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vier nuklear verseuchte affen. oder waren es fünf?

dieser tag war sehr aufregend. ich kann leider nicht sagen warum. sonst gibt’s
richtig ärger. und dann will ich nimmer sein. aber es war auch sonnig
und ich hatte das gefühl, von bauarbeitern klammheimlich extrem bewundert
zu werden. ich kann mich aber auch täuschen. wäre ja nicht das erste
mal. dass ich mich täusche meine ich.und dann haben wir die arbeitsfahne
aus dem fenster gehalten. sedanland konzentriert im prozess. sonst wäre
r.k. mit uns arg gewesen. davor haben wir angst. dann wollen wir nimmer sein.
und als wir dann fertig waren mit arbeitsfahne aus dem fenster hängen,
da haben wir eine radiosendung hingeschmissen, die sich gewaschen hat. und
das war so: ein gelb angelaufener mann aus dem hinudkusch und steffi maus
unser mann in berlin, waren die gäste und so wurde es ein illustrer abend
mit viel spontanem geseier. besonders der gelbe mann wusste allerhand zu erzählen,
von sich versteht sich. der rest hat ihn nicht mehr interessiert. wir sind
würmer. aber wir würmer haben dann unsere lieblingslieder zum besten
gegeben. die damenwelt hat gewiss lustvoll aufgestöhnt. ich kann mich
aber auch täuschen. wäre ja nicht das erste mal. dass ich mich täusche
meine ich.

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nachholbedürfnisanstaltsleitung

morgen stund hat x-trem von diesem schwülstig aussehenden edelmetall
im mund. das macht mich jeden tag aufs neue stutzig. das kann doch eigentlich
nicht sein. wo es doch voll rohr in ist, bis in die puppen im bett herumzulungern
um dann jedoch den rest des tages voll im stress zu sein. mit mir nicht liebe
kinder. mit mir nicht. nicht mehr. früher vielleicht mal. aber heute
ist alles anders. wie anders, das kann ich mit worten kaum beschreiben. ich
möcht’s mal so versuchen: stellt euch vor, ihr macht eine wanderung durch
die alpen. auf dem weg zum gipfel muss ein reissender fluss überquert
werden, aber zum glück liegt ein als brücke verkleideter baumstamm
bereit, so kann die andere seite des ufers mit etwas geschickt erreicht werden.
in vier bis sechs stunden ist der gipfel erreicht. das obligatorische gipfelsturmerhabenheitsgefühl
stellt sich ein. eintrag ins gipfelbuch. heimreise. auf dem rückweg allerdings
ist da zwar noch der reissende fluss, der baumstamm jedoch glänzt durch
abwesenheit. es bleibt kein ausweg. es muss eine blockhütte gebaut werden.
man wird sesshaft. es folgt also das übliche: man freundet sich mit einem
bären, einem griesgrämigen fallensteller und einem indianer an.
züchtet murmeltiere und lebt fortan von käsefondue. zum mittagessen
gibt es eine schüssel dampf. so anders ist das. die unten abgebildeten
damen und herren haben damit mal mehr, mal weniger zu tun, doch eins eint
sie alle drei: sie sind alle ehemalige eishockeyspieler und haben 1987 mit
den edmonton oilers den stanleycup (zweites bild von rechts) gewonnen.

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eine samba-factory namens sed.four

vor einigen jahren, ich wohnte in einer miniwinzwohnung in berlin-kreuzberg
und alles was ich hatte, war ein kabelanschluss. deshalb schaute ich mir zusammen
mit der großartigen nina altschiller und dem heiratsschwindler und selfmademillionär
alexander s. eine sendung über das montreux jazz festival an. dort waren
zum beispiel die merkwürdigen versuche von miles davis zu sehen, wie
er mit seinen neu aus japan mitgebrachten synthesizern eine session oder ein
konzert oder sonstwas aufführte. bei allem respekt vor dem mann und auch
im hinblick, dass meine plattensammlung aus einer million miles davis platten
besteht und ich auch weiss warum und so weiter und so fort aber: schuster
bleib bei deinen leisten. aber worauf ich hinaus will ist ja folgende begebenheit,
die man eigentlich kaum beschreiben kann (ich höre helm helmo auch wieder
sagen: da musste dabei gewesen sein!). jedenfalls wurde da ein nina simone
konzert übertragen. sie saß am flügel. doktor nina simone.
mit aller würde und dem was sie so ausmacht und sie spielte einige songs
und sang und was weiss ich. dann aber während des konzerts stand ein
mann auf und wollte das konzert verlassen. sie bemerkte das. hörte auf
zu spielen und sagte… sie schrie nicht, sie brüllte nicht, sie rief
noch nicht mal… sie sagte dem mann, dass sie erst mit dem konzert fortfahren
wird, wenn er sich wieder an seinem platz gesetzt hat. da war alles klar.
das war dann halt so. respekt! haben wir gebrüllt, denn wir würmer
mussten ja brüllen. nina simone musste das nie.

nina simone „the other woman“
merry clayton „gimme shelter“

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fernsehmarathon

gut, r.k. war mit uli hoeneß und marie bäumer zum skifahren in
kitzbühl und rub rubner weilte einige tage in new york, in seiner eigenschaft
als restaurantkritiker für die zeitschrift allegra. ich jedoch habe die
osterzeit vor dem fernseher verbracht. mal wieder. wie immer eigentlich. reisen
macht dumm. ich habe mir also 90 flaschen cola light und einen knettenbrecht
container voll popcorn bringen lassen und das war’s. ein hoch auf die amerikanische
freizeitkultur. hurra. es war klasse. ich habe allerdings fast alles wieder
vergessen. aber auch das gehört dazu, denn was man sich sonst alles merken
würde… merkwürdig im gegensätzlichen sinne. aber eins habe
ich mir behalten: wenn ich mal nicht mehr bin, also kurz danach, wenn ich
zum beispiel mal, und das kann ja gut sein, als gladiator im circus maximus
oder im von mir aus auch im frankfurter waldstadion (is ja gut…) dahingerafft
werde, zum beispiel von einem als phoenizier verkleideten herrn mit dreizack
und fischernetz, dann möchte ich bitte, ja dann verlange ich, dass sich
eine hübsche dame über mich beugt, weint und dann meinen top banana
lieblingsosternundauchsonstsatz sagt: wer hilft mir ihn zu tragen ?!

ja? ginge das? das wäre sehr freundlich.

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apothekenbedarf

es liegt ein grauschleier über der stadt, den meine mutter noch nicht
weggewaschen hat… humba humba und so weiter. jetzt triffts genau zu, was
peter hein seinerzeit sang. und kalt ist es. obendrein sehe ich gerade einen
kotzenden mann, wenn ich hinüber blicke. da werden sich die italiener
aber freuen, wenn sie hernach ihren laden öffnen. alkohol is king. man
merkt’s gleich.heute ist ostersamstag und zwischenzeitlich haben alle eine
ähnliche haltung an genommen, wie vor weihnachten. was ich ja hasse.
stressen. geld ausgeben. fünfzig taschen schleppen MÜSSEN. zum glück
gibt’s ja gentlemen aller orten, die helfen beim tragen. nicht so ich. ich
helfe beim wundern. aber ich habe sehr viel verständnis. das hat sich
der amerikaner ja fein ausgedacht. jedes noch so heilige fest zum gegenstand
wüstesten konsumterrors zu machen. ich kaufe noch milch und vielleicht,
vielleicht kaufe ich auch mal ein paar eier. und ich mach auch mit dem edding
ein paar zeichen drauf. mal sehen was die keltische mythologie so hergibt.
aber bio müssen sie sein und groß wie häuser und erst unter
verwendung eines beiles, darf die schale brechen. dann wäre auch für
mich ostern.

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kamele reiten in die sackgasse forever

mir wurde noch nie so deutlich, dass es kracht als wie jetzt. freegt sich
nur wohin. damit ist ja wohl glockenklar, dass alles in ordnung sein muss.
muss doch. ist es ja auch. heute ist niemand hier im sedanland. jedenfalls
noch nicht. aber vielleicht gleich. ach so, ich bin ja da. aber sonst niemand.
faules pack. mal nachdenken.es will und will einfach nicht unkarfreitäglich
werden. man muss es nehmen wie es kommt. gerade schrieb mir eine junge dame,
es gäbe einen dschungel im westend. ich hatte ja keine ahnung…

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drei coole fonzies rocken die disco

und die sonne geht auf. und die erde geht unter… sagt king rocko schamoni.
und er muss es ja wissen. heute ist freitag in my mind. irgendwie ja auch
egal. als firmenboss erfährt man ja ohnehin stets als letzter, wann die
feiertage sind. brauchen wir überhaupt noch feiertage? ich denke nein.
dauernd die feierei. lieber mal was schaffen. neonlightening. ich scheine
zu schweben. über den jobs. über den deadlines. über dem ganzen
sedanland. ihr kleinen zwerge. ist eigentlich noch krieg am golf GTI. hat
der schorsch jetzt gewonnen. gestern hat er so gegrinst, als er bei den boeingleuten
stand. er hat bestimmt gewonnen. er muss gewonnen haben. der amerikaner gewinnt
immer. nur nicht im fussball. har har har. und das darf auch nie passieren.
ein paradigmenwechsel. währet den anfängen. niemals. das wäre
der untergang. das ende.doch seht her. heute abend ist boogie-night da hinterm
bahnhof bei den siebentausend zwergen. da gehen wir hin. in feinstem zwirn
und mit ordentlicher kopfbedeckung. da kann man uns sehen und an uns rumfummeln.
man kann fragen stellen. man sollte jedoch eine leicht gebückte haltung
annehmen, vielleicht in ehrfurcht erstarren, gerne auch hysterisch kreischen.
wir kennen es ja nicht anders. DISCO ! ! !

sound experience „boogie woogie“
lonnie listonsmith & the cosmic echotes „cosmic funk“
johnny hammond „star bone“

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die ganze wahrheit

big hightech wird hier ausschließlich verwendet. sogar tagsüber.
glitzer. seit heute ist unsere neue internetseite im internet. das finden
nicht nur inder nett. sondern alle. und damit auch auch wir. wir sind ganz
aufgeregt. dauernd geht das telefon und meistens ist der us-präsident
dran, aber wir wimmeln ihn ab. der kriegt von uns nichts. vielleicht ein brathähnchen
statt des weisskopf seeadlers ins logo. das schon. das kann er gerne haben.
aber nur für mindestens eine trilliarde dollar. oder sagen wir, soviel
wie der krieg im nahen osten kostet. damit kämen wir einige wochen über
die runden. wir haben die stretchlimos schon bestellt. nein. keine stretchlimonade.
stretchlimousinen natürlich. weiss mit getönten scheiben, hinten
drauf ein bumerang und vorne ein kronleuchter. im inneren dreht sich eine
discokugel und statt eines autoradios sitzt dort barry white. das kommt bald.
da sind wir uns ganz sicher. halleluja. praise the lord.

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belgische waffeln

reich beschenkt ist die halbe miete. heute kam das christkind. zearöbb
rockt das sedanland. und wir sitzen immer noch hier und müssen weinen
vor lauter glükk. besonders ich. aber ich bin ja auch ein suppenkasper
vor dem herrn. und das gerne. endlich haben wir einen fernseher und noch dazu
einen aus high technology. superband, PAL, 1.000 hertz, 24 milliarden farben,
videotext, lautsprecher von dolce & gabbana, gehäuse aus tropenholz.
geil. leider müssen wir jetzt zum kunden, aber wenn wir zurück sind,
schauen wir uns tita von hardenberg auf diesem bildschirm an. ich bin so aufgeregt.
danke ! ! !

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[röcks röckeldigör in de gehölzenen]

ich war im wald. aber nur in meiner phantasie. in echt war ich in einem raum
mit orangenen tischkanten. und draussen glitzerte die sonne in allen farben.
und daran, wie oft ich das schon erwähnt habe, kann man erkennen, wie
tip top ich das finde. vielleicht das wichtigste auf der ganzen welt. naja.
vielleicht nicht das wichtigste, aber das schönste. schöner als
ein döner.deshalb kucken wir alle auch so skeptisch. und um das nochmal
zu erwähnen und eine halbe flasche besten eigenlob über unseren
häuptern zu ergiessen: die donnerstagsendung war vielleicht die beste
die wir je gemacht haben. nick hornby „31 songs“ war das thema.
wir sind bestimmt nicht die einzigen und bestimmt schon gar nicht die ersten,
die dieses buch zum thema einer radiosendung gemacht haben, aber wir sind
drei coole fonzies. das ist der unterschied of the world. schade, dass es
mal wieder keiner gehört hat. das erinnert mich an die szene in der montgomery
burns im nachthemd aus dem wald kommt und sagt: „ich bringe euch liiiieeebe!“,
darauf der mob: „er bringt uns liebe?! brecht ihm die beine!!!“.