jetzt sitz ich hier mit krummen buckel und mach magazin, wie wir in der fachsprache sagen. im tv-gerät ist gerade elvis pressluft zu gast. ein so ein schöner mann. er sitzt auf sechziger-jahre-möbel und die damenwelt kackt komplett ab. ihm ist sehr heiß. was trägt er auch einen schwarzen lederanzug?
naja. ich glaube mir platzt eines tages mein kopf. diese aussage ist meine lieblingsbeschäftigung. selbstmitleid und so. zu denken, man sei verrückt, man sei irgendwie anders. dabei bin ich ein klassischer langweiler. auch gelogen. mir platzt aber nicht der kopf, obgleich ich an viele dinge denken muss. ich habe ja immer noch zeit, mich der bonsai-zucht zu widmen. oder an meiner 2000 jahre alten espresso-maschine herumzuschrauben. jetzt habe ich aber keine zeit, denn ich mache magazin. frau kleinert hats ja bereits angesprochen. bin ich also ein magazinmacher? ein macher? naja. ein fauler hund bin ich. ein neurologe, den ich letztens besuchte sagte ich sei ein porsche-typ. das gegenteil war der traktor-typ. ich musste ein bißchen lachen. als ich später beim groszmogul im cabriolet saß und über die sonnenblende hinaus auf die straße geblickt und mücken gefressen habe, da dachte ich, so sieht also ein porsche-typ aus. das dachte der groszmogul übrigens auch, aber er sagte nichts. als vom fachmann ermittelter porsche-typ sitze ich also nun vor dem magazin und ringe mir einen text für die seite 3 ab. und wenn ich den nicht habe, kann ich auch die folgenden seiten nicht machen. so mache ich immer magazin. ich bin ein magazinmachungsauthist. dabei muss ich auch noch an zwei produktbroschüren arbeiten und mich um diverse andere dinge kümmern. ach ich wäre gerne ein authist. wenn die welt einem dann nicht immer sagen würde, man müsse sich ändern, dann wär alles geritzt. ich spräche zum beispiel mit meinem kumpel (siehe links) im primzahlenstyle und wäre ansonsten in mir versunken. ach was, ich muss magazin machen. prost. holsten knallt am dollsten.
WAAAAAS, JOERG BUTT SPIELT BEI BENFICA…?
habe ich eben gedacht, als ich nochmal die toilette besuchte. und manchmal denke ich mir, das ist nicht gut, es reicht nicht. diese information macht mein leben nicht besser. allerdings auch nicht schlechter. gerne lobe ich herrn benn für die bemerkung: „glück bedeutet, dumm sein und arbeit haben.“ und so benehme ich mich dann auch hier. der aal im banalen eklektizismus, den ich hier gerne gebe (den aal meine ich), weil mir jede bildungsbürgerliche attitüde zu bemüht vorkommt, der will ich manchmal gar nicht mehr sein. ich würde gerne wichtiges verkünden. auch mal eine kluge beobachtung zum besten geben, doch ich kann nicht. ich möchte das nicht mehr und dann möcht ich’s doch, gleich darauf wieder nicht. „ambivalent, ambivalent!“ rufe ich dann den fremden himmelskörpern über mir zu und die sterne sagen: „mutabor, sesam öffne dich, parole chicago, palimm palimm, alles der gleiche scheiss.“ und das ist es dann. danke liebe sterne, murmele ich dann kaum hörbar in meinen rauschebart, das ist das was ich hören wollte. damit kann ich was anfangen. den begriff bildungsbürger verwende ich in nicht pejorativ, nicht wieder schümpfen liebe philosophen und werderaner. so jetzt habe ich den faden verloren. so ein schlamassel. naja. da fällt mir ein, ich muss ja viel mehr über mein dasein in diesem, nämlich auch meinem designbüro berichten.
also berichte ich folgendes: heute morgen habe ich zu unserer finnischen projekt- und sonstwasmanagerin gesagt: „hei, weisch was, i blaib noche bissel liegen.“ und so kam ich erst um halb zehn ins büro. ich darf das, ich bin mein eigener herr und ich werde nicht müde dies zu betonen, obgleich ich um die gefangenschaft meiner seele weiß und wie ich sklave des alltags bin. ich setzte mich also an meinen schreibtisch und eröffnete mein macbook pro, kopierte 15 mehr oder weniger aufregende mails und 270 spammails auf meinen computer, trank einen schluck kaffee und sprach mit den meinen. wie es denn heute so würde und was alles anstund, frug ich. die anderen sagten: „och, hh hh hh.“, „hmmm, schwierig.“ und „kwa kwa kwa kwa kwa kwa kwa kwak.“ frau kleinert war wieder frech wie rotz und boebelsund gut gelaunt. er ist ein lilalaunebär. kurz darauf verliesen alle mein büro und ich hörte nur noch ein einschläferndes tackern und tippen und klicken und surren und murren. auf meiner dringendliste befanden sich acht arbeiten, die unbedingt erledigt werden mussten. so fing ich an. ich arbeitete und arbeitete. anhand unseres zeiterfassungssystem kann man deutlich sehen, dass mir anderwo der orden „held der arbeit“ verliehen worden wäre. „seufz!“ sagte ich und die sonne scheinte mir auf mein haar. „seufz!“ sagte da mein haar. kurz vor 20:00 uhr verließ ich diese verwunsche säuremine und fuhr mit dem fahrrad heim. als ich im begriff war mir dieses fahrrad zu erwerben, gab ich vor, weil ich wusste, dass man mich ob der tatsache schon ein hervorragendes fahrrad mit sehr sehr dicken reifen zu besitzen, schnell als geldverschwenderischen, großkotzigen angeber identifizieren könnte, ich führe mit aber genau diesem neuen fahrrad, welches über zwei hervorragende gepäcktaschen von ortlieb verfügt, jeden tag zum lebensmittelerwerb, was ja dann zum vorteil aller wäre. als ich das fahrrad dann hatte, sagte ich „har har har!“ der rest ist schnell erzählt – das fahrrad hat noch nie einen lebensmittelladen von innen gesehen und wir erwerben unsere grundnahrungsmittel immer noch bei der tankstelle. heute gabs zum mittagsessen salzbrezel ohne salz mit red bull light. das ist mein leben, kein wunder also dass ich nicht so viel zu erzählen habe.
WOMÖGLICHKEITSEVENTUALITÄT
hallo liebe leser. nach unserem umzug auf attakke-royal ist flolgendes passiert: ein selbsternannter philosoph aus dem westphälischen findet seinen freund aus potsdam nicht mehr. der potsdamer selbst hat das schreiben eingestellt. platipussy hat schon lange keinen bock mehr zu schreiben. boebelsund fällt nichts ein. emil knipst weiterhin selten bis nie. pupsismaus kannste in dem zusammenhang ja schon lange vergessen und das blogroyal steht jetzt hier noch als letzte bastion gegen die einsamkeit. scheinbar also ist attakke-royal gescheitert, bevor es überhaupt begonnen hat. habe ich scheinbar gesagt?
es ist ein bißchen so wie 1975. wenn der song „white christmas“ im radio ertönt laufe ich aufs dach meines hauses und lasse mich von einem huibschrauber abholen. unsere idee war ja, dass sich auf attakke ein bißchen was neues entwickelt, wir noch verschiedene aufschreiber sammeln und andere aktionen brigen. so sitzt herr bienenschlau und herr boebelsund gerade an einem shopsystem, mittels dessen wir in zukunft t-shirts zum kaufe feil bieten wollten. stellt euch nur vor: shirts von stijlroyal, attakke-royal, aber auch platipussy- und potsdamned-shirts, sowie welche von boebelsund und emil bienenschlau. das alles wird es nun nicht mehr geben, denn unsere aufschreiber sind leider schreibblockiert, faul und/oder bockig. seufz!
ATTAKKE ROYAL
wenn ich an attakke royal denke, und ich denke oft an attakke-royal, denke ich an… ach, das kann man ja gar nicht beschreiben.
manchmal, wenn ich einen lustigen witz erzählen will, dann fällt mir während ich erzähle auf, dass die geschichte gar nicht lustig ist und dann überlege ich mir, während ich gerade auch noch den faden verliere, wie ich jetzt elegant die geschichte beenden könnte, was mir dann nicht einfällt und so erzähle ich sie wie ursprünglich geplant und am ende lacht tatsächlich auch niemand. das dachte mir eben auch.
nun wenn sie sich fragen, was ist denn mit den blogs geschehen, hat man sie am ende geraubt und gestohlen und liegen sie womöglich auf dem kalten boden irgendeines kerkers, irgendeiner miliz und darben, schließlich erleiden sie den erfrierungstod. das wort erfrierungstod habe ich eben aus dem tv-gerät entnommen. mir ist nichts eingefallen. auf alle fälle verhält es sich nun so: attakke royal ist jetzt das, was früher stijlroyal war und davor schon attakke royal, dazwischen exroyal, davor attakke royal. das war nämlich mal eine radiosendung, dann war es eine idee, dann ein wahn, dann eine firma, dann kam der 11. september 2001, danach war attakke royal dann exroyal, dann war attakke royal wieder eine radiosendung diesmal auf radio rheinwelle, dann kam royalkomm, worauf stijlroyal nicht folgte, sondern in einem paralleluniversum existierte, dann erbte stijlroyal den nachlass von attakke royal, danach wurden stijlroyal und royalkomm auf eine seite gestellt und dann dachte ich, man muss das, was auf stijlroyal war auf attakke royal bringen und es so wieder zum leben erwecken, so gibt es jetzt royalkomm, wo ich arbeite, stijlroyal den heimatroman, den ich schreibe und attakke royal, wo ich jetzt grad reinschreibe, nämlich in blogroyal, was vorher stijlroyal war und davor klassenbuch. so ungefähr war das.
MARIA CALLAS
ja ich weiss la gioconda, manon lescaut und so. aber das spielt jetzt alles keine rolle. wollte ich doch vom alltag unseres zauberhaften alltags erzählen. heute saß ich in meinem mondänen büro und schaute auf meine weissen vorhänge, nach kurzer zeit verschwammen vor meinen vergeistigten augen die linien und ich sah eine weide in wales nahe des ortes llanddewi brefi. dort standen zwei schafe, welche in ein gespräch mit einem hufschmied verwickelt waren. der hufschmied sagte: „so, das wars. feierabend. ich kipp mir jetzt einen hinter die binde.“ mein vater hätte an dieser stelle gesagt: „jetzt ’ne stunde geschlafen und dann ins bett.“ der waliser kippt sich einen hinter die binde. na und?! maria callas habe ich im titel nur erwähnt, weil sie gerade in meinem tv-gerät auf dem monitor abgebildet wurde. wie von zauberhand. danach hat hellmuth karasek was über madonna erzählt. warum karasek immer diesen bluterguss auf der unterlippe trägt ist mir en rästsel. den kann man sich doch mal entfernen lassen. karasek wird oft zum thema frau interviewt, doch wieso? was habe ich verpasst? da! schon wieder. jetzt zu brigitte bardot. als kenne er die alle persönlich. manchmal werden leute solange vor die kamera gezerrt, dass hinterher keiner mehr weiss warum. warum zum beispiel steht frank elsner vor der kamera? zum beispiel bräche es die menschheit einen entscheidenden schritt nach vorne, wenn tom buhrow wetten dass… moderieren würde oder elisabeth taylor oder nina ruge oder dietmar mögenburg oder carl carlson und lenny leonard. ich sollte mal ein bißchen schlafen. morgen früh bimmelt mein porzellanwecker und dann muss ich handeln. dann greife ich zum telefonhörer und ziehe die fäden. ach so ich wollte ja von unserem büro erzählen. also…
NICHTS DA
flecken auf dem hemd ist mein zweiter vorname. ich kann gar nichts
essen ohne flecken auf meinem hemd zu hinterlassen. noch nicht mal
knäckebrot.
volker
schlöndorff hat die ganze zeit gegrinst. es schien mir, als habe er mit
matussek hinter der bühne starken tobak geraucht. matussek hat keine
gelegenheit ausgelassen darauf hinzuweisen, wieviel drogen er genommen
habe, damals 1968. manchmal denke ich mir, matussek ist schon okay.
aber nur sehr manchmal. am ende haben sie gesagt, sloterdijk sei ein
gammler, was ja auch stimmt. inzwischen ist die sendung rum und ich bin
mit meinen gedanken alleine. ich habe einen berg sachen zu erledigen.
magazin machen und diverse jobs abwickeln und ein büchlein machen,
vielleicht auch zwei. eine broschüre und webdesign. wiesbaden webdesign
muss ich machen. wiesbaden webdesign ist meine leidenschaft. in
wirklichkeit ist ja wiesbaden grafikdesign meine leidenschaft. das muss
google einfach einsehen. da können sie nichts machen. dass ich hier so
einen mist schreibe hat nur damit zu tun, dass ich will, dass man uns
wieder unter den suchbegriffen wiesbaden und webdesign und/oder
wiesbaden und grafikdesign findet und nicht nur unter hummelhaar,
schlöndorff und streuselkuchen. hummelhaar ist auch gut, aber es bringt
uns nicht weiter. der groszmogul
hat heute gesagt, dass es nicht wichtig wäre, was in google steht. das
muss nicht stimmen, aber als er es so sagte, da dachte ich mir, dass
ich mich längst von google habe versklaven lassen und im augenblick der
erkenntnis warf ich meine fesseln ab und ward fortan frei wie ein
vögelein.
obendrein können sie hier in diesem beitrag meine beiden kumpels bulla
und/oder helmo bewundern. dieser beitrag bietet also mehr als man
zunächst erwarten durfte. mir fällt aber auch immer was ein. toll.
SAFRANSKI MACHT DEN KUCHEN GEL
heute saß ich in meinem büro und versuchte mich zu konzentrieren, den lieben langen tag. ich hörte musik, las in der P.A.G.E., einer zeitung für leute wie mich. dann dachte ich an streuselkuchen, verwarf den gedanken aber kurz bevor ich an streuselkuchen mit apfelmus dachte. irgendwann kamen die „anderen“ in mein büro und kauten ihr essen worauf sie es verschlangen. ich dachte: hey, das kommt mir irgendwie bekannt vor. dann dachte ich wieder an streuselkuchen. ich denke seit ca. 5 wochen an streuselkuchen. davor dachte ich eher selten an streuselkuchen. dass ich ausgerechnet an streuselkuchen denke, seit ich ihn lieber nicht essen sollte, liegt daran, dass ich ihn lieber nicht essen darf. streuselkuchen, streuselkuchen, streuselkuchen. wenn ich wüsste, dass es jetzt um ca. halb 23 uhr tatsächlich irgendwo einen guten streuselkuchen gäbe, ich spritzte mir 2-3 liter eigenblut und führe mit dem rädchen zum streuselkuchenhändler. leider ist dem nicht so. man kann in den hiesigen kiosken salzbrezel, chips, modezeitschrift, bier, chantré, zigaretten, tabakblätter mit schokoladengeschmack, flummies mit leuchtmittel, furzkissen, leckmuscheln, tampons und eier kaufen, aber streuselkuchen kann man vergessen. das liegt sicher daran, dass die kioskbetreiber aus ländern kommen, in welchen der streuselkuchen einen nicht so hohen stellenwert hat. ich würde jedoch auch auf baklava ausweichen, aber auch das scheint niemanden zu interessieren. baklava finde ich auch prima. ich glaube ich habe noch nie so oft das wort streuselkuchen aufgeschrieben. komisch. jetzt bin ich schon so alt.
gleich schaue ich mir eine sendung mit den komikern peter sloterdijk und rüdiger safranski und dem clown volker schlöndorff an. vielleicht frage ich volker schlöndorff mal ob er uns für die herbstausgabe des heimatmagazins mal seinen teddybär zum fotografiert werden überlässt. er (und ich meine nicht den teddybär) kommt aus wiesbaden. ich glaube jedoch volker schlöndorff würde uns eher in den arsch treten, bevor er uns seinen teddybär leiht. sicher ist sein teddybär aus wurzelholz. eventuell ist die sendung mit sloterdijk und safranski eine call-in-sendung. dann kann ich, falls ich durchkomme, volker schlöndorff mal nach seinem bären fragen. wenn ich so weitermache habe ich am ende volker schlöndorff genauso oft geschrieben wie streuselkuchen. das darf aber unter keinen umständen passieren.
GLEITENDER ÜBERGANG
so. wir haben (immer noch) keine katze, da kann ich mit putzigen abenteuern aus der welt der tiere nicht dienen. heißt es dienen? ach, es ist mir egal. mit sprachlich ausgefeilten berichten aus meinem leben kann ich auch nicht (achtung wiederholung) dienen, weil ich ja nichts erlebe. doch, ich habe gestern was erlebt. da war die klitzekleine range jakobine niedlowskaja schimm bei uns und hat sich dem entknoten eines wollknäuels aus reiner seide gewidmet. dazu haben wir uns unterhalten und fernsehen geschaut. am freitag war die goldschmiedemeisterin claudia heimann, der künstler bastian schreck und der programmierer sowie ralley-weltmeister emil bienenschlau bei uns zu gast. wir tranken wein und redeten wild durcheinander. ich besonders. heute morgen sind die finnin und ich in der herrgottsfrüh aufgestanden und haben den simpsonsfilm geschaut. danach haben wir uns mehrfach den blogeintrag von platipussy zum gleichen thema durchgelesen und festgestellt, dass es in berlin hervorragende drogen geben muss. ich fand den film durchaus gelungen, und wir haben auch gelacht, aber die sagenhafte euphorie der letzten tage hat uns doch zu anderen erwartungen gepeitscht. vielleicht auch nicht. ich kukk ihn mir morgen nochmal an. sicher werf ich mich dann weg. ich habe auf alle fälle schon simpsonsfolgen gesehen, die besser waren.
ach, und dabei wollte ich doch eigentlich nur noch über das royalkomm.designbüro schreiben. das mach ich dann morgen früh oder irgendwann nach dem meeting. wir haben neue möbel gekauft, die könnte ich mal zeigen. da wüsste dann auch der potsdamer mal, wies bei uns aussieht. für den potsdamer mach ich das. er muss uns zusammen mit dem koch und lebemann peter feldmann am 14. september 2007 besuchen. das ist ein freitag. da ist die große STIJLROYAL – HEIMATMAGAZINHERBSTAUSGABENERSCHEINUNGSPARTY. näheres dann hier oder im mailprogramm oder… spam oder gar nicht oder ich fahre mit der finnin nach regensburg zur hochzeit der finninenverwandschaft oder ich habe migräne (ja auch ich habe manchmal migräne) oder ich muss arbeiten oder ich ich ich… der dalai lama hat neulich bzgl. der erwartung diverser lösungsvorschläge zur weltproblematik gesagt: „ich bin doch auch nur ein gott.“ so jetzt habe ich was geschrieben.
SINKEWITZ
ich finds prima, dass die ard und das zdf nun die tour-de-frongs-live-berichterstattung eingestellt haben, weil patrick sinkewitzens a-probe von vor einigen wochen positiv war. das macht ja auch sinn. grunz!
wie die bei eurosport das thema so konsequent ausblenden, das finde ich aber fast noch besser. das hat was krankes, auch wenn ich nicht weiss, wie man ernsthaft über solche dinge (doping) berichten soll. vielleicht die profisportberichterstattung einstellen. das könnte helfen. den profisport abschaffen wäre auch ne feine sache. sport ist eh mord.
das ist mir aber eigentlich wurscht. ich interessiere mich nur für den kleinen kosmos in welchem ich dahinvegetiere. die finnin interessiert mich natürlich extrem. bob, emil, boebelsund noch. zwei, drei freunde, das wars. mich interessiert ansonsten nur noch das thema spiegeleier. ich bin ein großer fan von den eiern eines nahegelegen bauerns. so bitte. und jetzt nochmal von vorne: ich bin ein großer fan der eier, die man auf einem nahegelegenen bauernhof erwerben kann. dazu habe ich eine pfanne aus rinderstahl, geschmiedet im auspufffeuer eines 64er pontiac GTO, in drachenblut gehärtet. dorthinein werfe ich die eier meines bauern und würze sie mit ein paar krümmeln groben, grauen meersalz.
leider ist es mir aufgrund des mangels an gehirnmasse nicht möglich von komplizierteren abenteuern zu berichten. wer wirklich in die hochkultur des okzidentalen daseins entführt werden möchte, der lese bitte den nachbarblog aus potsdam. ich kann nichts berichten, was die welt erhellt. weil ich einfach nichts erlebe. ich fahre am morgen mit dem rädchen mit den dicken schlappen auf die arbeit, bin froh, wenn ich auf dem schmalen arbeitswegchen nicht an rosenbüschen und kleinlastern hängen bleibe, weil ich so einen breiten lenker habe. ich wollte seinerzeit den breitesten lenker haben, den mein fahrradhändler im angebot hatte. ich dachte, breiter lenker macht schlank. ich wusste nicht, dass mein arbeitswegchen einmal so schmal sein würde. schmal ist er aber nur auf einem kurzen stück, danach ist er breiter. manchmal ist er so breit, dass ich das andere ufer gar nicht mehr sehe. dann stelle ich mir vor, ich wäre auf einem floß, welches auf dem mississippis herumdümpelt. mein floß schaukelt in den wellen, die von raddampfern erzeugt, schmatzend am ufer kollabieren. so sitze ich da, bis es regnet und gebe ein zwar trauriges, aber durchaus nicht unsymphatisches bild ab. es macht aber alles sinn. da bin ich wie die öffentlich rechtlichen. zum gleichnen thema (sinn) fand ich heute ein bild (siehe unten) auf den seiten des bloggers nerdcore, den ich persönlich nicht so gut kenne, wie die typen ihn zu kennen scheinen, die in seinem blog kommentieren, dafür finde ich ihn aber auch nicht so symphatisch, was ihm sicher scheißegal ist, denn er behauptet von sich, er sein ein arschloch. blogger sind schwachköpfe.
FRONGS GEHT
interessant ist es, dass ich auf den tag genau vor zehn jahren mit dem potsdamer am urban-hafen saß und bier getrunken habe. ich trank damals noch bier. und damals hab ich meiner arbeitsgruppe immer frei gegeben, damit wir schnell heim rennen konnten um die tour (de frongs) zu kukken. ich schreibe kukken immer so, keine angst. wir kukkten also die tour und kakkten schier ab, weil der jann die meute am berg stehen ließ und wie er da noch nicht mal aus dem sattel ging. einfach ruhig und mit kraft, woher die auch kam, rauf und ins gelbe trikot gefahren. nicht mit diesem nervösen wiegetritt wie man ihn von lance armstrong kannte. ruhig und gelassen, bissi angestrengt, aber sonst eher wie indurain, so fuhr er, der jann. und ich, damals voll durchgeknallt, habe mich hinreissen lassen zu der äusserung, dass der nie und nimmer dopt. dabei hat die tour doch bei uns tradition. wir wussten ja schon dass merckx gedopt war, didi thurau, rudi altig („ich bin schlau genug, mittel zu benutzen, die keine spuren im urin hinterlassen.“). man las über die seltsamen umgangsformen von fausto coppi mit amphetaminen und so… war ja alles schon klar. aber sei’s drum. der schmierige, arrogante dr. jürgen emig führte mich so schön durch die französischen provinzen, wie es der schönste reiseführer nicht konnte und wie er immer den leumündigen herbert watterot abkanzelte, das war erste sahne, während das peleton an irgendeiner grotte in lourdes-hautacam vorbeifuhr. das war klasse. kunst war das. ein schauspiel. ein farce. ein drama. unter einfluss von sonstwelchen drogen löste sich schließlich ende der neunziger jahre die ARD von jeglicher sachlicher berichterstattung und nahm erst das team telekom und dann jan ullrich unter vertrag. seither gabs telekom satt. zuhause brachten die telekom mich mit zeitweise eigenartigem abrechungsverhalten zur weissglut und im fernsehen jubelte ich erik zabel zu. mein gehirn lag derweil im kühlschrank. das waren die hochzeiten von EPO und das war ja nur kurze zeit nach den krass auffälligen erfolgen des teams gewiss-balan mit bjarne riis, der anschließend für telekom die tour ’96 gewann. da haben alle gemunkelt, dass da was nicht stimmt, aber stimmt ja, das gehirn lag ja im kühlschrank.
heute liegt es an einem waren ort und leuchtet. wir haben heute auch gekukkt. irgendwie ist alles nur noch wie dallas oder denver clan. vielleicht sind ja alle inzwischen geläutert, wegen der verschärften dopingkontrollen. der typ von t-mobile der gestern in gelbe trikot fuhr, der ist aber schon sehr symphatisch. wie der geheult hat. toll. dass der früher beim bösewicht bjarne riis im team CSC fuhr und kontakt zu dem zumindest umstrittenen arzt luigi cecchini hatte ist egal. so wie der geheult hat. das ist eben so. generalverdacht vs. symphatiedingens. morgen ist ruhetag und am dienstag ist dann wieder „freaks fahren in höchstgeschwindigkeit die berge hoch und anschliessend wie die gestörten wieder hinunter“.



