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Ach, immer noch!

Dass sich direkt neben dem Kaffee der breite Schlappen meines Drahteselchens befindet, hat viel weniger damit zu tun, dass ich so viel Direktsaft trinke, als viele glauben. Ich höre Stimmen. Und die Vögel singen irgendwelche Songs aus dem Radio, die ich nicht kenne, weil ich nie Radio höre. Also schon, aber nicht über den von schon Einstein für tot erklärten Äther. Auf den Äther konnte man ja schon immer alles abwälzen. Wenn was nicht klappt, war’s der Äther. Der Äther war lange Zeit ein Massenphänomen und wurde dann vom Internet abgelöst. Wer braucht heutzutage noch Äther, außer vielleicht Hunter S. Thompson. Und jetzt gehen Sie mal ins Internet und schauen nach, was mit Hunter S. Thompson passiert ist. Sie werden staunen.

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Oh! Verstand verloren.

Heute ist der 2. Tag in diesem Jahr, an dem ich meinen Kaffee auf unserem Ultra-Balkon einnehmen kann. Ich werde den vermissen, wenn wir nächstes Jahr, weil dann das Haus abgerissen wird, hier raus müssen. Wir müssen also einen weiteren Ultra-Balkon mit Wohnung dran finden. Es ginge auch eine Atom-Terrasse oder ein adäquates Meganuklear Gärtchen.

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Blut

Bluuuuuut!!! Premiumdirektsaft ist wirklich eine tolle Dingsbums am morgen und auch so als Subhead unter dem Wort Blutorange. Ich habe neulich mit halbem Ohr im bösen Fernsehen gesehen, dass es nur einen Ort auf der Welt gibt, an oder auf dem Blutorangen wachsen. Stimmt das? Kann mal jemand in diesem noch böseren Internet nachkukken? Ich kann grad nicht.

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Frost

Es waren grad 4 Grad Celsius draußen. Dasusd wirklich nicht sein. Da will man sich gar nicht vorstellen, wie kalt es ohne Klimaerwärmung gewesen wäre. Nichts für mich. Schnell noch ein paar Steaks auf den Grill, nachdem ich mehrfach sinnlos um den Block gefahren sein werde. Jetzt weiß ich schon wieder nicht, Plusquamperfekt oder Futur II? Ich werde es mir nie gemerkt haben werden.

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Also!

Bin auf dem Sprung. Ach naja. Mir doch egal. Weiss auch nicht wo mir der Kopf steht. Wenn ich was Wichtiges zu sagen habe, sag ich Bescheid. Versprochen. Mein Ehrenwort. Darauf einen Duschadeng. Aber nicht jetzr. Zu früh für Duschadeng. Aber im Geiste. In mir drin. Also ich…

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Flips & Eierlikör

So sind wir nun wieder zu Hause. Es war klasse in Berlin und mit den Leuten, die dort waren. Wir haben neue Impressionen, neue Kunden, neue Jobs und Oliven aus dem Mittemeer mitgebracht. Außerdem werden wir auf unserer nächsten Release-Party noch einen drauf setzen. Stefan Graunke und Nilz Bokelberg werden Turtleburger grillen. Wir setzen dann alles auf diese großartige Marketingmaßnahme. Sie werden es schon sehen und wir auch.

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re:publica 2010 – Tag Nr. 3

Ich bin ausnahmsweise mal nicht in den Quatsch Comdey Club gegangen. Obwohl da ja sicher mehr geboten wurde als Wasabinüsse und Erdbeerlimes, nämlich richtig gute Gespräche, aber was bringt das denn?

Und weil ja auch die Welt- und Republica-Emotions-Pressesprecherin schon auf der Götz Werner-Session für »uns alle« twitterte, hörte ich mir kurz an, was Johnny Häusler und Markus Beckedahl über ihre eigene Veranstaltung zu erzählen hatten (Es gibt nicht nur 11, sondern 13 Kontinente). Das war sehr erhellend. Ich bin dann in Kalkscheune gegangen, wo ich zu einer weiteren Flasche Club-Mate in mein iPhone starrte und das kurzzeitig schöne Wetter genoss. Ein kurzer Plausch mit @Puppiges über was so geht in der Hood und dann gings auch schon zum @McWinkel (übrigenserweise Autor in Stijlroyal13), wo auffallend viele Teenies zugegen waren, denen er aber, genauso wie mir und @kcpr, viel aus seinem reichhaltigen Erfahrungsschatz erzählen konnte. Es war sehr kurzweilig.

 

EINZELFÄLLE

 

Mir wurde von einer großen Bohemian Rhapsody-Karaokisierung erzählt. 300 Teilnehmer der re:publica sangen zusammen, weil Biz Stone, der Miterfinder von Twitter dann doch keine Zeit hatte an einer Videokonferenz teilzunehmen. Es könnte u.a. die Relevanz andeuten, die der US-Amerikaner für eine deutsche Social Media Konferenz empfindet. Aber statt in die Trübtassigkeit zu verfallen, wandelt der großartige Johnny Haeusler auf den Pfaden des Gotthilf Fischer, gründete spontan einen Temporärchor und steigerte nebenbei das Zusammengehörigkeitsgefühl der Teilnehmer ins Maximale. Man kann das nicht hoch genug bewerten und falls hier ironische Untertöne hineininterpretiert werden, so vergessen Sie das, ich meine das genau so.

Das Wesentliche an der re:publica ist die Zusammenkunft und das Rumsitzen in den Foyers. Das Aufgreifen der Gendanken, den Stellenwert des Interenets bewerten und die zumeist gar nicht so weit von einander entfernt liegenden Gedanken abzugleichen. Dann fahren 2.500 Menschen wieder nach Hause und können wirken. Das ist zwar noch keine große Volksbewegung, aber wer hat so was erwartet? Die vielbescholtene Blase ist keine Massenbewegung, aber sie ist ein wichtiger Bestandteil der Kultur in diesem Lande und »die Sache« wird sich entwickeln.

 


PETER KRUSE UND DR. MATHIAS WINKS

 

Die beiden besten Sessions waren für mich die von Peter Kruse, ich erwähnte es bereits und »Aus dem Leben eines Faulancers / How to make a living aus dem Blog« von McWinkel. Das mit Kruse, ist glaube ich klar, das haben viele sehr positiv bewertet, aber wie wichtig kann so ein Schein-Schlurie wie McWinkel denn sein? Schließlich hat er weder einen Lehrstuhl inne, noch scheinen hehre Ambitionen seinen Lebensweg zu ebnen. Aber Winkelsen griff ein Thema auf, das ja eigentlich das nächste und übernächste ganz große Ding sein muss: Wie verdiene ich denn nun wirklich Geld mit dem Internet? Es hätte jede zweite Session auf der diesjährigen re:publica zu diesem Thema stattfinden müssen, weil es einfach die Sache erst richtig rund, ausgebaut und erwachsen macht. Wie können Blogger ein Leben in Würde führen, ihre Miete bezahlen und sich eine Sozialversicherung leisten? Es mag den einen oder anderen bourgeoisen Faz-Autoren auf die Palme bringen, aber hier ist dringender Handlungsbedarf. Aber das wissen Sie ja bereits alle. Mathias Winks hielt dazu alles andere als einen wissenschaftlichen Vortrag, aber er machte deutlich, dass man vielleicht nicht auf den einen ganz großen Anzeigenkunden warten muss. Die Dinge zersplittern. Man wird womöglich in Zukunft eher von einer Anzahl kleiner Jobs sein Leben finanzieren müssen, es wird gepatchworked werden. In allem. Ein Blogger wird einen Teil seiner Zeit dazu aufwenden, sich um die Finanzierung seiner Arbeit zu bemühen. Winks berichtete, wie er Tests (naja… jedenfalls sowas ähnliches) u.a für Autos und Spielkonsolen machte, um sich so seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Und weil er so eindringlich und begeistert über seine Biersorte schrieb, wird er nun auf Lebenszeit mit Bier in rauhen Mengen versorgt. Und auch wenn ich selbst kein Bier trinke, ich glaube hier wird deutlich, Bloggen kann ein Leben in Saus und Braus zur Folge haben.

 

Danke liebe re:publica Initiatoren, dass Ihr eine Plattform für all dies geschaffen habt. Ich kann an dieser Stelle nur meinen Respekt zum Ausdruck bringen und ich werde auch beim nächstes Mal im Rahmen dieser geradezu spirituellen Erwartung, wieder die Katze im Sack kaufen und ein Ticket für die rp11 erwerben, noch bevor auch nur ein einziger Programmpunkt fest steht – Amen.

 

re:publica 2010 / Tag 1

re:publica 2010 / Tag 2

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re:publica 2010 – Tag Nr. 2

Zunächst einmal wollte ich wieder in den Quatsch Comedy Club. Leider war mir das dort zu schwül und dann fiel mir auf, dass mich das Thema auch gar nicht interessiert. So saß ich mit dem liebreizenden Kirscheplotzer da, soff eine Club-Mate nach der anderen und wir erklärten uns in alter Tradition gegenseitig Twitter. Wir werden uns nächstes Jahr wieder an dieser Stelle treffe, um es uns zu Ende zu (v)erklären. Anschließend fuhr ich mit der Finnin an einen 1,2km entfernten Ort, wofür wir ca. 40 Minuten Fahrtzeit beanspruchten, um uns an einer Bude für hawaiianischen Kaffee mit DriveIn-Schalter hawaiianischen Kaffee zu erwerben. Das Wort »DriveIn Schalter« steht da etwas unglücklich und wirkt bemüht in den Satz hinein montiert, doch ich weiss keine bessere Lösung.

Danach wollte ich die Hass-Session der entzückenden Caroline Buchheim besuchen, doch dort hielten sich ca. 2.500 Menschen in einem etwa 12qm großen Raum auf. Also lief ich schnell weg und verpasste dann auch die Fußball-Blogger-Session, was aber laut @Rudelbildung nicht so tragisch war. Vielleicht war es auch tragisch ihn zu verpassen, aber das konnte ich nicht so genau herausfinden. @Rudelbildung trägt ihr Herz auf der Zunge, was mir außerordentlich gut gefällt. Anschließend besuchte ich eine Veranstaltung in der der äh… äh… sagt man Internetfuzzi? Also der Internetfuzzi und Faz-Blogger Michael Seemann und der Mac User, Spreeblick-Mitarbeiter, Programmierer und Quasigatte der bezaubernden Frau von Webel Max Winde einen Potcast live besprachen, was ja nicht weiter schlimm gewesen wäre, wenn ich gewusst hätte um was es eigentlich ging.

 

DER SINN

 

Es geht im Prinzip ja allen Teilnehmern des sogenannten Blogger-Kongresses (⚐) re:publica darum, sich selbst in den Arm zu petzen, um festzustellen, ob sie noch träumen oder ob das schon jetzt die Zukunft ist. Es ist also wie 2009 und wahrscheinlich auch wie in den Jahren 2007 und 2008. Das ist ein wenig Schade. Ich hatte es ja in einer grenzenlosen Euphoriefetzenhaftigkeit schon erläutert, dass ich Peter Kruse heiraten möchte, der am Mittwoch für so etwas wie eine Auf-Null-Stellung der Internetdiskussion sorgte. Wer wissen will, was ich damit meine, kann mich ja mal in meiner Datscha in Absurdistan besuchen.

Jedenfalls ist es noch nicht erreicht, das Zeitalter in dem das Internet im richtigen Leben eines Großteils der Menschheit angekommen ist. So sehr ich diesen Moment auch herbeisehne und wie paukenundtrompetenhaft ich mein Leben auch schon in die Hände dieses Internets gelegt habe. Lassen wir die Lawine rollen. Wir haben keine Wahl.

Zuvor werden sich morgen um 13:37 Uhr die Digital Residents und die Digital Visitors bei einer Runde Schlamm-Pong um die Vorherschaft der Dings… und so weiter und sofort. Sie wissen schon.

Ich plädiere zuvor, also eigentlich jetzt in diesem Moment, also ab jetzt, sofort, das tritt also nach meiner Kenntnis ist das sofort, unverzüglich… plädiere ich für die Einführung der Konzeptlosigkeit. Viele werden sich wundern, wie wenig sich da ändert.

 

Und noch etwas zum Schluss: Allen, die zuhause nervös an ihren Devices herumnesteln und sich fragen, ob sie etwas verpasst haben, wenn sie nicht in diesen Tagen auf der re:publica verweilen, sei gesagt: Ja, ihr habt was verpasst. Das erkläre ich dann aber mal en detail bei einem gepflegten Stø am St. Nimmerleinstag.

 

re:publica 2010 / Tag 1

re:publica 2010 / Tag 3