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pieter der große und wir die kleinen, ausser ich

mein großartiger freund & kupferstecher
boris claudius kaspar kreisle edler von hellborn holte mich mit seiner ebenso
großartigen familie namens antje, hannah, louise und sogar emma ab.
lauter leute in einem vw-bus. und so fuhren wir in einen garten unweit der
wiesbadener stadtgrenzen. einem garten voller bunter überraschungen,
skulpturen, einer gans (stimmt nicht ganz) und einem berg zumgrillenzeug.
und alles nur weil mein alter kumpel pieter erneut uralt wurde. er dachte
ja immer er sei älter als ich, doch das ist er nicht, ich bin älter,
was gleichbedeutend mit der tatsache ist, dass er jünger ist. und zwar
als ich und sogar als ernst jünger. aber trotz seines zarten alters hatte
er ein duftes fest aus dem hut gezaubert, an dessen ende leider die heimfahrt
stand. denn heim müssen sie immer alle. aber nun. demnächst werden
wir noch ganz andere sachen machen. der pieter und ich. hahahah. früher
sind wir mal mit saxophon und gitarre in einen inzwischen nicht mehr unter
uns weilenden musikclub gegangen und haben so getan, als könnten wir
saxophon und gitarre spielen. und wir konnten weder gitarre, noch saxophon
spielen. was sofort auffiel, weil es scheisse klang. noch nicht mal wie freejazz.
man hat uns aber nicht rausgeschmissen. aus dem no order. so hieß der
laden (oder sagt man schuppen) damals. wir durften bleiben. mitleid ist der
mulitplikator des elends.

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das ende der welt und dann derren anfang

falls jemand glaubt, dass er alles wüsste, dann ist er bei mir an der
richtigen adresse. ich habe da ein paar fragen. so. oben in die mail-adresse
klicken, mailen. ich würde mich sehr freuen. rub rubner auch. r.k. nur
am rande. ich glaube er weiss schon alles. er sagt es nur nicht. er ist immer
so verschwiegen. klasse. rub rubner pfeift den ganzen tag und ich sitze nur
da und halte maulaffen feil. heisst es nicht biete maulaffen feil. früher
dachte ich es heisst maul affenpfeil. warum man mir erst mit 27 jahren erklärte
dass es keinen affenpfeil gibt… ich weiss es nicht. man ist halt so zu mir.
auf jeden fall war ich heute nur kurz einen kaffee trinken und dann noch wo
anders und als ich zurückkam waren die herrschaften verschwunden. ich
kann das nicht dulden. das kann man von mir nicht verlangen.

soll ich jetzt mal um den block radeln? könnte mir gut zu gesicht stehen.
kurz mal in move und dann wieder hinter den einundzwanziger gesetzt. vielleicht
verpasse ich aber auch was. eine begebenheit, die man leicht ins fabulöse
abgleiten lassen könnte. herrschaften. man könnt‘ staunen. was hier
so passiert. auch wusste ich zum beispiel gar nicht, wieviele junge menschen
wieder auf eine skateboard daherkommen. seit ich hier arbeite, weiss ich’s.
die bewegung stirbt nie. das darf sie auch nicht. vielleicht meine lieblingsjugendbewegung.

wir wünschen ein schönes wochenende und viel erfolg beim ackern
und baggern.

b-52s „she brakes for rainbows“
miles davis „dual mr. tillman anthony“

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husarenritt durch die gegenwart

es ist mir egal ob mai ist. aber das sage ich nur, damit sich der mai nichts
einbildet. in wirklichkeit ist der mai ja nun doch ein wonniger monat. so
schön grün und weiss und alles regelt sich irgendwie von selbst.
hahahaha. alles. röchel.

es passiert irgendwie da draussen. hat das schon mal jemand bemerkt? da draussen
da bauen sie gerade eine neue welt und wir hier drin kochen kaffee und fummeln
in den programmen rum, mit denen wir unser geld verdienen. man kauft mal ein
brötchen oder auch mal eine tüte tacos. aber sonst. und jetzt ist
also mai. wir haben was zu tun und sogar viel. aber draussen ist ja weltwirtschaftskrise.
und es wird immer schlimmer. oder es wird besser. sagte neulich ein junger
mann zu uns. es wird diesen sommer besser. wahrscheinlich wird es am 21. juni
besser. wahrscheinlich bimmeln dann die hochzeitsglocken. und zwar für
uns alle auf einmal. ich glaub’s auch.

draussen kündigt sich ein unwetter an. ein satz, der so gesagt natürlich
jeden anstand und jede sitte vermissen lässt. ist aber so.

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bumm bamm blamm zack flatsch

mir ist ganz andersterster. und dir???rub rubner hat aus unserer küche
wieder ein hort des glanzes & des glorifizierten selbstwertgefühles
gemacht. heldenhaft. ja geradezu sagenhaft. auf jeden fall aber einzelhaft.
la di daaaaa. der tag ist noch nicht rum. das merkt man ganz deutlich. man
merkt es auch daran, dass es noch hell ist. dann muss es ja tag sein. hab
ich mal gelesen. in was ist was „der tag“. und am tage kommt auch
der ups-mann mit einem paket. wir sind ganz aufgeregt. es ist aber nicht doug
heffernan, der king of queens und auch sonst. für rub rubner ist der
eigentliche king of queens (und auch sonst) allerdings der großartige
arthur spooner. für mich gibts grad nur eine queen of kings. was schreibe
ich denn da für ein zeug? ach mir ist schlecht. der uppsmann fand unseren
kaffee gut. von mir war er nicht. meine kaffeephilosophie wird nur im arabisch
sprechenden teil dieser erde verstanden. man ist allerdings ruck zuck auf
180. sorgenfreie stunden sind das vorprogrammatische highlight eines jeden
tages. bei dagobert duck befand sich manchmal ein imreislaufgraben im büro.
das schaffen wir uns auch noch an. abschweif. ja und dann grünen die
bäume ja auch. es regnet. es ist dunkel. die neuen visitenkarten sind
gekommen. jetzt können wir endlich mal visite machen. ich fang gleich
im ex-pasti an. da gebahr mich meine mutter vor nunmehr 58 jahren. irgendwann
im april 1952 war es glaube ich. damals war ich 14 jahre alt und hatte einen
buckel. man nannte mich demnach auch oft heffti und verhöhnte mich tagsüber.
des nachts wurde ich verprügelt. besonders hervor tat sich in dieser
angelegeheit eine gang kleinwüchsiger mexikaner, die vis á vis
auf der anderen seite der prachtallee wohnten. sie hiessen harry, barry, garry,
larry und nathan junior. das war eine schöne zeit. abwechslungsreich
und mit viel pepp. das vermisse ich heute oft, hier in meinem job als krankenkassenwart.

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erkelten beim zelten

heisa. das hat spass gemacht. in einem garten nahe eines bestimmten rheinhessischen
dorfes am lagerfeuer zu sitzen und maikäfer aus den haaren zupfen. der
herr direktor boris claudius kaspar kreisle edler von hellborn lud ein und
so düsten wir (der onkel doktor und ich) nach drüben und machten
mit. ja. aha. also. hmm m… sehr interessant. und weiter? nichts weiter.
ich habe vergessen die schafe zu fotografieren. obwohl ich doch eins mitbringen
wollte. ich miese sau.

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wertezerfall im wandel der zeit

auch diesmal hat die headline nichts mit dem inhalt zu tun. und der text
nichts mit dem bild weiter unten. warum auch? man macht sich ja zum sklaven
seiner selbst. wir sind cool. nee nee. wir hier sind voll lässig. lassen
uns nichts sagen.wo ist eigentlich die sonne? die gelbe sau. irgendwann kam
sie mal raus. naja. man muss sich ja so einiges gefallen lassen. schluck.
trotz der missstände haben wir schön und fleissig an dem gesamtwerk
gearbeitet, das uns zu ruhm und reichtum in ungeahntem ausmaß verhelfen
wird. dann kaufen wir uns hershi bis zum anschlag und stopfen alles in den
sedanländlichen konferenzraum. das wird ein spass. und ausserdem hätte
ich gerne ein weiss getünchtes atelier nahe dem tannhäuser tor,
mit einer weissen stereoanlage der firma braun sowie fünf weisse ziegen,
die lustige bewegungen machen, weil sie batida de coco gefrühstückt
haben. ich hätte einen weissen bart und eine engelsgleiche dame hing
kopfüber an der decke und sänge von weisheit und wohlstand. weiss
der teufel. vielleicht klappts ja.

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daniel und die schwarzen schafe

samstag ist selbstmord. sagen tocotronic. ich bin mir nicht sicher. könnte
aber stimmen. sonntag jedoch ist massenhysterie. wir haben uns also am sonntag
in aller herrgottsfrühe in den twingo gesetzt und sind durch die veregnete
welt gefahren. der daniel und ich. das war schön. ach war das schön.
boah fuck. das war so abartig schön. ich scheiss mir gleich in die hose,
denn es war so schön. der tag war ein richtiger schönling. so einen
schönen tag habe ich noch nie erlebt. da hat einfach alles gestimmt.
das war herrlich. ein schöner tag eben. wie man ihn schöner gar
nicht gestalten kann. ziemlich schön. ganz schön. schön schön.
barbara schöneberger. helmut schön. so schön eben.

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me in the mirror of wolkenbruch

der tag begann damit, dass ich ins sedanland ging und was ganz komisches
passierte. es ward düster und der himmel war voller wolken. ein so noch
nie erlebtes erlebnis zu erleben, hatte ich noch nie erlebt. es war grauenhaft
und trotzdem war es auch irgendwie ganz lustig. ich musste lachen. auch über
den rest des tages musste ich lachen. man muss ja schließlich nur die
vermaledeiten mundwinkel hochziehen oder einem clown beim abschminken zusehen
und schon muss man lachen. clowns sind die hölle auf erden. wenn irgendjemand
erzählt, dass er clowns gut findet, dann muss ich ihn leider rausschmeissen.
es geht noch nicht mal der „große“ grog und schon gar nicht
heinz rühmann als clown. heinz rühmann als clown hat mein leben
zerstört. ich erinnere mich an unzählige abende, an denen ich vor
dem fernseher sitzen musste, mein vater hielt mir die augen auf und meine
mutter träufelte mir diese urhwerk orange flüssigkeit ins auge und
die ganze zeit lief heinz rühmann als clown. zwanzig jahre lang war das
so. jeden abend. bis ich eines tages die flucht ergriff. ich kletterte am
efeu, dass um unser verwunschenes haus wuchs hinunter und lief einfach die
strasse entlang. ich rannte und rannte. bis die sonne auf ging. und dann rannte
ich noch etwa drei monate weiter, bis ich in ein kleines fränkisches
dorf kam. dort gab man mir bratwurst und sauerkraut. man nahm mich in die
dorfgemeinschaft auf. man machte mich zu dem was ich heute bin. die pointe
kommt bestimmt noch. schneuz.

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vier nuklear verseuchte affen. oder waren es fünf?

dieser tag war sehr aufregend. ich kann leider nicht sagen warum. sonst gibt’s
richtig ärger. und dann will ich nimmer sein. aber es war auch sonnig
und ich hatte das gefühl, von bauarbeitern klammheimlich extrem bewundert
zu werden. ich kann mich aber auch täuschen. wäre ja nicht das erste
mal. dass ich mich täusche meine ich.und dann haben wir die arbeitsfahne
aus dem fenster gehalten. sedanland konzentriert im prozess. sonst wäre
r.k. mit uns arg gewesen. davor haben wir angst. dann wollen wir nimmer sein.
und als wir dann fertig waren mit arbeitsfahne aus dem fenster hängen,
da haben wir eine radiosendung hingeschmissen, die sich gewaschen hat. und
das war so: ein gelb angelaufener mann aus dem hinudkusch und steffi maus
unser mann in berlin, waren die gäste und so wurde es ein illustrer abend
mit viel spontanem geseier. besonders der gelbe mann wusste allerhand zu erzählen,
von sich versteht sich. der rest hat ihn nicht mehr interessiert. wir sind
würmer. aber wir würmer haben dann unsere lieblingslieder zum besten
gegeben. die damenwelt hat gewiss lustvoll aufgestöhnt. ich kann mich
aber auch täuschen. wäre ja nicht das erste mal. dass ich mich täusche
meine ich.

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nachholbedürfnisanstaltsleitung

morgen stund hat x-trem von diesem schwülstig aussehenden edelmetall
im mund. das macht mich jeden tag aufs neue stutzig. das kann doch eigentlich
nicht sein. wo es doch voll rohr in ist, bis in die puppen im bett herumzulungern
um dann jedoch den rest des tages voll im stress zu sein. mit mir nicht liebe
kinder. mit mir nicht. nicht mehr. früher vielleicht mal. aber heute
ist alles anders. wie anders, das kann ich mit worten kaum beschreiben. ich
möcht’s mal so versuchen: stellt euch vor, ihr macht eine wanderung durch
die alpen. auf dem weg zum gipfel muss ein reissender fluss überquert
werden, aber zum glück liegt ein als brücke verkleideter baumstamm
bereit, so kann die andere seite des ufers mit etwas geschickt erreicht werden.
in vier bis sechs stunden ist der gipfel erreicht. das obligatorische gipfelsturmerhabenheitsgefühl
stellt sich ein. eintrag ins gipfelbuch. heimreise. auf dem rückweg allerdings
ist da zwar noch der reissende fluss, der baumstamm jedoch glänzt durch
abwesenheit. es bleibt kein ausweg. es muss eine blockhütte gebaut werden.
man wird sesshaft. es folgt also das übliche: man freundet sich mit einem
bären, einem griesgrämigen fallensteller und einem indianer an.
züchtet murmeltiere und lebt fortan von käsefondue. zum mittagessen
gibt es eine schüssel dampf. so anders ist das. die unten abgebildeten
damen und herren haben damit mal mehr, mal weniger zu tun, doch eins eint
sie alle drei: sie sind alle ehemalige eishockeyspieler und haben 1987 mit
den edmonton oilers den stanleycup (zweites bild von rechts) gewonnen.