die freche göre jakobina niedlowskaja-schimm hat recht, wir schreiben
nicht regelmäßig… also wir schreiben schon regelmäßig, jedenfalls
wenn man freund seltsamer algorithmen ist, aber halt nicht täglich oder
gar mehrmals täglich. daher sind wir auch kein blog, sondern
insinternetschreiber. aber das macht ja nichts. ich kann es nicht oft
genug erwähnen. man hat mir gesagt, ich soll politischer werden. ich
sei früher politischer gewesen und jetzt sei ich platt. was nicht
stimmt, denn ich bin dick. aber zur feier des tages nun eine politische
meinung: das sich schön reden des gegenwärtigen klimazustandes bei der
aktuellen klimakonferenz ist ein weiteres indiz dafür, dass die
gesandten der jeweiligen administrationen superschlappschwänzige
versager und geschmierte wichser sind. ich gehe davon aus, dass das
gehirn dieser menschen, jeweils im arsch einer an bovine spongiforme
enzephalopathie erkrankten kuh steckt. tut mir leid, dass ich das so
sagen muss. das wäre was ich zum thema politik zu sagen hätte.
zum
thema hätte ich noch das foto eines umweltaktivisten der ersten stunde.
erkennen sie ihn? die ersten drei einsendungen gewinnen je eine
energiesparlampe. mails an gewinnspiel@stijlroyal.de
MENSCHEN, DIE NEU SIND
am wochenende ist es mir wie schuppen von den haaren gefallen: wir sind
gar keine blogger. wir schreiben nur sachen ins netz. irgenwie fehlt
eine softwarekomponente. ich habe vergessen welche und wenn man’s genau
nimmt, haben wir auch gar kein konzept in diesem blog
sachenschreibsystem. wir hamm uns aber alle lieb, glaub ich. das
schweisst zusammen. wobei der ostblogger vielleicht ja eher denkt, wir
hätten sie nicht mehr alle. menschen, die neu sind im cosmos.royal, die
verziehen manchmal ihr gesicht oder machen abwehrende handbewegungen,
das legt sich dann aber und schließlich trinken wir gemeinsam unser
blut und machen uns pullover aus unseren haaren. wir sind schon
komisch. ob sich der ostblogger wohlfühlt bei uns? ich werde ihn morgen
mal fragen. ob der ostblogger dann ehrlich ist? oder ob er denkt: „ich
bin froh, dass ich einen job habe, ich werde einen teufel tun und dem
dicken sagen was ich denke. dem dicken nicht, dem komischen kauz aus
dem nachbarbüro nicht und dem dünnen knaben mit dem stets
zerschlissenen beinkleid schon gar nicht, der ist ja wohl total panne.
ganz zu schweigen von der gestrengen tussi aus dem minibüro mit den
vielen telefonen.“ ich werde ihn morgen verprügeln, dann wird er schon
die wahrheit sagen. in ostdeutschland sind die menschen ja
stasimethoden gewohnt. stasimethoden lernt man dort schon im
kindergarten, spätestens aber zur jugendweihe. ich habe mal gelesen,
dass ostdeutsche aufgrund ihres atheistischen, ja heidnischen daseins
bei einer nahtoderfahrung nicht dieses licht sehen (also gott), von
welchem sie angezogen werden, nein, ostdeutsche sehen dann zombies. das
las ich in einer fachzeitschrift für nahtoderfahrungen. komischerweise
gibt es ja für alles eine fachzeitschrift. neulich als ich noch in
berlin wohnte, da bot ein zeitungsladen monatlich eine zeitschrift
namens „massenmörder“ feil. ich höre junge präkarianer schon sagen: „ey
alder, ich freu mich schon voll auf die neue massenmörder, ey!“ „krass,
ey voll, ich auch du wichser!“ diese herrschaften würde ich gerne mal
mit meinem bayerischen nachbarn bekanntmachen, damit sie ihm die neue
massenmörder mal so richtig um die ohren hauen, auf das er endlich sein
maul halte. ich muss ihn ja nur noch knapp 2 monate ertragen, dann sind
wir hier weg. der bayerische nachbar hat sich heute mit einem bekannten
auf die terrasse verzogen und den ganzen hof mit dailysoapesquen
monologen beschallt. manchmal hätte ich gerne die fähigkeit beschreiben
zu können, was für ein inferno der verblödung sich da vorbei an hammer,
amboss und steigbügel schlängelt um sich bei mir im gehirn einzunisten.
doch dazu fehlt mir die schriftstellerische tiefe. obendrein würde man
mir nicht glauben. man würde sagen: „klar, geh heim du angeber. so
einen nachbarn hat kein mensch. das ist total übertrieben und hat mit
der realität nichts zu tun.“ aber wenn ich glück hätte, würde man mich in einem atemzug mit franz kafka nennen oder mit
oliver sachs. erich von däniken. jules vernes. egon erwin kisch. julius
cäsar. homer. cicero. wenn ich glück hätte…
LE COMMERZIELLE ROYAL
ach übrigens, ich las gerade drüben bei der klügenlbloggerszene in der „richtigen“ bloggerwelt was
über werbung in blogs. betroffenheitsweltmeisterschaftshalbfinale. kommt bei uns nicht in frage… würde ich so
nicht sagen, ist aber nicht so. wir machen alles selbst, leben von
unseren einkünften aus dem designbüro und haben alle produkte, die je
auf dieser plattform be- oder angesprochen wurden selbst gekauft, geliehen oder
wenigstens selbst geklaut.
wenn wir also die nintendo wii bejubeln ist das nur ein privater
eindruck, der gerade mal an einem abend entstand, an dem 2 der 5
mitspieler nach 5 minuten keine lust mehr hatten und einschliefen
(weiber…) und uns zu allem überfluss am ende nur noch ein
steuerelement zur verfügung stand. auch die produkte der firma apple müssen wir bei
bedarf für viel viel geld beim hersteller oder dessen distributoren
erwerben. bisweilen müssen wir uns dann mit montagsprodukten oder
sonstigen querelen quälen. alles von unserem geld, mit unserem know
how, auf rechnung und mit dem eigenen auto oder dem fahrrad nach hause gefahren. auch
der big king xxl wurde uns noch zu keiner zeit von burger king gratis
zur verfügung gestellt. bei aldi kaufen wir ein, wenn wir mal lust
haben und die verkäuferinnen im hofladen haselnuss an der ecke
yorckstrasse/scharnhorststrasse wissen von ihrer erwähnung in unseren blogs
nichts. jedenfalls bis heute. bis jetzt. böte uns mal jemand viel viel
viel viel geld für die subtile oder offensichtliche bewerbung eines
oder mehrerer produkte, welche wir eh supidupi fänden, dann schlügen wir
sicher zu. wenn also jemand mir nebenstehendes kraftfahrzeug zur freien
verfügung überlassen würde, schrübe ich sicher ein paar warme worte
über design, fahrkomfort und kofferraumvolumen. muss aber nicht. kann. muss nichts. kann alles. auch ein kühlschrank mit eiswürfeleinheit (bitte nur mit lebenslangem reperatursupport) nähme ich an, ebenso häuser, segeljachten, ländereien und geschmeide. her damit. ich finde das alles super und stelle keine fragen. ich werde ja auch weder gelesen noch kritisch beäugt von irgendwelchen dons, winkels und renés, das tut also überhaupt niemandem weh. es lebe der kommerz, es lebe die korruption, es lebe die regierung (egal welche).
ICH PHÖHNE
huhu liebe kinder. wenn mein lieblingshändler für appleprodukte (dessen web- und corporate design von uns gerade deutlich verbessert wird), demnächst anruft und mir verkündigt, dass er nun folgendes produkt im hause habe, dann bestelle ich davon gleich drei. für r.k. eins in schwarz:
GELOBTES FLACHLAND
nun, die finnin (in extremzonen auch perle genannt) und ich suchen seit einiger zeit eine neue wohnung. größer muss sie sein. eine terrasse muss sie haben, dachgeschossig darf sie sein, aber dann mit aufzug. ein stellplatz muss sie haben. und schön, stilisch, mit einer sinnvollen aufteilung der zimmer sollte sie… äh… haben. dann wäre uns wohlgemut. ach und übrigens: teuer soll sie nicht sein. und das wars dann wohl, wir wohnen ja schließlich in wiesbaden und wenn ich sage, nicht teuer, dann meint das, sie soll nicht teurer sein als 1.000,00 euro. das ist ja schon teuer. zum beispiel in krefeld oder bremerhaven wäre das teuer, hier ist das easy und kein problem zu zahlen, denn hier sind alle reich.
ich merke gerade, das ist alles nicht wirklich so interessant. sorry. was anderes hab ich grad nicht. gute nacht.
VIVA ALLEINE SEIN
mein leben als zensator und diktator macht mir großen spaß. ich würde hier sogar ausnahmsweise einen unmöglichen passus bringen: es macht laune. ein lilalaune diktator ich bin. meine firma leite ich wie ein despot, die finnin steht in diesem moment hinter dem herd (und nicht etwa davor) und kocht mir eine graupensuppe, danach gehts mit dem waschbrett runter zum fluss, anschliessend muss mein krönchen noch poliert werden. der finnin tut die arbeit gut, sie hat rosige wangen, die gut mit ihrer kittelschürze korrepondieren. ach und in meinem blog herrsche ich, ich, dann ich und abermals ich und dann kommt ganz lange gar nichts, dann wieder ich und dann auch wieder nur ich. is schon klar.
neulich wollte ich die herren boebelsund, r.k. und bienenschlau bei ihrem joggingwahnvorhaben begleiten, da hat der rädelsführer boebelsund sofort panisch jede verantwortung und jede eintscheidung auf einen seiner sportsfreunde und die raucherlunge an sich geschoben. als gefühlter diktator hat mans nicht leicht. die unterjochten wollen nichts mehr mit einem zu tun haben. vielleicht werde ich mir einen anderen beruf und ein neues leben suchen. in den kanadischen wäldern, mit finnin, hund, katze, luchs und hase und zum mittagessen gibt es heiße maronen und bohneneintopf. das ist die zukunft. viva el bohnentopf!
usambaraveilchen wähnen mich in sicherheit
früher dachte ich immer, dass minnie maus und daisy duck „liih!“ statt „iiih!“ schreien. also Liih statt Iiih. mit einem kleinen l, statt einem großen I. wenn sie verstehen was ich meine. es gibt schriften, da wird das ein bißchen klarer, was ich meine. gerade läuft auch wieder so ein film, da würde ich eigentlich spontan liih schreien, wenn es mir nicht so furchtbar unangenehm wäre die finnin aus dem schlafe zu rauben. die finnin und wie lieb ich sie habe. sie ist aber, und das muss ich hier mal ganz deutlich festhalten: keine perle. frauen sind keine perlen. perlen sind perlen. perlen sind eigentlich scheisse. schweiss macht perlen. frauen sind keine perlen. die finnin ist jedoch eine frau, ich habe schon öfter nachgeschaut. frau. von kopf bis fuß, aber worauf wollte ich eigentlich hinaus? ach ja hier lief gerade ein gruselfilm des gruselfilmregisseurs david lynch. dort quält sich ein gewisser john merrick durch sein elendes dasein. er ist eigentlich voll okay, fromm wie die sau und verständnisvoll vor dem herrn, aber er sieht scheisse aus. diesen umstand nutzt die gottlose gesellschaft volles rohr aus und disst ihn, bis er niedergeschlagen am tisch sitzt und sich grämt. irgendwann legt er seine lumpen ab, schlüpft in einen anzug, legt sich zum schlafen hin und stirbt. weil ich die geschichte ja schon kenne habe ich weggeschaltet. auf rbb erzählt wim wenders von seiner leidenschaft zur schokolade. ich mag wim wenders. kein wunder, denn ich mag ja auch heiner müller und sogar roger willemsen. ich mag auch jochen distelmeyer. stefan aust mag ich auch. ich mochte auch august bebel und theodor wiesengrund adorno und sogar gottfried benn mochte ich auf eine gewisse weise. max frisch logo und natürlich auch ingeborg bachmann. obwohl ich die alle gar nicht persönlich kenne. gut wim wenders kenn ich schon ziemlich gut, er ist mein onkel. mit onkel wim war ich früher schlittenfahren im westerwald. außerdem filmte onkel wim unser treiben immer mit seiner super-8 kamera. da stehe ich mit roten wangen unter einem apfelbaum und erspähe eine spinne, die sich auf mich herab abseilt. da musste ich liih schreien und onkel wim lachte sich schepp. onkel wim war damals noch sehr jung. er fuhr einen vw-käfer der eigenartig roch. nach vw-käfer glaube ich. eines tages ist onkel wim nach amerika gefahren und hat dort karriere gemacht, während ich jahrelang rumgeloost habe, bevor ich es satt hatte und ein florierendes designbüro aufgemacht habe. neulich hat mir onkel wim, den ich heute nur noch wim nenne, eine tafel in’t veld schokolade geschickt. da dachte ich mir, mensch jetzt gehts dir ja gold. und ich dachte weiter: jetzt sitze ich hier in meiner bruchbude, die finnin sanft schlummernd unweit am fuße des laburischen quarzes und stopfe mir geld unter meinen zylinder. morgen werde ich mit r.k. und emil bienenschlau, den alle nur emil bienenschlau nennen einen weiteren plan auf den lodernden feuern des baluwedischen knaripozzys schmieden, welche uns so umbala mit schweif und baldenau umweben. aliamondschaj damen & herrschaften, ich segle euch noch lange um das kleine suppenhuhn in euren köpfen.
WEICHER STUHL
während also ein weisshariger mann vor unserem närrischen robert sitzt und mit seinen verbindungen angibt, blicke ich mit stumpfen blick zum himmel empor. dort droben wohnt die lösung all unserer probleme. unser närrischer robert, noch gezeichnet vom altweiberdonnerstagsfastnachtsumzugsumstand, sitzt derweil mit einer inge-meiselesquen falten- und spaltenwelt auf dem antlitz und also scheinbar von großen sorgen gepeinigt da und murmelt in sich eine unverständliche sprache hinein. ich habe mir indes den weichen stuhl des schlozz emil bienenschlau geholt. der wollte ja ab jetzt sein geld wahlweise als supermodel oder nahe des hiesigen hauptbahnhofes verdienen. nur, dass ich nahe des hiesigen hauptbahnhofes noch nie damen sah, deren umsatz- und einnahmequelle dem des schlozzes künftig angedachten verdienstbereichs entsprechen. die finnin wird mir hinterher sicher sagen, wo es in diesem satz hakt. soll sie. sie ist mein lektorat. während also emilia bienenschlau nun von uns gegangen ist um sein heil in der flucht zu finden, darf in zukunft ich höchstpersönlich unsere php-kunden betreuen. und in spätestens zwei monaten werde ich unsere geschäfte aus dem gefängsnis heraus leiten. das soll ja heutzutage kein problem mehr sein.
APPALACHENREPUBLIK
der strömungsfilm auf der ard ist sensationell. und jetzt wirds auch noch spannend, „zumindest was den osten des landes angeht“ erfahre ich da. da muss ich husten. und jetzt funkelt mein display in der deckenbeleuchtung oder aber: es funkelt die deckenbeleuchtung in meinem display. so ist’s richtig. appropo’s in meiner liebling’s kneipe „zum langen han’s“ da gibt’s das beste pil’s.
manchmal da sitz ich so da und mir ist ganz wohl im gemüt und ich denke „hh hh hh!“ und „och… ja!“ und sogar „lalalala!“ und dann fällt mir ein, dass ich nächste woche nach berlin fahren muss und dann wächst mir ein grauer bart, ich sacke kraftlos in mich zusammen und starre anschliessend mit heißen, trockenen augen an die wand. die finnin fächelt mir dann mit einem seidentuch frischen wind zu und summt eine volksweise. so komme ich wieder zu mir und sage: finnin, finnin… wir müssen sofort unsere koffer packen und die rollläden runter lassen. wir müssen den kombi mit technischem gerät, nahrung und kamelhaardecken auffüllen und dann gehts ab in den süden, aber nicht nach frankreich. vielleicht nach portugal. portugal ist mir gerade ganz symphatisch. portugal ist gut. wir fahren nach aljezur. das kenn ich. da weiss ich auch schon wo wir wohnen. schickes haus mit blick aufs meer oben auf dem hügel, nahe des klosters. ich sage dir, das wird fantastisch und am sonntag fahren wir zur mutter des boris claudius kaspar kreisle edler von hellborn und speisen ziege. au ja. los. pack die macbooks ein und die grundig kugelboxen, alle ipods, den verstärker und jede menge kabel. die bücher da hinten. die vielen, die sich stapeln, weil ich nur noch arbeite wie ein bekloppter und zwischendurch höchstens 11 FREUNDE auf dem klo lese oder die fetzen der zeit, die übrig geblieben sind, wo immer das LEBEN fehlt. pack das alles ein. und hier den kakao mit marshmellows und die chinesischen suppen, auch meine chilisammlung, die espressokanne, die chinesischen thermoskannen, derer zwei. den hund, das schaf, da schwein und wer sonst noch mit will. ich sitz so gut, wie im auto, du fährst!“ und dann sagt die finnin: „aber wir haben doch gar keine rollläden!“. verstehen sie was ich meine? so ist das bei uns im disneyland des feldherrenviertels, im bällchenbad des westends, in diesem ponyhof meines medialambivalenten dasein, welches zu führen ich pflege. dort wo schäfchen und hündchen seit an seit politisches kabarett schauen.
EIERLIKÖR IST BESSER
ich hätte gestern lieber diesen eierlikör abbilden sollen. man sollte
sowieso in allen zeitungen nur noch eierlikör abbilden. vielleicht mache in zukunft in eierlikör. mein desigbüro kann dann sehen wo es bleibt.







