. schade.

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uffgeräumt worden sein is happiness

lauryn hill kreischt gerade rechtschaffen aus den lautsprechern.
lauryn hill geht immer. das findet sogar der herr smax aus villingen-schwenningen.
ich meine diesen musiker, der mit seiner rockband „golden flip flops“
ja schon seit nunmehr 20 jahren die szene beherrscht. diesen smax. grad sitzt
er im hautengen top am arbeitsplatz von r.k. und macht sich am internet zu
schaffen. während ich das schreibe machen die ehemals-ewig-auf-den-bus-wartenden
a.ka gilbert becaud und seine kumpels, drohgebärden in richtung sedanland.
sie denken bestimmt, wir wären für den verlust ihrer wohnzimmercouch
verantwortlich. doch sind wir es nicht. wir haben nur manchmal leise in uns
hingeklagt. jemand aus der nachbarschaft, dachte ja schon wir hätten
uns wegen den e.a.d.b.w.s im sedanland verbarrikadiert. sonst noch was?! wir
doch nicht. kaffe ham wa jesoffn, uffdar terrasse und von unseren stereokisten
diskogeräusche absondern lassen. das hamm wir gemacht. und wir machen
es noch heute. ich mag’s ja gerne wenn es scratcht und wimmert in der musik.
zuhwagoo. subb. ziuuuhng. so was halt. das läuft hier gerade. und jetzt
läuft was anderes. und gleich noch was anderes und danach, da kann man
aber einen drauf lassen, dann rappelt es hier im karton, dass einem hören
und sehen vergeht. wie schade, dass wir da nicht schon längst drauf gekommen
sind. wir hätten es doch viel leichter gehabt.

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bob hope

aah einzelhaft. la die da. so könnte es dereinst klingen,
wenn alles im lot ist. und ist es das nicht jetzt schon. jedenfalls in unserem
kleinen universum. von horizont zu horizont sind’s ja höchstens zwanzig
zentimeter. das geht. das ist übersichtlich. da kann man schnell mal
resumieren. also ist es gut. es war in den letzten monaten schon scheinbar
gut, aber jetzt ist es wirklich klasse. man hat nur noch ein paar funsorgen
und ansonsten könnt‘ ich den ganzen tag blöd grinsen. und weisste
was – ich tus auch.

die strasse wird wieder operiert. klasse geräuschkulisse.
allemal besser jedoch als das scheppernde „att att att“ von gilbert
becaud und seinen ausserirdisch geschmackvollen kumpels von der bushaltestelle.
mal sehen wie lange das noch geht. es beginnt sich was zu regen… und kaum
schreib ich’s tritt der junge rub rubner mit drei sonnenblumen ins sedanland
und verkündet die frohe botschaft: die bank an der bushaltestelle ist
abmontiert worden. ja ist es denn die möglichkeit?! das ist ja tip top.
gilbert becaud und seine kumpels werden nach dieser aktion nicht mehr die
selben sein. wir sind gespannt was jetzt passiert. es passiert ja immer was.
warum nicht auch jetzt?

abends ging erstaunlicherweise schon wieder die sonne unter.
mit dieser impression im nacken, lässt es sich hervorragend mit dem bergrädchen
durch unsere zauberhafte city cruisen. man klärt sich auf. diese sommerliche
einstellung könnte sich noch etwas in die länge ziehen. sagen wir
bis zum 15. november. danach zwei, drei wochen herbststurm und nebelbänke
und ab dem 5. dezember schneit es bis mitte februar. kurze blütenpracht
des frühlings. dann ist wieder sommer und ich fahre wieder mit dem bergrädchen
durch die unsere zauberhafte city. in diesem moment ruft der zauberhafte r.rk.
juhuu!!! er hat ja so recht.

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millenium edition

einerlei. der tag ist rum und er konnte sich nicht entscheiden.
in meinem heim kommt mir die zeit wie kaugummi vor. ich entscheide mich fürs
gehen. gehe weit raus aus der baustelle. weit, bis nah an den rand des waldes
und hinein in jenen, der so aufgeräumt und frisch daher kommt, als wäre
gestern irgendwas gewesen. so verlaufen sonntage. jede woche. dauernd. immer.
geradezu traditionell. müde geworden von all dem, sinke ich zuhause,
nah der baustelle… nah dem tannhäuser tor, zusammen. c-beams habe ich
keine gesehen. aber ich habe ja auch nur meine augen und nicht die von diesem
replikanten. so gibt’s dann auch nur huhn in erdnusssoßiger verpackung
und mit allerlei gemüse. rub rubner und r.k. sind derweil beim tour de
france finale in paris. sie haben backstage karten und werden wohl später
mit tyler hamilton und sandy casar um die häuser ziehen. morgen früh
sind sie dann wieder hier im sedanland und geben geben alles. wenn man sich
auf eins verlassen kann, dann auf das. tolle jungs sind das. haben immer einen
kessen spruch auf der lippe und wissen genau wann sie aufhören müssen.
toll!

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wasser für die massen

rabbatz machen die hier vorm sedanland. riesige maschinen rackern
wie blöde. die strasse wird aufgeschlitzt und operiert. das finde ich
gut. darauf hat sich die strasse doch schon so lange gefreut. jetzt ist es
soweit. ich freue mich mit ihr.

und sonst freut es mich auch. ich freue mich quasi so vor mich
hin. kochclub, transparenz, schlachthof. nicht in dieser reihenfolge, aber
sehr wahrscheinlich. der rennradfahrer erik zabel erzählt etwas interessantes
über winde die von hinten und seitwärts kommen. das hört sich
sehr beindruckend an. das hört sich aber auch gar nicht gut für
den jannnnn ullrich an. ich hab’s ja schon gesacht: der texaner gewinnt. mist.
wie ich sehe fahren die herren sehr schnell auf regennasser fahrbahn um die
kurve. da täte ich aber aufpassen. schnell landet man im gebüsch
oder im fettnapf.

so. und nun kommt gleich r.k. hier rein gestürzt und wir
schnüren unsere wanderstiefel für einen spaziergang in eine andere
strasse dieses wunderbaren westends. vorbei an wühlenden maschinen, meterhohen
pfützen, kebabhochhäusern, kolonialwarenläden, stahlstrumpfstrickereien
und zahlreichen schutzmännern, die auf ordnungsgemäßes abstellen
zwei- und mehrrädriger kraftfahrzeuge achten. sehr wichtig für den
erhalt der volksgemeinschaft. und wir können uns ein bild von all dem
machen. das wird ein spass. ich kann leider nicht hören, ob es noch regnet,
das baumaschinenungeheuer vor der tür, macht einen unangemessenen lärm.
es scheint zu trocknen. gleich ist es vorbei mit dem regen. alles andere geht
irgendwie weiter. wir sind gespannt.

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am ende kommt der anfang immer näher

r.k. hat sich ein rennauto gekauft. damit fährt er jetzt
am sedanplatz im kreis. und das schon seit stunden. rub rubner spielt mit
seiner modelleisenbahn und ich unterhalte mich gerade mit rudy pevenage auf
belgisch über pommes frites saucen und das morgige einzelzeitfahren.
über was man sich mit belgiern halt so unterhält. ausserdem schreibt
mir helm helmo aus seinem schwarzen monolyten höchst anregende elektronische
epistel. da, im schwarzen monolyten, da muss es ja heiss hergehen. die sind
da nur am feiern. während ich hier im gesaltungsphantasialand achterbahn
fahren muss. ich könnte aber auch mal auf den balkon treten und „brenne
rom“ brüllen. ich könnte auch zu gilbert becaud gehen und ihm
eine schleimige substanz über den kopf giessen. na der würde sich
bestimmt freuen. gilbert becaud ist einer von den überaus sympathischen
herren, die den ganzen tag auf den bus warten und sich die zeit mit dem konsum
von alkoholischen getränken vertreiben. und wenn gilbert becaud genug
konsumiert hat, hört er sich an wie ein ausserirdischer aus dem film
„mars attacks“ von tim burton. att attatt att attatattatt att att.

so und dann gehen hier alle schon im wochenendkostüm vorbei.
die werden sich noch wundern. aber sei’s drum. hauptsache ihr süßen
kleinen leser und leserinnen dieser zeilen kommt morgen in rauhen mengen zu
meelbiin transparent. 10:00 – 18:00 uhr. frankenstrasse fümpf. und nehmt
genug geld mit. die meedels haben sich die hände blutig genäht,
die haben sich die nächte um die ohren geschlagen. die haben ihre familien
für den erfolg geopfert. und jetzt müsst ihr da auch alle hin und
die beiden huldigen. die hamms doch so verdient. was hamm die’s verdient.
wir gehen da auch hin, denn wir müssen ja breakdance machen und sklavendienste
verrichten. wie immer. diesen finnischen modefrauen sind wir einfach verfallen.
kannste nix machen. wehe!