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MEIN FREUND DAS ICH

mir fallen gleich die augen zu. och bin ich müde. und viele abenteuer habe ich heute zusammen mit dem kleinen schlozz emil bienenschlau und seiner zahnärztin in spe erlebt, aber ich darf darüber nicht berichten, weil ich sonst ermahungskommentare aus dem fernen potsdam erhalte. ich muss dringend ein heikles thema der zeitgeschichte ansprechen und darüber befinden. bißchen provozieren. ich sehe keinen anderen ausweg. zynismus ist immer eine gutes thema. zum beispiel leichenschändung in afghanistan. wenn der kriegsapparat ab und zu mal unters sofa kukkt, fällt ihm auf wie dreckig es da ist. wenn er so tut, als wundere er sich über den dreck, dann ist das zynisch. zynisch ist aber auch unsere kanzlerin, wenn sie den kingsizedemokraten aus russland einlädt und dabei ein apricotfarbenes kostüm trägt. wie krank ist das denn? sich zwei tage im bundestag über den begriff unterschicht zu unterhalten, statt sich den arsch für die unterschicht aufzureissen ist zynisch. doch schluss damit. jetzt kann mir der mann aus potsdam zynismus vorwerfen, weil ich so tue, als interessiere ich mich für kingsizedemokraten und geschändete leichen, doch dies ist nicht der fall. es dreht sich immer nur um mich selbst. ich, ich, ich. haben, haben, haben.
zudem fällt mir nicht so viel ein, wenn ich fröhlich bin. fröhlich zu sein in zeiten der leichenschändungen ist auch zynisch. ich war sogar schonmal fröhlich zu den glanzzeiten des kanibalen aus rothenburg, was aber unmittelbar damit nichts zu tun hatte. aber jetzt, ich bin so fucking fröhlich, das gibts fast gar nicht. sogar mein proseccosüffelnder und dailysoupesque monologe führender nachbar unterbricht meine fröhlichkeit mitnichten. ich bin in etwa so fröhlich wie heike makatsch. gestern war ich allerdings eher so fröhlich wie peter alexander, während ich mir für morgen die fröhlichkeit von gerd heidemann bei der entdeckung der hitler-tagebücher vorgenommen habe. aber wer erinnert sich heute noch an gerd heidemann? ich nicht. also tagsüber so fröhlich wie gerd heidemann und abends dann so fröhlich wie julius cäsars beim sieg über pharnaces bei zela. so scheisse fröhlich. da wird sich die freundesschar aber freuen. wenn ich erstmal so fröhlich bin. ich weiss jetzt nicht in wie fern der mann aus potsdam mit dem themengebiet der fröhlichkeit etwas anfangen kann, aber ich habe mich bemüht.

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KOH ZÜBEL

da fragt mich doch die nachbarbloggerin ob wir manchmal spannungen im büro hätten. da will sie doch provozieren. ein büro ohne spannungen ist ein scheiß. ein kreatives büro ohne spannungen ist wie ein buddhistisches kloster mit gulaschkanoned. aber richtige schlachten führen wir nun auch nicht. spannend ist es. und wenn wir auftragsbücher hätten, sie wären voll. also voll sind sie, aber wir haben keine auftragsbücher. aufträge schon. das hat man heutzutage ja nicht so oft. also die anderen. wir schon, wir habens satt. wir sind gestopft bis zu den notausgängen. daher ging ich heute zu meinem lieblingsfriseur und sagte ihm folgenden dekadenten, geradezu aggressiv angeberischen satz: „bitte nur die spitzen schneiden und die ansätze färben.“ da schnippelte der junge frisör sich einen ab und ich blätterte entspannt in der gala. dann kam die finnin und wir fuhren zum asiashop nahe des bösen bösen, lustigen, süßen finanzamtes. dort kaufte ich mir wasabigewürzte erbsen, kim chi und fritierte schweinehaut und aß alles auf einmal. dann wurde mir kotzübel und ich schaute der finnin beim aufstellen eines schrankes zu. die finnin betonte dabei stets, dass sie meine mithilfe sehr schätze, aber ich kann versichern, ich bin eine komplette handwerkliche null, ich kann nur gute und schlechte ratschläge geben. jaaaa das kann ich wahrlich. nun ist die finnin fertig und ich verbrenne gerade an der schärfe des kim chi. oder verbrenne ich etwa an der schärfe des kim chis? ich weiss es nicht obwohl ich gerade im spiegel deutschtest eine fehlerfreie performance abgeliefert habe. und schlecht ist mir immer noch. das wird auch nix mehr heute. mal etwas arbeiten und dann danach einen liter grünen tee saufen und schon und schon und schon. schon ist es wieder früh am morgen und johnny cash singt zusammen mit joe strummer den redemption song. dann hat mich der alltag wieder. der süße alltag mit all seinen facetten. wie ich ihn liebe.

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MICH AMEIST DIE AMEISE AM MEISTEN

prost! jetzt sind mir die letzten tage lauter total spannende sachtatbestände eingefallen, die ich hier mal posten könnte. das ist die gute nachricht. leider habe ich sie alle wieder vergessen und ergieße mich nun wie immer im nichts. das, liebe freunde, ist die schlechte nachricht. es gäbe jedoch bestimmt schlechtere nachrichten, dass muss ein jeder zugeben.
derweil frage ich mich, ob es in dresden apfelwein gibt. betrunken durch die gegend gefahren, wenn auch nur als beifahrer… das ist lange her. ich weiss manchmal gar nicht, was die leute eigentlich erzählen wollen, wenn sie gar nichts erzählen. sie erzählen komische sachen und ich denke „häääääääääääh?!“. ich denke oft in diese richtung, weil blöd ich bin und ein minimum gehirn ich nur habe. und krokett zum schnitzel ich bin. hey ich will noch ein kind. ich schaue nämlich jetzt analog zum minipliweltmeister popstars. dann können wir uns morgen auf der arbeit was erzählen. jenseits unserer phantasieberufe (bei einer musikzeitschrift, mit eigenem designbüro, assistentin des bürgermeisters von berlin) sind wir nämlich bei WMF beschäftigt und stellen dort am fliesband die sahnelöffel her, mit der wir unsere schlauheit gefressen haben. aus diesem launischen föhn / fön bläst er, der laue wind. am wochenende sehen wir uns alle wieder, dann wird unser opa sechzig und dann dreht sich wieder alles um geisteszuständigkeiten und ums tanzen. wir tänzer. bienenschlau und ich an den turntables und an der nebelmaschine. oberst korrekt mit zopf und zoten und ich wette eine menge ärzte, anwälte und leute die so sind, wie ich gerne werden würde, nämlich alt. krächz. alt werden ist eine großartige sache. wer alt wird, ist noch nicht gestorben. schwing den hula hopp. vielleicht wird bis dahin auch der tsg hoffenheim mal deutscher meister gewesen sein. ich petze nicht ins gleiche horn wie schirrmacher, wenn ich sage: alt geht! im moment gehts noch. wir haben keinen schokoladenpudding im haus, wenn die finnin heim kommt, muss ich mit ihr diskutieren. morgen fahren wir nach rümkorfhausen nahe des schwarzen waldes. wir reden und reden und schwingen unsere hufen im takt. keine ahnung. ach ich habe doch keine ahnung. ich bin eine mischung aus jedem scheiß, ich eklektische gesamtsau. publikumsbeschimpfung war gestern. ich frage mich ob mein lieblingskommentarist von berlin nach dresden gezogen ist. ich werds wohl nie erfahren, weil, gleich ist es mir schon wieder wurscht. meine oberflächlichkeit ist rasend. tach auch.

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FREITAG

gestern im radio. da waren ja sozusagen fragmentarisch die westend
allstars und das allstar syndicate zu gast. ich bin immer wieder überrascht
und ergriffen. welch sensationelle musik, die herren in ihren schlafstuben
produzieren. phantastisch. nur leider weiss das niemand und deshalb werden
wir jetzt mal dafür sorgen, dass diese musik online abrufbar ist. demnächst
dann www.westend-allstars.com.

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WIR VIER KLEINEN PIPPIFUCKERS

nachdem der bitterböse schlozz emil bienenschlau zum wettbewerb aufgrufen hat, bin ich natürlich nun motiviert und sitze aufrecht mit heissen, trockenen augen auf einem berg bei passau, um mir was schönes aus den fingern zu saugen. ich wollte nicht sinnvoll sagen, das geht oft ins auge. ich lese immer wieder blogs, welche aufrichtige beobachtungen niederschreiben, die politisch gewannte theorien entwickeln oder sozialrelevante thesen darbieten. diese blogs haben alle große namen in der bloggerszene. unser blogsystem hier ist weltweit glaube ich nur bei einem einzigen blog verlinkt. ich habe immerhin, so albern es auch erscheinen mag, die anderen drei hier verlinkt, aus respekt, weil ich die anderen drei liebe, während die anderen drei darauf großzügig verzichtet haben (sich zu verlinken und wahrscheinlich auch sich zu lieben). platipussy, müsst ihr wissen, ist sogar so lustlos, dass sie noch nicht mal von der verlinkungsmöglichkeit gehört hat. platipussy lümmelt sich lieber mit einem schokoladenpudding und ihrem schnabeltier auf dem sofa herum und träumt von der karibik. recht so. aber so kommt es, dass wir weder welt- und noch nicht mal bundesweit wahrgenommen werden. wir sind einsame arme ritter in einer heißen pfanne aus siedendem öl. dabei gibts das hier ja schon über vier jahre. vor vier jahren nannte ich das schlicht webdiary. das muss man sich mal vorstellen. wie peinlich und uncool. es war schlimm. niemand wusste was das ist, niemand jedenfalls von meinen internetunaffinen kumpels aus der sowejtunion der technischen entwicklung. ich muss schon sagen… ist es nicht?! heute haben wir einige freunde, die regelmäßig das hier lesen und gespannt sind wie es weiter geht mit dem nichts unserer erlebniswelt. auch ich bin gespannt und klicke nach dem aufwachen zuerst auf den link zu unserem system. wieder ein unterbelichtetes bild mit entzückendem kommentar versehen von emil bienenschlau? wieder ein neuer bericht über einen film, den ich noch nie gesehen habe? wieder ein launischer bericht des mannes, der versucht seine magisterarbeit zu schreiben und beim rolling stone magazin arbeitet? und wie stehts mit mir selbst? fällt mir diesmal was ein, kann ich diesmal ein highlight setzen? meistens heißt die antwort NEIN!. so auch heute.
gerade habe ich mir zwei rindwürste im backofen gebraten. im backofen, weil ich lieber den film wir können auch anders sehen wollte, statt an der pfanne zu stehen. dann habe ich lange überlegt, ob ich eine der 14 senfsorten zur geschmacksaufpolierung verwende, entschied mach aber zur feier des tages für heinz curry ketchup, dessen haltbarkeitsdatum auf den tag genau vor einem jahr am 3. oktober 2005 abgelaufen ist. sehr lecker. ketchups sind die rotweine der wurstkultur. einmal, auf einer party eines jungen mannes, den sie zahnfleischkönig nannten, verspeisten wir einen ketchup, der 12 jahre abgelaufen war. das war das highlight meines lebens. schön, dass mir diese geschichte heute, am tag der deutschen einheit einfällt. damals gab es noch zwei deutschländer.

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ICH BIN PARIS HILTON

jetzt würde mich mal interessieren ob der chipshersteller zweifel genauso böse ist wie der böse böse hersteller von arbeitslosigkeit und brüskierung benq-siemens, denke ich und spüle meine betroffenheit mit einem kräftigen schluck coca cola hinunter. hat übrigens schon jemand mal auf müller milch gerrülpst? ich schon. müller milch schokolade und dazu eine chiquita-banane, köstlich. so! genug. so so. hmm. ach ja. aber nein. oder doch? ach, ich weiss es nicht. ich rufe mal eva herman an, mir ist so schnöde. oder ich kletter aufs dach und rauche wasserpfeife, apfelmischung. hust. in meinem garten verfärben sich die blätter rot, ein deutliches zeichen, dass der deutsche herbst angebrochen ist. deutsche herbste finde ich top banana. mehr kann man von einem herbst nicht verlangen, als deutsch zu sein. vielleicht beflagge ich auch meinen garten wieder. oder ich bringe meinem schäferhund das rülpsen bei. darf man seinen hund eigentlich schäfer nennen, wo die doch mit diesem menschenverachtenenden nasskämmer verheiratet ist? ich bin mir sicher, dass meine vielen, vielen computer, laptops und mp3-abspielgeräte der firma apple mitglied des sozialistischen schülerbundes sind und regelmäßig ihre mitgliedsbeiträge an greenpeace überweisen. im garten meines gartens steht eine birke, eine tanne, nein eine kiefer, eine lärche, ein ananasbaum. mein rasen ist so hoch wie der kölner dom und nächste woche kommt mein gärtner und freund claudius kaspar und macht aus meinem rasen einen herbstacker. das hat tradition und ist zugleich zukunft. es ist jetzt 9:32 uhr am morgen. heute abend gehe ich mit der belegschaft in die tanzschule. wir lümmeln uns in der ecke, trinken schnaps mit brause und benehmen uns wie die rüpel aus dem video „fight for your right“ von den beastie boys.

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MIT PROMIS INS ABSEITS

jetzt sitz ich hier und bin wie besoffen ohne wirklich besoffen zu sein. anfangs meinte ich noch, ich sollte mal über traudl junge schreiben und wie sie immer herr hitler gesagt hat, was komisch ist. man sagt ja auch nicht herr kohl oder herr beckenbauer. dann wollte ich über meine hoffnungen, die ich in die entwicklung der künstlichen intelligenz setze, schreiben. da wäre ich nach wenigen zeilen ins leere gelaufen, weshalb ich kurz darüber nachdachte mal über kai böcking zu schreiben. was mir an kai böcking nicht gefällt, ist wie er sich benimmt, wenn er vormittags über das oktoberfest läuft. ekelhaft. als kai böcking formel eins moderierte, war die sendung längst tot. kam stefanie tücking eigentlich vor ingolf lück oder danach? ingolf lück fand ich früher komisch und ich kann mich erinnern, dass ich eine von margarethe schreinemakers moderierte sendung gut fand, in der ein kleines mädchen in einer menikusbrachialhocke im ratz und rübe-style kauernd auf dem boden saß, quasi kniete, stand, lag, welches den satz sagte: „achtung, jetzt kommt ein karton!“, worauf eine stimme: „das heißt cartoon!“ flüsterte und dann kam aber tatsächlich doch ein karton. das retarierende moment sorge dann allerdings dafür, dass doch ein cartoon folgte. man war danach wie irr. und dann darf man natürlich peter illmann nicht vergessen. peter illmann und edgar itt den hürdenläufer nicht. man vergisst solche leute so schnell. der grandiose regisseur uwe boll, ein filmemacher, den man mit recht den wolf wondratschek der filmbranche nennt, lud neulich alle filmkritiker, die lust dazu hatten, zum boxkampf ein. einige folgten dem ruf und bekamen von boll ein paar aufs maul.

traudl junge, adolf hitler, helmut kohl, franz beckenbauer, kai böcking, stefanie tücking, ingolf lück, peter illmann, margarethe schreinemakers, ratz, rüber und uwe boll. was will man mehr?

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SIEGEN LERNEN

vielleicht könnten wir zum beispiel unsere defizitäre verpackungsdesignabteilung für 350 millionen an einen taiwanesischen verpackungsdesignkonzern verkaufen, damit die dann unsere mitarbeiter für uns entlassen. der vorteil liegt auf der hand. wir bräuchten uns nicht weiter mit dem elenden verpackungsdesign rumschlagen und die anderen designbüros könnten ganz alleine an den künftigen entwicklungen im package design partizipieren. uns wärs egal. hauptsache wir müssten keine abfindungen an das lässtige mitarbeiterpack bezahlen und die royale konzernspitze würde stolz in den zynismusbrezel beissen. mitarbeiter sind betriebswirtschaftlicher abfall, würden wir – besoffen vor lauter freude an unserem cleveren schachzug – uns gegenseitig zujohlen. prost. und wir würden ja wissen: die leute da draussen sind dumme konsumentenlemminge. mit webseiten und corporate design würden wir ja weiterhin zilliarden verdienen. moral ist was für teetassen-mit-beiden-händen-umklammerer. wir sollten auch mal über zwangsarbeiter nachdenken. es lohnt sich…

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der anfang des gesangs in der kunst ist der tod

manchmal blättere ich in den archiven anderer blogs und frage mich dann erstens, warum der herr schlozz emil bienenschlau noch immer nicht unsere linkliste aktiviert hat und zweitens stelle ich mir dann und wann die frage nach dem sinn meiner blogaktivitäten. keine angst, ich frage mich das schon seit 4 jahren, denn ich neige zur überreflektion. aber dann denke ich mir, och, wenn dir doch was einfällt, dann schreib es einfach auf, es wird schon jemand lesen. politische themen klammere ich jedoch weitestgehend aus und lasse oft höchtens eine tendenz erkennen. meinen faible für die politiker schäuble, westerwelle, stoiber und natürlich den unvergleichlichen markus söder habe ich ja hin und wieder durchschimmern lassen. technische errungenschaften finde ich im großen und ganzen prima, stehe dieser und jener entwicklung jedoch nicht ganz unkritisch gegenüber. über die welt der technik berichte ich aus verschiedenen gründen also auch nicht. hobbies habe ich keine, jedenfalls keine über die ich hier schreiben sollte. vielleicht könnte ich mal mehr über den vw-bus berichten. vw-busse finde ich prima. wäre ich reich, hätte ich sie in den verschiedensten ausführungen. einmal vor sehr sehr langer zeit war ich mal im besitz eines vw-busses bj. 1968. ich schreibe aber nicht über vw-busse, das fände ich komisch. ein auto ist ein hilfreicher kumpel, aber keine geliebte. über handwerk oder -arbeit kann ich ebenso nichts schreiben. mein handwerkliches geschick ist für die katz. ich kann gerade meine schuhe binden und auf wundersame weise eine nähmaschine derart bedienen, dass hinten eine hose oder mit ganz viel mühe auch mal eine jacke herauskommt. darüber zu schreiben lohnt nicht. ich könnte über die kunst schreiben, aber ich kann nicht über die kunst schreiben. mein gehirn ist zu klein und läuft zudem auf sparflamme. schrübe ich über die kunst, rüfe ich kunstkritiker auf den plan. neulich hat mal einer, nur weil ich ein paar zeilen kunstgeschwätz abgesondert habe, auf seiner seite fotos von mir veröffentlicht und verworrene texte über mich geschrieben. ich habe dann rausgefunden, dass er schnell beleidigt ist. wenn leute mir gegenüber beleidigt sind, fällt ihnen sehr schnell auf, dass ich nicht unbedingt magersüchtig bin. diese erkenntnis vermitteln die leute mir dann auf ganz unterschiedliche, meist brüskierende weise. aber dafür habe ich verständnis, jeder muss mit seinen möglichkeiten arbeiten. mein verhältnis zur kunst hat nach sehr langem nachdenken und diskutieren mit anderen kunstreflekteurInnen einen argen wandel erfahren. ich wäre gerne mit der kunst alleine. einerseits. dann jedoch würde ich gerne kunst zeigen, aber nicht ausstellen. ich würde sie gerne aufhängen/-stellen und dem betrachter überlassen. ich meine, dass es keine interpretationen und erkenntnisse angesichts eines kunstwerkes geben kann, die anderen menschen mitgeteilt werden sollte. da mir persönlich z.b. keine kuratoren bekannt sind, die ein entspanntes verhältnis zu ihrer tätigkeit haben, kann ich eine zusammenarbeit mit jenen ausschließen. ein fast traumatisches erlebnis war die veranstaltung offene ateliers, an welcher wir im jahre 2005 mal teilgenommen haben. da waren wir dann ein teil dieser schwachsinnigen veranstaltung. wir kamen uns vor wie marsmännchen auf einem planeten von aufgeregten hühnern mit komplexvariationen. da hat einer zum beispiel kunst aus salzgebäck ausgestellt. das meine ich. da war ich halt eben ratlos, angesichts dieser kreationen und verließ den raum und die straße. ich will mir in zukunft ähnliches nicht mehr anschauen, basta! die kunst soll das ja. so sein, wie sie will und nicht wie ich will. aber, ach… darüber schreiben will ich nicht. „puuh!“, werden jetzt einige sagen, gut, dass er das auch so sieht. und „häää? wenn er über all das nicht schreiben will, über was schreibt er denn dann?“ ich schreibe über nichts. über mein unverhältnis zum innehalten. über mein unverhältnis zu allen dingen. über meine verhältnisse würde ich nicht berichten, das käme der inszenierung nicht entgegen. eine leserin dieses blog hat mal gesagt, man könne bei der lektüre des gesamtwerkes doch davon ausgehen, dass ich ein gutgelaunter spaßvogel mit marginaler tendenz zur funlarmoyanz sei. doch glaubt mir, ich bin innen hohl. ich bin substanzielles nichts. noch nicht mal ein zerrbild. einfach nur ein typ, der sich aktuell wünscht mal ca. 5 monate lang auf einem baumhaus in irgendeinem peruanischen wald zu leben, wobei darauf zu achten wäre, dass man das baumhaus nicht in google.earth verzeichnet ist.

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DER UNVERMEIDLICHE CLIFF RICHARDS

anlässlich eines konzertauftrittes der popgruppe blumfeld wurde mal in einer fachzeitschrift für musikangelegenheiten berichtet, dass der sänger eine feuchte aussprache habe. ich warf die fachzeitschrift daraufhin an die wand, hob sie anschliessend wieder auf um ihre noch eine reinzuhauen und sie zu zerstückeln. ich war damals ungezügelt wie klaus kinski und übermütig wie helmut kohl beim gröhlen des deutschlandliedes im november 1989. gerade höre ich die theorie, dass wir in diesem land deswegen keinen humor haben, weil wir nie viele hauptstädte hatten: da sage ich nicht nein. davon kann man ausgehen. großbritannien mit seinen zahlreichen hauptsädten ist uns da um ganze bootslängen voraus. falls jemand den patrick-süskind-ohne-patrick-süskind-bericht des swr gesehen hat, kann er mich berichtigen. ich erfahre, dass der dichterfürst mit christine kaufmann, der hautcremefürstin liiert war. ein schock in der abenddämmerung. aber ich schweife ab. die von mir zerstückelte fachzeitschrift hat mir meine freude an der musik der popformation blumfeld nicht nehmen können. ich will nichts erleben, ich bin schriftsteller… sagt der als joachim król verkleidete patrick süskind, ich empfinde es genauso. also blumfeld. ich bin glaube ich der einzige mensch den ich kenne (und ich kenne viele viele menschen oder zumindest menschenähnliche wesen), der sich die neueste blumfeld cd gekauft hat, was nicht stimmt, denn ich habe mir nicht die neue blumfeld cd gekauft, sondern die rechte samt etlicher musikdateien bei itunes erworben und vom netz der netze runtergewichst. aber das ist moralisch dasselbe. basta. und ich habe die musik dann auch gehört. immer und immer wieder, bis die kollegen mit gesenktem haupt meine bürotür zugeschoben haben. immer wieder habe ich blumfeld gehört. laut habe ich es gehört und mit den schenkeln gewackelt im takte der lauten, lauten musik habe ich auch. ich habe mich zusammen mit dem inhaber eines parkettverlegemeisterbetriebes sogar schon mit dem nachsingen der ganzen cd OLD NOBODY zu tiefst blamiert und die anwesenden herrschaften an unserem verstand zweifeln lassen. deswegen möchte ich heute ein weiteres filmchen über meine freunde und ihren speichelversprühenden frontmann präsentieren und so zum kauf des gesamtwerkes der deutschrocker anregen: