brain dead,
total amnesia, get some mental anasthesia heißt es da zurecht und wenn man
es geschafft hat, zwei motörheadsongs voneinander zu unterscheiden, dann
hat man gelebt. man kann zwar auch eine jugend ohne motörhead
verbringen, aber das führt zu nichts. die haltung von lemmy kilmister
am mikrofon ist dazu angetan eine haltung zum leben zu entwickeln. das
rumgezappel des einstigen drummers phil ?philthy animal? taylor ebenso.
this is rock. heute wirkt das gesamtpaket wie gemütlicher, ja
bodenständiger rock. aber als ich anfangs der achtziger jahre zum
ersten mal motörhead hörte, da dachte ich, jetzt geht es wirklich erst
richtig los. immerhin dachte ich schon in den jahren davor, kiss sei
die hotteste band der welt. heute wundert mich eher, dass die
mitglieder von kiss nicht allesamt ein enges verhältnis zu village
people pflegten und ein mit axtbass bewaffneter blutspuckender typ
wirkt auf mich eher befremdend. vor allem dann, wenn man sich die
„family jewels“ anschaut, wo sich gene simmons der lächerlichkeit an
der seite blondester kleiderständer preisgibt. das will ich nicht mehr
sehen und so was bekommt man von lemmy kilmister auch nicht zu sehen.
ich will auch glauben, dass er noch heute jeden tag eine flasche jack
daniels old no.7 mit coke säuft und trotzdem noch gehen und singen,
bzw. brüllen kann, dass einem das zeug wegfliegt. in den jahren wird
man ja weichgespülter und hört nicht jeden tag motörhead in sich
hinein, aber es haben sich dennoch zwei songs bei mir als alltime
favorites ins ohr gebohrt, als da wären „bomber“ und eben „motörhead“.
ich habe lange überlegt… ich habe 10 sekunden überlegt und mich dann
für heute entschieden: motörhead / motörhead.
AKS02 – WHITE STRIPES – SEVEN NATIONS ARMY
wo soll man beginnen, wenn man hasst? am besten mit hohn und spott über den verhassten. das ist es, was mir bleibt, wenn ich mir die allgemeine rechtsprechung anschaue. im detail kann ich da nicht näheres erläutern, aus verschiedenen gründen, aber ich empfinde eine große abneigung. naja, hass würde ich es nicht nennen. soweit kommts noch. jedenfalls fiel mir aus der tiefe des raumes dieses gefühls ein song ein, der, wie es sich für eine ordentlichen rocksong gehört, eine gewisse faustballung provoziert. man ist ja intelligent (ja und wohl auch verweichlicht) genug sich auch weiterhin zivilisiert aufzuführen. in jenen situationen fühle ich mich klein und futzihaft. mir sagt zwar jeder, dass das nun absolut nicht so ist und nicht sein muss und stell dich nicht so an und ach hör auf, mensch ärgere dich nicht, aber da will ich mich ärgern auch nachts. ich gebs ja ungern zu. zorn macht angreifbar. dann kannst du dem höhnenden gegner ja doch nur wieder dein blankes wesen präsentieren und bist ganz frei mit blick auf die seele ein einfacher mensch. du… ach, ich sags jetzt einfach mal… kannst mich mal. dazu empfehle ich heute: white stripes / seven nations army.
AKS01 – JUSTIN TIMBERLAKE – WHAT GOES AROUND
AKS steht für adventskalendersong. und das kam so: die finnin schenkte mir zur feier des adventskalenderbrauchtums einen itunes-gutschein mit dem ich mir jetzt jeden tag bis weihnachten einen song aus dem itunes-store herunterladen kann. ich kann natürlich auch alle songs auf einmal kaufen, aber dann machts ja keinen spaß. jetzt sind einzelne songs ja so eine sache. da denkt man stundenlang drüber nach, weil diese entscheidung ja fast schon politisch, zumindest aber philosophisch ist. ich bin ja mit der bravo und dann spex aufgewachsen. dazwischen sounds und werner reinke und sogar jeden samstag mit dieter-thomas heck. ich weiss wie penetrant brisant so ein song sein kann. diedrich diederichsen hat mal geschrieben: „ich habe nicht nur englisch
an songs gelernt, ich habe auch das denken an popmusik gelernt. dass menschen bedingt sind. dass man immer zu recht hasst. dass das, was man
sowieso will, immer richtig ist. es ist also nur selbstverständlich,
dass ich und millionen meiner zeit- und altersgenossen, die genauso
aufgewachsen sind, intelligenz in einer musik entdeckten, die ihnen material war, um ihre intelligenz zu entwickeln.“ so ist das nämlich. doch ich lade mir ja jeden tag nur einen song runter und dann, ich muss es zugeben, immer auch nur einen, den ich noch nicht habe oder nur auf vinyl. vielleicht auch mal zur feier des tages einen, den ich schon habe, aber es einfach nicht anders geht. ein schönes spiel das wach hält und dafür danke ich dir liebe finnin, die du eine gute beraterin und auch sonst ein fels in der brandung bist. also jetzt der erste AKS…
im jahre 2003 war alles relativ leicht. das war das jahr, in dem ich in diese wohnung gezogen bin, was das einzig falsche an diesem jahr war, in dem sonst alles wie gleisender sonnenschein war und ist. man lernt komische menschen kennen und wenn die zeit dafür reif ist, dann bedeutet das ein aufregendes dasein. so wars öfter im jahre 2003, in dem ich zunächst naserümpfender weise und dann doch irgendwie begeistert zum ersten mal mit offenem ohr justin timberlake hörte. so einer aus der boyband mit einer stimme wie michael jackson. aber cooler. wie ein mensch, ein knabe zwar, noch kein mann, aber einer, der forsch ist, der das kinn vorne trägt, einer der tanzen kann ohne dass man wegschauen müsste. an den habe ich mich jüngst wieder erinnert. denn eigentlich gehört er nicht zu meinem täglichem musikrepertoire. meine helden sind älter oder tot oder sitzen in der irrenanstalt oder haben den zenit längst überschritten (james brown, sly stone, george clinton, miles davis, prince, etc.), aber wenn man in zwanzig jahren zurückblickt auf diese zeit, vielleicht hat timberlake dann noch ein gewisses gewicht. wäre möglich. diesen song hatte ich neulich im ohr und ich habe sogar diese website bemüht um herauszubekommen was das für ein song ist. hat aber nicht geklappt. jetzt weiss ich es: justin timberlake / what goes around…/…comes around interlude.
p.s.: nein, ich bekomme kein geld von apple für die verlinkung des songes.
SCHNEEFLÖCKSCHER WEISSRÖCKSCHER WANN KOMMST DU GENEIGET
wenn man jetzt noch französisch könnte, dann würde man in etwa erahnen, was mein alter kumpel und weinhändler claus so den lieben langen tag von sich gab. ich wiederhole: gab. heute ist das rum. bei mir hingegen ist gar nichts rum und gerade im augenblick dieser erkenntnis hat mich die weihnachtsgefühlsduseligkeit in die zange genommen. mir schwand zunächst der sinn und dann der verstand. ich mein ja nur. was ich eigentlich sagen will: erst habe ich mit der finnin und dem smax die begegnung (werder vs. real 3:2) gekukkt, dann heesjenn gefeiert und dann habe ich zur finnin gesagt: schneekugel. da hat die finnin mich angeschaut, als hätte ich was ganz entzückendes gesagt. was ja auch stimmt. und dann habe ich mich an den photoshop gesetzt und etwas gebastelt, was es in dieser schönheit und dieser art und weise noch nie gegeben hat. etwas, das von derart exorbitanter schönheit ist, dass mirch augenblicklich die schwindsucht ereilt, wenn ich nicht wegschaue. es ist schon spät.
HEY SCHLOZZ
ich brauch mehr geld. basta. wie heu muss ich es horten. hinterm haus. aber das ist ja gar nicht das thema. und das beste ich habe gar kein thema. eigentlich wollte ich schreiben, dass ich NATÜRLICH den schlozzepino und den kapellenmeister nicht im stiche ihres angesichts stehen lasse. ich bin natürlich dabei. heute abend bei den ralfis im parterre zur eröfnung, der post-zamojre-ausstellung. dort steht ein konzertflügel auf welchem ich im volltrunkenen zustand die den titelsong von magnum zum besten geben werde. mike post und so. aber jetzt mal was ganz anderes:
vielleicht sing ich auch das. kommt der groszmogul auch? und die niedlowskaja? und der junge mann, na wie heißt er doch gleich?
HELMUT KOHL
wie fasziniert… nein fasziniert hänge ich… quatsch… kleber ich an den lippen… ach der satz bringt doch auch nix. wie der schon anfängt. wie fasziniert? ich bin wie fasziniert. seit joachim bublath wegen nina hagen die maischbergerrunde verlassen hat, kann ich ihn nicht mehr sehen. nina hagen kann ich auch nicht mehr sehen. eine eigenartige… oder anders ausgedrückt: wie fasziniert klebe ich an den lippen von hel… und so weiter und sofort.
ich befinde mich in einer phase seltsamer knirzeligkeiten. ich mache so viel und dann wieder sitze ich nur da und schaue mir die bilder des zamojre an und höre von draussen das klickern der tastaturen. es ist herbst. ich finde, wenn man schreibt: es ist herbst, das hat sowas prosaisches. das hat der sommer so nicht. flipflops haben ihm die würde geraubt. frühling ist eduard möhrike. der winter gehört coca cola. coca cola ist ein typisches wintergetränk. sie haben den weihnachtsmann erfunden. eine kulturelle glanzleistung. das macht der herbst nicht mit. der herbst hängt rum. das gefällt mir. jetzt muss ich mich aber schon um den winter kümmern. ich denke den ganzen tag über meinen winter hier in der stadt nach. seit wochen. gleich und morgen und auch die nächsten tage fange ich an zu schreiben. damit die kinder in der stadt wieder sagen können… ich hör sich schon sagen: zuviel text. ich kann damit nichts anf…
also nicht ich, die.
das heesjenn spielt mit einem papprohr. hernach schmeisst es wieder seinen futternapf um. wenn es schaut, dann schauts von der seite. da kann es besser sehen. wenn man es betrachtet weiss man aufeinmal warum es mümmeln heißt. es mümmelt. niemand mümmelt sonst. und gleich, wenn ich das licht ausmache lösche dann macht es klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick 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klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick klick. dann trinkt es.
WAS SICH LOHNT
also. wie soll ich anfangen. rhetorische frage, aber ich muss sie stellen. damit ich zeit schinden kann. eigentlich wollte ich mal verkünden, dass ich früher besser war in diesem ding hier. im internet. also als hineinschreiber. das kann man lesen, wenn man glück hat und auf diese dingensfunktion drückt. ich als franz beckenbauer. ich als konrad kujau. zur zeit klemmt mein F. also die taste mit F. sie klemmt. ich jedoch bin gestählt von der tatsache, dass ich mal eine schreibmaschine hatte. von 1977-1991 habe ich meine texte an einer hermes reiseschreibmaschine getippt bei der das A und das E klemmten. jedesmal wenn ich ein A oder ein E tippte musste ich mit dem zeigefinger den dingenskirchen wieder zurückzupfen. das war nicht immer einfach damals. da wünscht man sich oft, man stünde als plastinat bei gunther von hagens rum und das elend hätte ein ende. da lese ich gerade eine ganz unangenehme kritik am plastinateur von henryk m. broder. ach lieber doch nicht. mit broder verhält es sich wie früher bei mir mit oliven. ich habe immer gedacht: die müssten mir schmecken, wenn mir oliven schmecken habe ich es geschafft. ich habe solange immer wieder oliven probiert, bis mir eine schmeckte und seit dem bin ich olivensüchtig. oft frühstücke ich eine scheibe brot mit sambal oelek und oliven. die finnin ist davon auf geradezu rührende weise unberührt. all das sage ich während im fernsehen die sendung bauer sucht frau läut. zum glück kann ich mir keine gesichter merken und mein gedächtnis ist wie ein sieb. morgen früh… was sag ich, in zwei minuten habe ich diese szenen wieder vergessen. es ist schon spät. ich arbeite noch genau 17 minuten an meiner wordpressseite und dann schreie ich laut: mr. spock wir haben eine poofe.
NA ALSO, ES GEHT DOCH
ich sehe gerade eine sendung im ersten, welche den illustren namen „kanadas atlantikinseln“ trägt. dort erzählt man mir gerade, dass es dort vor den küsten früher soviel hummer gegeben hat, dass die bauern ihn zum düngen der felder verwendeten. bitte denken sie mal darüber nach.
