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WEEKLY WORLD NEWS

als wir noch jung waren, ein bißchen jedenfalls, das muss so anfang 1990 gewesen sein, da gab es eine zeitung names NEUE SPEZIALS. ich glaube sie kam aus holland. dort erfuhr man unglaubliches von rund um den globus. eine mischung zwischen peter moosleitners interessanten magazin und der chefredaktion der bunten unter folter einfluss von guarana-wein mit absinth. schlagzeilen wie

„unfassbar – frau von eigenem pelzmantel aufgefressen“
„der sprechende apfelbaum von kloster saumholz.“
„elvis lebt!“
und
„unglaublich – rudi carell an zwei orten gleichzeitig gesehen“

elvis okay, aber rudi carell an zwei orten gleichzeitig, ausgeschlossen. zu übertrieben.
in diesen tagen erscheint die letzte ausgabe der weekly world news. deren schlagzeilen sind ähnlich gehaltvoll, wie der spiegel heute berichtet:

„Schlauester Menschenaffe der Welt geht aufs College“
„Veganer-Vampir greift Bäume an“
„Dick Cheney ist ein Roboter“
„Bibel der Außerirdischen gefunden – sie beten Oprah an“

und vor allem:

„500 Fuß hoher Jesus erscheint vor der Uno“

warum geht eigentlich der zweitschlaueste affe nicht auch aufs college? so frapierend kann der unterschied ja nicht sein. es gehen sichere noch weitere affen aufs college. andere machen eine aussbildung, wieder andere beziehen sozialleistungen in burkina faso. und natürlich kann der… ach egal…

guarana-wein mit absynth gabs übrigens am freitag auf der veranstaltung am schlachthof. jedenfalls bestand der mann, der uns das verkauft hat darauf.

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FÜNF JAHRE DAS HIER | HURRA

sehen sie nur, was da steht. sehen sie nur. vor fünf jahren ging dieses blog auf große fahrt. manchmal auch auf großen fart.
am vorabend haben sie mir noch die schwalbe geklaut und am nächsten morgen gings los. blog, was ist das? ich nannte das was ich hier machen online-tagebuch. huhm… hh hh hh. ja so war das und als ich ein paar wochen später zu r.k. sagte, ich hätte ja wohl das was man ein blog nennt, da flippte der doch völlig aus. was ich mir denn einbälde frug er mich. das dies nicht die richtige software sei und das ein blog was ganz anderes wäre. ich schämte mich. und ich schäme mich heute noch. jedoch sond 5 jahre eine lange zeit. damals schrieb ich noch auf einem ibook G3 12″ 500 mhz dvd (dual usb) und auf einem imac G3 333 mhz (revision d) meinen schmonz ins weltweite netz hinein. später dann kam ein powermac G4 733 mhz superdrive (digital audio) hinzu. dann ein imac G4 1 ghz 17″ superdrive (flat-panel 2003), was schließlich vom powerbook 1,67 Ghz 17″ superdrive abgelöst wurde. heute steht mir ein macbook 13,3″ 2,16 GHz core 2 duo (black superdrive) und ein macbook pro 17″ 2,33 ghz core 2 duo (supenkasper schwanzverlängerung) zur verfügung. klar, dass ich mich inzwischen für den porschetyp halte. ich bin ja auch einer. ich bin was besseres. was viel besseres. ich bin sogar besser als ich selbst. ich übertreffe mich in meiner güte selbst. das hätte ich früher nicht gedacht. heute jedoch weiss ich es. ich weiss alles. fünf jahre blogroyal (formaly knwon as klassenbuch) haben dies aus mir gemacht. danke.

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HERR DER GEZEITEN

GEZ ma in echt, eigentlich sollte man ja sein mundwerk einGEZäumt halten, aber ich will auch nicht ein GEiZkragen des offenen wortes sein, schließlich bin ich ja noch GEZeichnet von den umständen. ich hab ja lanGE Zugeschaut, habe geschwiegen und meine lunGE Zum atmen verwendet, aber nach alles was sie anGEZettelt haben, kann ich nicht mehr schweigen. die gesetzliche rundfunkgebührenpflicht ist sicher nicht das schlechtest, hängen wir doch alle (sic!) vor der glotze und ziehen uns arte und 3sat rein oder england gegen deutschland. aber manchmal muss man sich doch sehr wundern.

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À PROPOS

man sollte ja seine kinder nicht auf flickr ausstellen. das hats früher nicht gegeben, wo alles besser ist. ich weiss ja dass einige der leser dieses dingenskirchen väter, resp. mütter sind und ich weiss von denen nicht wirklich, ob die auch ihre kinderlein im flickr stehen haben, aber das finde ich komisch. warum nicht auch röntgenaufnahmen, darmspiegelungen und aufnahmen von morgenstuhl und mittelstrahl. man könnte hausaufgaben, schularbeiten veröffentlichen, blaue briefe oder läuse. das kommt bestimmt auch noch. flickr find ich gut, aber ach… das gibt wieder ärger. das ist mir nur gerade aufgefallen.
eben war ich draussen, ich war eigentlich den ganzen tag draussen und hab sonstwas gemacht, statt dem magazin seite an seite zu fügen, bis es ein ganzes ist. übrigens (aufruf) wäre ich durchaus bereit in unserem magazin mal einen durchdachten und gutgeschriebenen gedanken über den herbst zu bringen. ich meine nicht den deutschen herbst oder den herbst als nekromantische phantasie, sondern einfach jahreszeitlich unabwendbar die oder das herbstliche als solche. mit magazin meine ich das heimatmagazin. mit durchaus meine ich, wenn ich will. das entscheidet der herr chefredakteur selbst und niemand kann ihn stoppen. ich höre.

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DIE ANDEREN UND DIE ENGLÄNDER LIEGEN ZURÜCK

lese gerade mercedes bunz und frage mich… also wenn sie doch nur wirklich so heißen würde, dann lüpfte ich mein hütchen. sie ist laut jetzt eine superberlinerin. super.
und dann erfahre ich aus dem fernsehgerät, dass philip lahm der beste der 11 freunde auf dem platz im wembleystadion ist. „wir“ führen 2:1 zur halbzeit. trochowski also. ach das sind noch namen. richtige fußballstars. andererseits, wenn ich mir den englischen topstar anschaue, dann muss ich lachen. irgendwo hockt seine albern überdimensionierte sonnenbrille rum, keine ahnung von nichts und dumpft vor sich hin. ach und ich hab kopfschmerzen und unser kühlschrank ist…. nicht leer, aber nicht befriedigend erfüllt mit schofeligkeiten. wir hamm auch keine chips im haus oder kuchen, noch nicht mal brot. wir hamm keinen orangensaft und keine belgischen waffeln. ich brüte mir ein ei, hätten wir eins im hause. ich büke mir nen kooche, hätten wir mehl und ich rüfe platipussy an, wenn das telefon nur nicht alle wäre. ich trünkte ein cökchen, wenns da wär und ich bratete mir ein steak, so es läge dafür bereit. ich wüllste fütten, but i don’t know why. oh… unser bundestrainer sieht aus wie ein edelmann. wie ein modell. wie ein… schöner mann. mit seinem schwarzen anzug, dem weissen shirt und dem seidenschal. unser trainer. früher schäumte man vor scham. heute nicht mehr. ach hab ich kopfweh, mein rechtes auge ist schon ganz knusprig. ich kann nichts mehr sehen. ich mach schluss.

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KATZENBLOG

wir warten ja noch bis frau luna endlich wirft und dann fahren wir nach werder, nehmen den finger aus dem bobbes und geben dem onkel die hand. dann gibt er uns vielleicht en kätzchen ab, bevor er den rest, wie auf dem lande üblich im kleinen zern-see ertränkt oder an die scheunentür wirft. danach fahre ich mit dem potsdamer durch die wilde, aber erfreulicherweise flache landschaft dort und am ende, da bin ich mir sicher, entzückt er uns mit seinen kochkünsten. vorher besuche ich noch die kaputten kumpels in berlin und überzeuge mich über den ordnungsgemäßen zustand der verrottung und des elends, in welchem die damen und herren freiwillig ihr sein zubringen, nur um einen auf große stadt machen zu können. die kulturnummer zieht bei mir nicht. das kenn ich, ins theater geht ja eh niemand. kein geld.
aber ich schweife ab, wenn wir ein söhnchen von frau luna haben, also wenn der potsdamer, seine frau und die kinder so großzügig sind, dann nehmen wir es mit nach hause, an den fuße des laburischen quarzes und beobachten die katze beim wachsen und kacken. dabei stellen wir uns bei der katzenfrage an, als bekämen wir ein kind. wir machen uns sorgen, zerbrechen uns den kopf und sind unsicher. hoffentlich ist die katze gesund, stubenrein und nicht so überdreht. wir fragen uns, ob das ketzchen wohl alleine sein kann, ob wir’s in den hof lassen können, wo es dann hinläuft und ob es dann in gefahr ist. einem freund, dessen katze frei das haus verlassen kann und sich gerne auch mal ein paar tage draussen und woanders aufhält, ist mal folgendes passiert: er fuhr jeden tag die landstraße entlang, wo ihm eine plattgefahren katze auffiel. als er nach ein paar tagen, die katze war scheinbar mal wieder unterwegs, mal nachschaute, war es sein kätzchen, was da am asphalt klebte. eijeijei. da zermartern wir uns lieber noch ein bißchen das köpfchen, am ende sperren wir das ketzchen ein. hier kann es dann auch in zwei stockwerken glücklich werden und es wird nie erfahren, was für ein welt da draussen wartet. im guten wie im bösen sinne. ach jeh. ich komm noch um vor sorge.