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VOM LÖTEN & VOM TÖTEN

es ist samstag abend. wenn ich hugh hefner oder rolf eden wäre, wüsste ich was jetzt zu tun wäre, doch ich fühle mich außerstande dem samstäglichen nachtleben einen positiven aspekt abzuringen. früher (also neulich) goss man sich mangels phantasie einen hinter die binde und soff sich die umwelt schön. doch einmal das gehirn eingeschaltet, ist der zauber vorbei. so lungere ich hier auf dem sofa herum, starre zum ruhme unserer kleinen firma auf den monitor meines powerbooks und werde gleich die literaturverfilmung „rambo eins“ schauen. die finnin hält sich derweil südlich von frankfurt auf. freunde habe ich keine mehr. in meinem alter hat man nur noch angestellte, kunden und feinde. wenn man glück hat. leider enthält der apfel, den ich jetzt mal grad lässig verspeisen wollte, zu wenig säure und ich hasse äpfel mit zu wenig säure. da gehts mir wie anderen leuten beim riesling. granny smith ohne säure ist ein verräter. inzwischen und nach nur wenigen minuten, wurde john j. rambo auch schon verhaftet und soll nun rasiert werden. wozu habe ich nicht mitbekommen… und da ist er auch schon getürmt. er mochte nicht rasiert werden, warum habe ich nicht mitbekommen, es hat aber glaube ich mit dem land vietnam und seinen einwohner zu tun. wie immer.
so flötze ich mich also auf unserem purpurschneckenfarbenen sitzmöbel herum und hasse meinen säurearmen apfel und seine familie, diese strolche, da fällt ein polizeiauto die böschung hinunter ohne zu explodieren. ein unrealistischer film. der held näht sich aus einer plane einen gehrock. ein schöner film.
früher da dachte ich mal, ich müsse mich umbringen, wenn ich mal einen samstag nicht am zweifelhaften nachtleben dieser stadt teilnehmen kann…. der held entzündet ein feuer, wie weiland der cro magnon mensch, welcher ja den neandertaler auf dem gewissen hat, und trinkt nun ein bier. ach so werbung. verstehe. naja, früher also war weggehen king. ich bin so oft weggegangen (wie man sagt), da müsste ich mich doch erinnern können. bestimmt bin ich mehr als 1.000 mal weggegangen in meinem leben, doch spontan kann ich mich an keinmal erinnern. was habe ich da bloß gemacht? wenigstens dimmt sich anfang 30 die erkenntnis, dass es einigermaßen albern ist und rechtzeitig ende dreißig leuchtet dann die lampe der erkenntnis, dass sich alles in seiner gedrungenen sinnlosigket wiederholt und man ist mit sich, einem buch und einer miles davis schallplatte zufrieden. und kinder, aufgepasst,  auch wenn ihr bisweilen sätze lest wie „wir haben uns gepflegt weggelötet“, das unmäßige konsumieren von verderbendem alkohol in hohem maße sollte man nicht als gepflegt bezeichnen. man sollte sich lieber mal die großen poren auf der nase anschauen und das ganz absurde zeug, welches man so von sich geben muss, wenn man sich in hohem maße weglötet. so sitze ich also hier auf der purpurschnecke und beobachte den helden des filmes, wie er in eine plane gehülllt einigen blutrünstigen polizeihunden davon läuft. in wenigen augenblicken wird er sich dann eine schlucht hinunterstürzen und sich anschliessend mit einem rostigen nagel eine klaffende fleischwunde am oberarm zu nähen. ein großer actionfilm. man darf gespannt sein. ich widme mich wieder der ruhmesmehrung und skizziere einige aspekte des neuen erscheinungsbildes einer symphatischen firma, welche unsere kleine firma als neukundin gewonnen hat. so! und nun hat der held aus verschiedenen nachvollziehbaren, jeder menge nicht nachvollziehbaren, sowie einer handvoll nur für schwachköpfe nachvollziehbaren gründen, gepflegt eine kleinstadt in schutt und asche gelegt (habe ich jedenfals aus den augenwinkeln beobachtet) und nun ist hugo werbung  und die finnin ist zurückgekehrt. inzwischen ist auch der sonntag angebrochen und ich kann den samstagabendstress ad acta legen. vielleicht löte ich mich gleich noch gepflegt zu und finde mich ganz großartig. zulöten ist besser als kleinstädte in schutt und asche legen. immerhin. das ende des filmes habe ich verpasst, weil ich der finnin einen augenblick zu lange in ihre entzückenden augen geblickt habe. ich habe sicher nichts verpasst. bald kommt ja der zweite teil. ich freue mich schon jetzt.

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UND ICH SO, NEE ODER?!

die achtziger jahre sind alles was ich besitze. musste ich neulich eingestehen. hab ich mich auch gleich geschämt und meinem gegenüber eine geknallt, weil er das aus mir rausgekitzelt hat. in den achtzigern da gings mir noch gold. damals, als man (also ich) dachte das computerzeitalter sei ausgebrochen, da hatte ich grad mal einen läppischen commodore64 zum anfang und einen ebenso läppischen i386er p fucking c zum ende der decade. wie aufregend! obgleich man ja so gut wie nichts gescheites damit anfangen konnte. das internet in form von btx/datex-j kam ja erst später. also machte ich folgendes: ich wusch meine lieblingshose, meine eltern waren im urlaub und so hatte ich freie bahn, steckte sie eilig in die wäscheschleuder, klemmte einen fön in den schlitz zwischen öffnung und deckel und eine halbe stunde später war die hose trocken und es konnte los gehen. man (also ich) stieg in die linie 25, (vorher und inzwischen wieder die linie 23) und fuhr in die stadt. man (wieder ich) ist ja früher so oft in die stadt gefahren, das kann man sich heute gar nicht mehr vorstellen. in der stadt wars klasse. ab 16 war ich deswegen auch extrem street, während ich vorher ja eher weinberg, bzw. wald war. ich bin quasi im wald aufgewachsen. ich eigenartige ulknudel. der wald war mein revier. ich und der wald, sagte ich mir und ging hinein. angst hatte ich nie. die stadtkinder hatten allerdings sehr viel angst vor dem wald. besonders in den dunklen stunden. da war wald kein thema. „wald my ass!“ riefen die stadtkinder. ängstschisser dachte ich bei mir und schwieg, denn auch ich war ein ängstschisser. nur andersrum. also stadt. ich waldmensch und die stadtkinder. ich (also man) stand also mit den standkindern und unseren bmx-rädern vor dem kaufhaus karstadt und langweilte mich. es gab richtige hardocre-karstadt-steher, welche die in der stadt weltberühmt waren und es gab so leute wie mich. es gab waldmenschen, aber auch protestanten und es gab leute aus gutem hause, kinder die innerhalb strenger parameter aufwuchsen, welche die noch um die bedeutung angehender straßenbeleuchtung, deren nichtbeachtung und dem anschließenden tanz von haushaltsgegenständen auf dem gesäß wussten. meine eltern waren da eher lasch. „ich vertraue dir wie die sau, mein junge.“ sagte meine mutter. ich musste schmunzeln, denn ich wusste: mir kann man wirklich nicht trauen, ich bin hinterhältig und verschlagen und neulich habe ich  zwei neue getränke für mich entdeckt: batida de coco und blue curacao. so vergingen die jahre und man (also ich) wurde älter und älter, bis mir schließlich die haare ausfielen und ich altersdiabetis bekam. so sitze ich heute mit dem kinn auf den griff des spazierstocks gelehnt unter dem kastanienbaum und benehme mich sonderlich. die finnin strickt, ihr weisses haar fällt sanft über ihre schultern und wir blicken beide in den ungefähr 22.000sten gemeinsamen sonnenuntergang. an die achtziger können wir uns nicht mehr erinnern.

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DIE EINE-BILLION-EURO-MARKE

gerade las ich bei spon, dass die deutsche bank kurz davor steht, bei der bilanzsumme die eine-billion-euro-marke zu durchbrechen. da sag ich doch helau und weiter so. auch ich würde mit royalkomm gerne die eine-billion-euro-marke durchbrechen, warum nicht sogar mal die zwei-billion-euro-marke, gerne auch in 3-4 jahren die hundert-phantastillion-euro-marke. das hat aber zeit. ich hatte allerdings noch nicht das u von helau herausgebrüllt, da fielen mir wieder die vielen mitarbeiter des kleinen bankhäuschens ein, die jetzt sicher zu tausenden auf die straße gesetzt werden. es ist ja geradezu chic, nach bilanzsaltomortalen exzessen, den angestellten postwendend in den hintern zu treten. ich hab geld genug, um mir freunde zu kaufen, was brauch ich da lästige mitarbeiter, die den ganzen tag auf dem klo rumhängen und die aufzüge verstopfen. weg damit, denkt die deutsche bank dann sicher und recht hätte sie. ich würde es genauso machen. unsere mitarbeiter können sich schon mal warm anziehen, wenn unser steuermann den eine-billion-euro-marken-durchbruch verkündet. und den schmeissen wir dann natürlich im anschluss an die verkündigung auch raus. klar. damit musste man rechnen. ich nehme auch an, dass der schlozz, r.k. und ich uns künftig gegenseitig absägen. das setzt ein gutes gefühl für geschicktes intrigenspiel voraus. man müsste im vorfeld schon mal gerüchte streuen. und so. pfeif…
ach schau mal der schlozz… auf der postkarte mit einem motiv aus seiner heimatstadt bogel, findet man ja einen poststempel von den malediven. das ist ja allerhand und ich finde es enorm wieviel r.k. mit seinem job als gastprofessor der johannes-gutenberg universität verdient. das sind ja unsummen.

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SOJAHÖLLE NEUKÖLLN

komisch ist, wenn die ventilatoren aus den 30er und 70er jahren verstummen und auf einmal stille ist. so ist mir fremd im eigenen heim. im eigenheim. wegen mir könnts aber gleich weiter gehen mit der hitze und der glut und dem gleisen des gestirns. so. das wars. mehr fällt mir eigentlich nicht ein. tja. hmm. oh mann. wirklich nicht. vielleicht könnte ich ein gedicht schreiben, über meine zuvor im backofen aufgrund zu langen drinlassens, verkohlten türkischen paprika oder darüber, dass die finnin immer papriken sagt. papriken sagt sie und entenhaut, statt gänsehaut. hahnenwasser sagt sie manchmal. aber grad ist sie ja noch nicht mal da. sie ist mit meinem alter ego im kino und schaut sich einen piratenfilm an. ich glaube mit erol flinn. ich kenne mich mit kino nicht aus. verkohlte papriken sind ein graus. aber in angemessenem zeitraum geröstet, sind sie ein schmaus. dazwischen liegen oft nur wenige minuten. man braucht kein öl und auch sonst nur eine prise salz. sonst nix. ein sack davon kostet keine 2 euro und auch die veganistischen unter dem firmament empfinden einen leblosen euphorismus. ich persönlich zähle zwar zu meinem engen freundeskreis ein paar funvegetarier, aber veganer finden sich da nicht. verganer lehne ich aus persönlichen gründen ab. veganer sind müde, deprimierte spackos, die unambitioniert einer vagen zukunft entgegenblicken. sie sind sich nicht grün. seltsamerweise.
ich habe mal vor einigen jahren mit einem freund für ein paar veganer aus der brd ein essen gekocht. wir haben auf alles geachtet, sind für die sojamilch kilometerweit gelatscht. weil der freund aber im damals sojafreien neukölln wohnte, latschten wir also los ins sojaparadies kreuzberg, in welchem ich zuhause war. in kreuzberg war alles aus soja, sogar die kühe. dort kauften wir also sojamilch, die es heutzutage ja in jedem vergammelten discounter zu kaufen gibt und sangen ein loblied auf laktose. und dann buken und kochten wir wie zwei besessene indische köche ohne heimat und ohne verstand. na mit verstand schon. ich erinnere mich dunkel an einen „milch“-reis mit basmatireis, nüssen und rosinen und cardamon und zimt und so. aber die veganer blieben leblos und unversöhnlich mit sich, der umwelt und mit uns glaube ich auch. da holte ich eine tüte gefüllt mit dänischer fritierter schweinehaut aus dem fleischzimmer des freundes, lies den lieben gott einen guten mann sein und spülte die schweinehaut mit einem glas kalter milch, geraubt von in engen ställen gefolterten kühen hinunter und schämte mich. die veganer hatten gewonnen. moralisch jedenfalls. ich blickte zu boden und sah eine kakerlake entlangwandern, die ich augenblicklich mit meinen original vans hightops zerquetschte. draussen im backofen brannten die türkischen papriken lichterloh. ich nahm meinen zylinder und ging nach draussen, ein ort an dem in jenem moment die sonne aufzugehen schien, doch es waren nur die scheinwerfer eines busses, der mich mitnahm in eine andere welt, eine welt in der ich noch heute lebe und arbeite. schade, dass mir in dieser welt nicht einfällt was ich schreiben könnte.

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YOU KNOW WHAT GOOD IS

weil ja heute ameisenbärentag will ich mit einer anekdote zum thema nicht zurückstehen. auf einer meiner reisen durchs wilde absurdistan hatte ich mal eine begegnung mit einem ameisenbär namens hans-günther. dieser bär war zuvor jahrelang mit einem deutschen komiker verehelicht, so sprachen wir beide die gleiche sprache: portugiesisch.
ich lief also so durch den busch und schlug mit meiner machete wie ein berserker auf das buschwerk ein, als ich plötzlich den ameisenbär lässig an einem baum lehnen sah, der im begriff war einen imbel zu quarzen. ich hielt inne und starrte ihn mit derart blutunterlaufenen augen an, dass sein fell rosa glänzte, was ja auch passte, denn er war von einem anderen ufer. „ouw? was gibts zu gucken?“ rief ich ihm zu. er sprach „wir sind zwei fonzies – und wie ist so ein fonzie?“ „cool?“  frug ich ahnungslos. „und genau so werden wir auch sein. wir werden cool sein.“ fuhr er fort und packte eine eine flasche chantré aus, die er sich alsdann hinter die binde goss. „auch mal kosten?“ sagte der ameisenbär und hielt mir die falsche hin. „aaah chantré. der weiche. mein lieblingsweinbrand. you know what good is!“ krisch ich aufgeregt, an den dichterfürst walter moers denkend und trank gierig die lauwarme schnapsene flüssigkeit aus. „ich erinnere mich an einen moment im jahre 1984 in london. es trug sich zu im corfu-hotel in der longridge road, nahe dem earls court. dort wollte ich meinen kumpels mal zeigen was ein richtiger säufer ist und trank ein 0,3 glas whisky mit einem happs aus.“ erzählte ich und fügte hinzu, „dann wurde mir extrem heiß, dann wurde mir schlecht, dann musste ich furchtbar rülpsen und dann war ich so besoffen, dass ich mich an den rest des abends nicht mehr erinnern kann. so ist es jetzt auch.“ mir wurde heiß, dann schlecht, danach ralps ich wie ein volltrunkener schiffsschraubenlackierer und schließlich konnte ich mich an nichts erinnern. später las ich in der zeitung, dass der ameisenbär ein lagerfeuer entzündete, sich zu mir setzte und die ganze nacht heiße rhythmen auf der klampfe zum besten gab. als der morgen hereinbrach verschwand er ohne eine message zu hinterlassen in die dichte des absurdistanischen urwaldes und ward nimmer mehr gesehen. er war der beste freund, den ich je hatte.

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BURN MOTHERFUCKER BURN

nun sollte man aber auch nicht vergessen, dass sich in diesem, einer wüstengegend nicht unähnlichen land, ein heer von jammerlappen und weichgekochte eierlikörsäufer tummeln. liebe studenten, es gibt die eine seite (wir berichteten darüber). die andere seite ist: ihr wollt später mal den glatten machen mit eurem akademischen grad mit dem ihr euch dann so herrlich über den rest der gesellschaft erheben könnt, um euer image aufzupolieren. da ist vorab härte gefragt. mit wem soll man denn sonst den krieg gewinnen? zahnärzte in spe die jetzt schon das pipi in die augen tritt… also bitte. zusammenreißen, stimmung hochhalten, öfter mal ein steak selbst braten und nicht so blöd fragen warum ich ein büro mit kamin habe, dann steht euch der weiße kittel später wie angegossen.
ach – und wettergestöhne möchte ich auch nicht mehr hören. bitte durchhalten. im herbst wird wieder ohnehin wieder losgejammert, ab januar dann wieder gegreint und gebibbert. frauen umschlingen ihre teetassen mit klapprigen händen, auf dem stuhl kniend und mit einer albernen strickjacke verkleidet. männer tänzeln unauffällig zur heizung um die raumtemperatur auf 27 grad zu erhöhen. und weils dauernd abwechselnd regnet und schneit, kann man sich ja auch nicht auf den job konzentrieren. ich sehe das jetzt schon. das wird so kommen. man muss das jetzt durch.
ich habe hier einen ventilator aus den vierziger jahren und einen aus den siebzigern. es hört sich bei uns zuhause an wie im aeroakustik-windkanal bei der DNW in emmeloord. im laufe des sommers winkt zwar der tinitus und am ende der hitzeperiode habe ich entzugserscheinungen und kann ohne das rauschen nicht mehr schlafen, aber es muss sein. menschen die ohne ventilator auskommen, erfahren meine grenzenlose bewunderung. aber wie lange habe ich mir einen solchen sommer gewünscht? jeden tag habe ich rausgeschaut und die sonne gesucht. nun ist sie da und nun scheine sonne, scheine. brenne uns die jammerlappigkeit aus dem hirn, scheine uns in die dunklen seelen und sei unser freund. morgen früh setzen sich die finnin und ich ins hinterhofgärtchen und saufen kaffee auf teufel komm raus. bald ist der zauber vorbei.

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BAD KREUZNACH

heute erzählte mir ein freund, der ausdrücklich nicht genannt werden möchte, dass der vater von jesus in bad kreuznach begraben läge. dieser sei ein römischer zenturio ( der ausdrücklich nicht genannt werden möchte) gewesen. dies stünde ja auch schon in der bibel, in welcher der heiland als sohn von eben diesem zenturio idendifiziert wurde. die stelle in der bibel habe er vergessen, aber es stünde dort, er erinnere sich genau. nun, dachte ich mir, dann muss es ja stimmen. aber da von möglichen promisken abenteuern des zenturios in bad kreuznach anzunehmen ist, betrachte ich die ureinwohner dieses örtchens nun mit ganz anderen augen. man kann nie wissen.
ganz sicherlich nicht als legitime nachfahren des heilands zu bezeichnen, sind allerdings folgende herrschaften, über die ich mich jetzt schon derart echauviert habe, dass ich mehrfach husten musste und wegen der es mich an einer stelle am rücken juckte, an der ich mich nur mit unserer nudelkralle kratzen konnte, was die finnin mit harscher kritik bedachte. die geschichte geht ungefähr so:

zu den diversen und ohnehin schon äußerst komplizierten und menschenunwürdigen prüfungen zum zahnarzt/ zur zahnärztin, gehört unter anderem die behandlung von lebenden und freiwilligen, mit einem zahnleiden behafteten menschen, welche der prüfling sich selbst zu besorgen hat. vorher müssen derlei todesmutige aber von den prüfenden ärzten beäugt und für prüfungsbehandlungsfähig erklärt werden. unter welchen kriterien diese beäugung stattfindet, entzieht sich meiner kenntnis. ich sehe vor meinem geistigen auge jedoch maßnahmen, welche denen auf römischen sklavenmärkten ähneln. man schaut dem zu behandelnten in spe ins maul und betastet seine oberarmmuskulatur, so könnte es sein.
nun ist es ohnehin schon sehr schwierig menschen dazu zu bewegen, sich anlässlich solch einer prüfung im schlunde herumfummeln zu lassen. obendrein müssen jene dann auch noch einige stunden ihrer (möglicherweise) kostbaren zeit aufbringen um einen dieser sklavenmarkttermine wahrzunehmen. der zu behandelnde bricht also im morgengrauen auf, fährt mit dem züglein, dem büsslein und spaziert im brachialen schein der mittagssonne zum prüftermin, aber die prüfdoktoren sind nicht da. termin ausgemacht: ja / prüfdoktoren anwesend: nein. denn die herrschaften befinden sich kommentarlos auf einem betriebsausflug. da fängt die vom prüfungstress gebeutelte natürlich zu recht an zu greinen und an dieser stelle möchte ich euch für die prüfungen und dergleichen wettbewerbe verantwortlichen mal was ins virtuelle ärztebuch schreiben: man sollte eure häupter mit honig beschmieren und euch an einen baum unweit eines ameisenhügels binden. dort dürfen sie dann ein paar stunden über ihre schmierige arroganz und kleingeistige inkompetenz nachdenken und sich vielleicht die frage stellen, ob die menschheit zahnärzte braucht, bei denen angst- und stresshormonausschüttungen ähnlich hoch sind wie bei rindviechern auf dem weg zur schlachtbank. denn diese geschichte ist ja nur die spitze des eisberges ähnlich absurder vorkommnisse, von welchen mir aus sicherer quelle zugetragen wurde. ich schwörs. so wars. hoffentlich werden sie dafür eines tages und dann für ewiglich mit einem apfel im maul in bratensaft schmoren während ihnen der weiche stuhl sämtlicher einwohner von bad kreuznach von damals bis heute über den kopf gegossen wird.

p.s.: wieso eigentlich bratensaft?

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JAKOBINA LEBE HÖHER

ja und hier wiederhole ich es abermals: sie lebe hoch, obgleich wir ja von funbockigkeit geschwängert uns schworen nimmermehr die hand der liebe und der freundschaft zu erstrecken zu der kleinen range des groszmoguls, welchem wir in unserem herzen ein kleines sesselchen bereits gestellt haben, so dass er sich dort ausruhen möge, genau wie seine fürchterliche range, welcher wir aber immerhin und für immer ein schemelchen bereitstellen, das mit einem bequemen pölsterchen versehen, ein vorzügliches plätzchen zum verweilen bietet. sie soll es nur nehmen, aber sie steht derzeit ja lieber.
heute hat sie, die jakobina niedlowskaja schimm ihr wiegenfest. sie feiert deshalb ein deftiges festchen in ihrem häuslein an der strasse, welche nach dem ersten fraktionsvorsitzenden der spd nach dem schlimmen kriege nummero 2 benannt ist. dort kann man heute ab 18:00 uhr kuchen und bockwürstchen sowie bier der firma spex und eierlikör aus holland verspeisen. zudem gibt es zigaretten für alle und heiße diskorhythmen vom plattenspieler, welcher von namhaften diskokings aus der umgebung bedient wird. es werden alle protagonisten, die sich in ihrem blog wiederfinden anwesend sein und sie mit blattgold beschmeissen, was sie sehr sehr gut findet, denn sie ist ja dem goldigen angetan. die kleine range jakobina niedlowskaja schimm, die unbedingt darauf achten sollte, dass die unterlippe nicht über der oberlippe steht, weil dies ein so unversöhnlichen eindruck macht, dass die freundesschar zur salzsäule erstarrt. habe ich mal erwähnt, dass ich früher zu kindeszeiten immer dachte, dass lots weib zur salzsäure erstarrt sei? nein… oder doch? egal. halleluja und ein gutes gelingen in der zukunft schmettert ihnen der derzeitige chefdiarist der stijlroyalistischen gruppe „peng/ohmacht“ zu und möge sie sich in zukunft prosperierenden annehmlichkeiten annehmen. es stünde ihr gut zu gesicht.

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SCHEINKRAMPF

früher auf müllhalden, da war noch was los. ich persönlich habe einen großen teil meiner jugend auf müllhalden verbracht. es war eine schöne zeit im überfluß. heute sitze ich gelangweilt in einem designbüro und träume von einem leben als holzschnitzer in der kammer einer schwedischen lehmhütte. und von mit ventilatoren gesäumten alleen. und vom amerika der späten vierziger jahre. doch daraus wird nichts. heute abend, wenn alles so ungefähr passiert, wie ich es mir vornahm, als noch vorgestern war, da fahre ich mit den herrschaften aus der entwicklungsabteilung auf ein fest, welches voraussichtlich von sehr jungen menschen bevölkert wird und dann fühle ich mich alt… sehr alt…. sehr sehr alt. jemals als ich noch jung war… sehr sehr jung… in den pfrühen pfründen der achtziger jahre, da wart noch gespött und gehabe angesagt, angesichts so alter greise, als wie ich einer zu sein schein, jedenfalls innerlich. äußerlich wähnt man mich putzigerweise oft altertümlich für anfang der dekate, deren ende ich schon bald erreicht habe. das liegt in allererster linie daran, dass meine haut noch über enorm viel spannkraft verfügt. ich weiss auch warum das so ist, aber ich kann nicht darüber sprechen. nicht jetzt, nicht heute. vielleicht ruft man mich morgen an, wenn ich ausgeschlafen und mit einem schwindelgefühl auf meiner vom schweiss eingeweichten nerzenen colder liege und mich schäme, weil das monster lauert. sicher habe ich mich vor all den jungen spunten und spuntinnen dann blamiert, weil ich in meinem alter unentsprechend geglaubt haben werde, ich müsse ein klavierkonzert an einer holzbank geben um dabei stevie wonder zu imitieren. alkohol ist ein teufel, doch ich komme nicht davon los. prost!