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PORTABLE PUDDING

die ereignisse der letzten tage
verursachten bei mir blähungen im darmbereich. das jedenfalls schrieb
der führer hitler in seinen von konrad kujau höchstpersönlich
gefälschten tagebüchern, wovon bei mir keine rede sein kann, ich bin
weder führer, noch hitler. über die sich in meinem darm befindlichen
ereignisse, möchte ich den kaschmirmantel des schweigens legen.
da
ich jedoch meinen traum, so zu sein wie der kleine schlozz emil
bienenschlau, noch lange nicht zu den stasi-akten gelegt habe, kuf
(praeterium) ich mir einen grauen wagen mit grauen sitzen und
hundekuchengeruch inside. das radio darin spielt in hervorragendem
stereosound den radiosender RPR nummer 1 und ich könnte mich, wenn ich
wollte, im kofferraum zum schlafe niederlegen. ich bin mir sicher, dass
werde ich auch tun, wenn die zeit dazu reif ist. ausserdem waren wir
mit der finnin bei der ausländerbehörde und nun trägt sie die hessische
staatsbürgerschaft im personalausweis, da hat sie aber gezetert und
geschümpft und geschümpft. die finnin war nämlich vorgestern noch
bayerin. heute ist’s damit vorbei. har hust…
und dann kam mein
alter freund helm helmo aus amerika zurück und brachte mir einen
lebensmittelpinsel der firma jack daniels mit und einige tuben portable
pudding. ich glaube wenn der amerikaner erst einmal die weltherrschaft
angetreten hat, und ich hoffe, dass es schon bald so weit ist, dann
wendet sich alles zum guten. die amerikanische kultur ist großartig.
sie bringt segen und vergnüglichkeit in die wohnungen der menschen all
überall. fritierter schinken in der plastikdose zum aufstreuen gehört
genauso dazu, wie das hellblaue getränkepulvergetränk das geschmacklich
an ein waschmittel mit TAED system erinnert. manchmal stehe ich nur in
lumpen gehüllt vor einem zerschlagenen spiegel draussen auf der
müllhalde von mainz bretzenheim und frage mich nach dem sinn des lebens
und warum ich kein amerikaner bin. ich frage mich auch, ob ich mehr
sinn für den sinn des lebens hätte, wäre ich amerikaner. mein kalkül
dünkt platitüdenhaftes. ich glaube ich trinke noch etwas von diesem
nach waschpulver schmeckenden erfrischungsgetränkes und lege mich ins
bett. es war ein langer tag.

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kikoehn und das streuselbuebchen

der himmel war rosa und es schnie. ausserdem war es spiegelglatt und leicht windig, aber nicht arg. kiköhn und das streuselbübchen liefen die einzige hohle gasse hinab, die weit und breit noch begehbar war und sangen ein lied. dann sagte das kiköhn: ?kwi kwa kwuk!? und ?kwi kwaa kwuuuuuk!?. das streuselbübchen nickte still und umrundete elegant einen dampfenden haufen pudelstuhl, der einem vanillekipferl nicht unähnlich sah. die beiden quietschten vergnügt und es schnie noch viel mehr als zuvor. ?manchmal frage ich mich, was ich ohne dich machen würde.? sagte das streuselbübchen zum kiköhn. ?du bist stets so anmutig und deine haut ist aus feinstem kolibribauchfell gewirkt, deine augen sind wie zwei mare in der eifel und dein haar steht wirr zu berge. es macht spaß dir dabei zuzuschauen.? ?ich hätte lust auf einen fritierten marsriegel.? sagte das kiköhn und fügte hinzu ?kwi kwa kwuk!?. seit neulich in der trübtassigen stadt london, am ufer der themse gelegen, war das kiköhn ein großer fan fritierter gegenstände. das streuselbübchen rieb sich den bauch und schleckte mit der zunge. ihm lief reichlich speichel im munde zusammen und auch schon am kinn hinab, wo er zu einem lustigen milchigfarbenem stäbchen gefror, welches lustig im winde zappelte. das schneetreiben nahm zu. der himmel war in sattem schwarz/rosa angestrichen und da wo die laternen standen, zauberte das licht atmosphärische einwandfreie schneekegel in den nachthimmel. ?knarch knarch knarch!? sagte der schnee und das streuselbübchen sprach: ?selber knarch!?. ?sieh nur!? rief das kiköhn ?ich idendifiziere einwandfrei die reifenspuren eines VW passat 240 GLS 730 turbo bytronic injection Z35i, das ist das fahrzeug des schlozzes emil bienenschlau. lass uns seiner spur folgen, dann sind wir gleich im lande der sedanen. wir müssen nur noch in limboartigen bewegungszuständen den über und über mit reinsten tapiren versehenen schlagbaum passieren und schon sind wir drin.? sie legten einen gang zu und keuchten keuchend eine keuchmelodie, tanzten unter dem über und über mit tapiren versehenen schlagbaum hindurch und waren mitten im geschehen. ?heisa!? rief das streuselbübchen und ?kwi kwa kwuk!? das kiköhn. beide hatten ca. 70cm hohe schneehügelchen auf ihren häuptern stehen, da betraten sie das kleine wirtshaus am fuße des sedanberges. drinnen saßen stehend leute, schweigend ins gespräch vertieft und pompatz, der wirt, brüllte mit einer lautstärke wie sie sonst nur ein startendes amerikanisches raumschiff zu erzeugen im stande war: ?pssst!?
alle hielten inne und blickten zur tür, sogar r.k., der sein schwert polierte, sah köstlich amüsiert und gerührt zu gleichen teilen dorthin wo emil bienenschlau und der schreck mit fön und harke putzige figürchen in die die ca. 70cm hohen schneehügelchen frästen. kiköhn und das streuselbübchen wussten nicht wie ihnen geschah, aber frau glück hielt den beiden ein schüsselchen feinste lauwarme sojamilch mit aufgeweichten kornflocken hin, was die beiden gierig verschlangen. der pompatz hielt sich ein feuchtes handtuch vor den mund und schrie aufgeregt: ?naja kinder, es ist schon spät. mitternacht ist längst vorbei. wir sollten alle schlafen gehen, manche von euch nennen es ja schleefen, ich aber sage euch…? da ertönte aus mehreren winkeln des wirtshauses gleichzeitig das lied ?horatio pferdehalfter du abgefuckte schindmähre, dir tret ich in den arsch? von ylvia lööf, welches der bandleader gjoern boebelsund mit seiner band extra für diesen augenblick so hinreissend arrangiert hatte. es war genug flüssiges wasser zum duschen da und betten mit federkernmatratzen für alle latexallergiker. ?holt euch bei mir jeder einen atomwecker ab.? fügte der pompatz abschliessend hinzu ?es sind genug für alle da und dann ab ins bett, der morgige tag hat es in sich!? alle schmissen ihre hüte in die luft und kletterten in ihre bereitgestellten betten.

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die abenteuer des kleinen schlozz emil bienenschlau

zart und flauschig rauscht der wind durch die birken auf dem kirchplatz im kleinen dorfe apfelberg am fuße des apfelberges im lande der boogles. seit tagen liegt das feine mäntelchen sachter beschneiung über dem ganzen land. die zicklein schmiegen sich in den ställen aneinander, kerzlein flackern in den stuben der citoyen, denen lange eiszapfen von der nasenspitze wachsen, weshalb sie so vorbildlich drollig aussehen. eines tages wachte der junge schlozz emil bienenschlau vom volke der boogles auf, schaute aus dem fenster und sprach zu sich und zu dem kleinen apfelkuchen, der auf der fensterbank herumlümmelte: ?schau doch nur kleiner apfelkuchen wie schön?s hier ist. wie wunderbar und fümelig, doch wo sind die leichten mädchen, der schnaps und die arabischen imbissstuben? wo die lässigen hunde mit den überteuerten mp3-playern, die mit jazzmusikalischer beschallung die vier bis sechsspurigen alleen entlang schlendern? ich muss hier weg. kommste mit?? der apfelkuchen verneinte und schlief ein. ich will nicht länger drunten bei vater in der kutschbockzapferei arbeiten. ich will raus. will nur noch weg. man muss wissen, dass der vater seit je her einen meisterbetrieb der kutschbockzapferei führte, der auf eine 8.000 jährige apfelbergische kutschbockzapfertradition zurückblickt. kutschbockzapfer werd ich nimmermehr schwor der junge bienenschlau, packte sein 15 zoll bauern-büchelchen mit schlauen bauernregeln ein und stapfte durch den schnee davon.
eines lieben tages, also nach ca. 20 min unserer zeitempfindung, wurde der weg durch den schlagbaum des sagenhaften sedanlandes abgeschnitten. der schlagbaum war über und über von tapiren besetzt und wart gefertigt aus reinem chrom-molybdän. an seiner seite saß ein betrunkener zöllner und schlief. da kletterte der kleine schlozz mit müh und ach über den schlagbaum, unter dem er locker aufrecht durchspazieren hätte können und stand mit einem mal im lande der sedanen.
?wir hamm besuch!? schrie die kiköhne und ?alarmstufe rot!? rief der schreck und kletterte schutzsuchend unter seinen leiterwagen. frau glück, die erst vor einigen tagen aus buljan sankorask zurückgekehrt war, kniete vor dem schlozz nieder und betete zum herrn und bedankte sich. denn sie wusste als einer der ersten: ?uns ist der heiland erschienen und wie schön er ist. schaut nur seine beine bilden ein anmutiges o und seine wimpern sind wie fauenpfedern. und wie er riechen tut. nach zitronenpuder und zimtenglut. nach rosensaft und amselgrein. nach sauertopf und knickebein. und einer spur apfelkuchen. woher das wohl kommt?? sprach sie mit tränenerstickter stimme. r.k. runzelte die stirn und zückte sein schwert. dieses aroma kam ihm bekannt vor. er nahm das schwert aus der scheide und hielt es dem verblüfften schlozze hin. köpft mich, ich bin es nicht wert. da verdunkelte sich der himmel und auch sonst alles und aus einem seitental der großen sedanischen senkung, kam der mehr als 47 meter große pompatz auf der suche nach nahrung und hirnstürm. als er sah, wie emil bienenschlau dastand, mit dem schwert in der einen hand und mit bauern-büchelchen in der anderen, vor ihm kniend das ehepaar glückliczek zum sterben bereit, da streckte er seine zierlichen pianistenhände aus und hielt schützend die hand über r.k. und frau glück, wandt sich zum schlozz und sprach mit hoher, fast quietschender stimme: ?schau nur kleiner schlozz, da knien sie, aber sie machen nur spaß, denn das schwert besteht aus gummibärchenteig und wurde seinerzeit vom schmied hans riegel in bonn gefertigt.? der schlozz blickte verdutzt in die luft und pfiff aufgeregt ein lied, während r.k. und frau glück aufstanden und ihn willkommen hießen. ?komm? rief r.k. ?ich zeig dir deinen arbeitsplatz. und das hier ist dein arbeitsvertrag. unterschreib bitte hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier. und beachte nicht das kleingedruckte, das hat keine bedeutung.? bevor noch der schlozz was sagen konnte stopfte ihm die kiköhne einen hirschhornmuffin in den mund und lenkte ihm mit trapezartistischen kunststücken ab. im hintergrund spielte die sedanländische marschkapelle unter der leitung des schwedischen musiklehrers gjoern boebelsund die sedanländische hymne ?bezirz mich nicht, ich bin imun, humba humba humba?. der pompatz und der schreck tanzten dazu gemeinsam polka und das kiköhn jonglierte mit alltagsgegenständen, zudem hatte sie den original sedanländchen ulknudelauflauf mit einer soße von kolibrifreudentränen zubereitet. der schlozz hatte hunger und ein neues zuhause.
wie es weitergeht? schon bald hier auf diesem blog.

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PLOETZLICHER SING SANG IN MEINEM OHR

ich liege mit jeder menge schleimiger
substanzen im bette und huste so vor mich hin. und wenn die finnin da
ist, huste ich (ausversehen) die finnin an. die finnin sagt dazu
nichts. sie findet das normal. sie sagt: „trink diese chemische
aufbereitung, sie wird dir gut tun!“ ich gehorche ihr blind. so blind
wie stevie wonder. wenn die finnin sagt, trink, dann trinke ich und
wenn ich einen strohhalm habe, dann entsteht zum schluss sogar dieses
krööötschende geräusch, das man besonders vom milchshaketrinken her
kennt. neulich habe ich erfahren, dass sich nur in seltenen fällen
milch im milchspeiseeis befindet. das finde ich befremdlich, ist aber
gut für die laktoseallergiker die immer zahlreicher werden.
das
ist mein ganz besonderer alltag. wie ich also mit ausgestreckten beinen
aufrecht im bett sitze, mein computer steht auf meinen knien, ich im
schlafanzug aus frotté mit bunten elefanten drauf. so sieht’s nun mal
aus. das kann man nicht ändern, ein anderes bild abzugeben ich nicht im
stande bin. sorry. leider. leider leider leider.
manchmal träume
ich davon auf einem klavier funky songs zu spielen. auf einem piano.
welches auf dem sonnendeck eines tuckernden (aber nicht zu laut
tuckernden, sonst hört man das funky piano nicht!) schiffchens steht.
damit fahre ich durch die lande. durch eine itzi bitzi fitzi welt, wo
die rasenflächen noch begehbar und die menschen noch flusen im kopf
haben. das schlimme ist nur, das träume ich nicht nur manchmal, das
träume ich immerzu. jeden tag und jede nacht. neulich wollte ich was
über tom sawyer und huckleberry finn schreiben, aber ich konnte nicht,
weil ich mich am piano sitzen sah. in einer welt aus ikebanaesquen
lilien und affen die sich in der achselhöhle kratzen. das ganze
programm.
mein fieber ist begriff zu sinken. sagt die finnin. schade.

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CELSIUS ALLEINE ZUHAUSE

r.k. hat sich hoffentlich nicht sein anderes bein auch noch maltretiert, denn er hat gestern im rind in rüsselsheim ein konzert mit seiner jazz-combo beinhaus gegeben. neulich in verdun hat er sich einen schaden an einem seiner zwei beinen zugezogen. seit dem läuft der bewegungsapparat eher unrund. das ist nichht unbedingt hilfreich beim absolvieren seiner tätigkeit als sännger und tänzer der gruppe beinhaus, denn da geht es meistens ruppig zu und es wird viel gebrüllt, aber auch manchmal ganz leise geflüstert. alsmal kniet sich r.k. hin und schaut nach oben, es fliegen funken, b,ut läuft von den wänden, menschen weinen, hunde jaulen, gestirne fallen vom himmel, es kracht und wummert all über all. kurz: es geht zu, wie in einem verbrennungsmotor. nun stelle ich mir r.k. vor, wie er humpelnd und pumpelnd auf der bühne agiert… das stünde der dynamik möglicherweise im wege, aber r.k. wird sicher eine lösung finden, mit der alle leben könne. man wird sich einigen. das knie und die show werden sich am grünen tisch die hand reichen. alles wird gut.
das ist jetzt so mein gedanken am sonntag um 19:57 uhr.

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hoelzlein hoelzlein popoezlein

gibt es einen joghurt für kinder ohne zusatz von kristallzucker? diese
frage stelle ich mir jeden morgen bevor ich in bester manier meine
morgentoilette besorge. wer jetzt das wort morgentoilette im falschen
zusammenhang betrachten möchte, bitte. ich hab zeit.
die zeit des wartens ist vorbei. zumindest zunächst. warten an sich ist
ja nie zu ende. never. für immer warten und das für immer. schlimm.
trotzdem haben unsere php-anchecker abi-bjoern und eric „schlozzepino“
bee, sowie die finnin am cms backend da jetzt monatelang rumgefummelt
und nun ist es da. das ding. das teil. na das hier… aber das hat ja
grad alles keine bedeutung, weil mich die finnin am nackenden
steinfußboden festgekettet und mir streichölzer in die augen geklemmt
(siehe clockwork orange)
hat um mich zum konsum eines bollywood filmes zu zwingen. von amnesty international keine spur. ich muss allerdings zugeben,
dass ich mir die farben schlimmer vorgestellt habe. das ist dann aber
auch das einzige, das ich zugebe. in indien scheint es witzig zu sein, wenn männer sich wie miese machoschweine aufführen. das jedenfalls hat mir die finnin erzählt. ich habe mich schon gewundert. ach ich wundere mich ja viel und reichhaltig. süß was? shankar der korbknecht verkündet gerade interessante neuigkeiten. was aber viel interessanter sein dürfte, ist das geheimnis, wie ich trotz angekettet zu sein, das hier schreiben kann… ein wunder?

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hämoglobin

heute wird bei uns nichts geschafft, sondern es werden die ohren und münder sperrangelweit aufgerissen, denn die damen und herren chefs (zwei stück) (und wenn ich sage chefs, dann meine ich natürlich nicht unsere chefs, sondern die chefs unserer freunde aus in-der-nähe-von-stuttgart, die ja gleichzeitig chefs, freunde und chefs unserer freunde sind, aber nicht unsere chefs, weil das sind wir ja selbst) und konzepterin (ein stück) besuchen uns hier im zum 31. märz 2006 gekündigten sedanland um die ca. 9.999,99 projekte mit uns zu besprechen, die gerade da hinten lauern und böse mit den augen funkeln. eigentlich funkeln sie ja süß und lieblich wie eine verliebte prinzessin beziehungsweise, wie deren augen. aber was macht man als unternehmer, wenn es vor lauter arbeit keinen ausweg mehr gibt, als die selbstentleibung oder die aufsuchung eines klosters? man meckert und jammert und will mitleidige bekundungen vernehmene, von der freundin oder vom freund, je nach gesinnung. die jedoch sagen stereotyp: ?sei doch froh, dass du arbeit hast!? ich bin doch kein polnischer werftarbeiter. auch kein werftarbeiter aus einem anderen land, ich bin.
übrigens: fernsehköche sind eine ganz schlimme brut, aber noch schlimmer, geradezu bizarr in seiner nähe zur unerträglichkeit ist ulrich wickert als fernsehkoch. da hört sich doch alles auf. ulrich wickert ist mit an sicherheit grenzender wahrscheinlichkeit weintrinker und ? kenner. ekelhaft. noch schlimmer sind ex-bundeskanzler, die rilke zitieren. auch da wird mir schlecht. klasse anzuschauen sind jedoch mitglieder der jungen union, denen das lachen im halse stecken bleibt. und rotwangige jungunionler sind schlimmer als rilke zitierende ex-kanzler und ulrich wickert als fernsehkoch in einem zimmer.
doch zurück zu unserem heutigen besuch. leider kann ich ja nicht sagen, wie das jetzt wird, erst morgen kann ich sagen, was gewesen ist, das liegt an der natur der sache. man möge mir meine mangelnde hellsicht verzeihen. ich trage schon selbst schwer genug an dieser last. man muss nicht auch noch auf mich einprügeln. ich glaube es passiert folgendes: r.k. wird ca. 3 minuten vor ankunft der drei stuttgarter humpelnd im büro eintreffen und sich beim entzünden einer zigarette versehentlich selbst… nein… irgendwie ist das unrealistisch, brächte auch keinen fun. eric bee entzieht sich einem gerichtlichen urteil, in dem er mit dem privatjet von frau glück die insel mau… die finnin kann sich beim erwachen an nichts mehr erinnern, zieht sich meinen besten anzug an und wird an der kasse verwechselt… abi-bjoern erläutert die relativitätstheorie unter auslassung der m-potenzen, was zu tumulten führt… herr shrek wird beim versuch verhaftet, die dreifaltigkeit… auch nicht. ich habe einfach kein phantasie.

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frau glück in buljan sankorask

das zügchen in dem frau glück saß bummelte mit einer geschwindigkeit von einem postillion pro minute den berg hinauf und purzelte auf der anderen seite wieder hinab. sie sah nach draussen, dem treiben der streuselbübchen zu und träumte von einem leben mit mehr schmackes. kurze zeit darauf hielt der zug in buljan sankorask. das ziel ihrer reise. die sommeresisdenz des zamojranischen großkonsul rejna niedlowsk II. und seiner motzigen range jakobinowa niedlowskaja-schimm, exil russen aus sibirien, die sich in wenigen jahren vom seligen nichtstum zum großkonsultum hochgeschlafen haben. eine zamojranische erfolgsgeschichte, wie sie ihresgleichen zu suchen im stande nicht ist. dorthin verreiste frau glück aus gutem grund, denn dort hinter dem dworschak am fusse des laburischen quarzes, so weiss frau glück aus ihrer reiselektüre, findet sich für jeden der es sucht, ein mehr an schmackes. zudem hatte sie den burgund satt. der burgund stand ihr bis hier. ?burgund my ass? rief sie aufgeregt und bat eines der streuselbübchen ihr gepäck auf einen wagen zu stapeln. ihr gepäck bestand aus einer zahnbürste und einem quastenspinner. ihr gebäck war leider ungeniesbar. ?gebäck my ass? brüllte sie in den sonnigen vormittag. kochen und backen war ihr ein greuel.
mit diesen gedanken im kopfe zog sie ihr gepäckwägelchen hinter sich her und setzte sich auf eine bank um auf die ankunft eines gewissen r.k. zu warten. noch wusste sie nicht, dass eben jener r.k. vor ca. einer woche, also gestern, mit dem fallschirm über einer litauischen kleinstadt abgesprungen ist. er verfehlte dabei die weissrussische stadt grodno nur um wenige 1.000 kilometer. da beide ihr handy im sendanland auf einem tisch liegen haben lassen, war eine verständigung nicht möglich. so machte es sich frau glück auf ihrem gepolsterten bänkchen, gefertigt aus reinstem kuliburium, gemütlich und blickte unverhohlen auf den krakeelenten zeitungsmann, der ihr entgegen lief. er lief direkt auf sie zu. wenn er nicht in wenigen augenblicken stoppen würde, dann wäre eine karambolage unausweichlich. ?karamba!? rief frau glück und verhinderte so das schlimmste. für nur drei zamojranische kropjen erwarb sie den sankoraskischen volksanzeiger. diesem konnte sie auf seite drei, entnehmen, dass ein gewisser r.k. sein ziel um nur wenige 1.000 kilometer verfehlt hatte. derart vom schicksal geschlagen, stieg sie in den nächsten zug richtung des verwunschenen sedanlandes, in welchem ein gewisser r.k. schon mit ausgebreiteten armen auf sie wartete. ?echt jetzt?!? krisch frau glück vor lauter glück. r.k. nickte väterlich und über ihren köpfen schwebte ein ca. 20m großes burgundfarbenes herz und tauchte die welt ringsum in ein schwülstiges licht.

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beingodik macht blau

seit unser lieber herr shrek unsere fürchtelichen fratzen karrikieren muss, ist er wie ausgewechselt. er lacht kaum noch. redet nicht mehr mit uns und isst auch nichts mehr. in ihm steckt bestimmt ein parasit, der seinen körper als wirt benutzt. eigentlich ist er der herrscher einer fremden galaxie, der auf die erde gekommen ist um unser aller gesellschaftliches handeln zu hinterfragen und ggfl. zu zerstören. da bin ich mir sicher. neulich war er noch unser liebenswerter mitarbeiter und nun ist sein leib gefangen von einem etwa sieben zentimeter großen ausserirdischen mit drei brustwarzen und nur einem ohr, da wo?s niemand erwartet. dieser typ ist also verwanwortlich für die wundersame methamorphose unseres jungen mitarbeiters. wir müssen ihn befreien. gleich heute mittag werde ich zur polente gehen. die wird sicher rat wissen. das kennt man ja. darauf kann man sich verlassen. die sind immer da, für uns jugendlichen.
ich habs vielleicht neulich mal erwähnt, uns gibt?s demnächst im neuen gewand. wir haben ja extra einen programmierer aus dem indischen ozean gefischt um ihn zu unmöglichen arbeiten zu verdingen. bei gänseklein, gänsebein, gänsewein, gantenbein sowie bei trübem lampenschein hockt er seit monaten am helllichten tag und in der finsteren nacht an seinem arbeitsgerät und tippt sich die finger blutig, damit wir am 1. dezember ein neues onlien.magazin präsentieren können. den ansatz hatten wir ungefähr so oft wie die zeugen jehova die ankunft des herrn verkünden. ich gebs ja zu, aber wir geben nie auf. ach es ist so aufregend alles. die woche kocht. wir sehnen uns der heiligen weihnachtsnacht entgegen, weil wir dann die hütte schliessen und in verschiedene, jedoch andersartig gestaltete länder fahren. jeder in ein anderes. herr bee fährt nach absurdistan und verbringt dort die zeit mit dem versuch sein büro in sein auto zu verlegen, während seine freundin mehrere tage am stück in einem absurdistanischen möbelhaus schränke aussucht. der abi-bjoern fliegt mit seiner geliebten nach pnom penh und versucht sich in der kunst des innehaltens. frau glück und r.k. fahren auch gemeinsam weg, nur leider nicht zur gleichen zeit an den gleichen ort, weil sie vergessen haben sich darüber zu verständigen wohin sie wann verreisen. frau glück steigt deshalb in einen flieger nach zamojre, während r.k. gleichzeitig mit dem fallschirm über einer kleinstadt in litauen abspringt. die finnin und ich setzen uns aufs bett und warten, dass die reise losgeht. wir haben den verstand ja längst verloren. und herr shrek wird wohl oder übel die heimreise auf seinen 4.567.231.387.329.544.444.890.456,34 lichtjahre entfernten heimatplaneten antreten. da ist er wohl ein paar jahre unterwegs, ich schätze, wenn er mit lichtgeschwindigkeit fliegt, braucht er für diesen kurztrip mit einer billigfluglinie ca. 4.567.231.387.329.544.444.890.456,35 jahre. ungefähr. plus minus 0,01 jahr. so genau weiss man das nicht. aber immerhin ist dann endlich dieses eigenartige rauschen in unseren köpfen laut und deutlich zu vernehmen und wir werden in frieden und mit großer zuversicht in die zukunft blicken. die zukunft heißt glaube ich visa.

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schlitz schlitzner

hallo bundesrepublik. heute ist donnerstag, was wahrscheinlich kein problem wäre, wenn morgen nicht überraschenderweise freitag wäre. das gabs nocht nie. eine sensation. und dadurch, dass wir sonst so fleissig schuften werde ich von samstag 12:30 uhr bis montag 8:20 uhr den extremlenz schieben. vielleicht werde ich auch siegfried lenz lesen. es gübe linsensuppe und hoppla, da fallen meine katzenaugenkontaktlinsen zu boden, die finnin, die ja dann da ist, wird sie suchen müssen. sonst wäre ich arg enttäuscht, schon wegen des siegfried lenzes und dessen deutschstunde, die mir dann felt und wass dan? man kann es sich vorstellen. man kann es sich ja gar nicht vorstellen.
gestern haben unbekannte menschen, ich wette es waren männer, wenigstens einer davon, dem vater der bloggereuse vom ende des ringes meuchlings das verdeck seines lecken golfes aufgeschlitzt. mitten am, durch allerhand schand- und brandhafte ereignisse verunglimpften, neunten des novembers. die ringbloggerin und ihr niedlicher herr vater und äußerst symphatischer kuenstler in personalunion besuchten verschiedene gräber auf dem jüdischen friedhof. hmm, mal nachdenken. obacht, schlitzer, die ihr das ja wahrscheinlich nie lest, es fällt eines tages das fallbeil der gerechtigkeit auf euren ungewaschenen hals und dann heißt es: kopflos schmoren im düstersten höllenschlund geht.
vor einigen jahren, als ich noch teilnehmer am öffentlichen verkehrsdingens wasr, da lauschte ich mal ein gespräch einer alten, eher oberflächlich belichteten dame. sie erzählte sehr laut und mit eingeschlagenem hessischen akzent von einer familienfeier, in derren verlauf sie auf eine nichte traf, die im begriff war, das land richtung des nahen osten zu verlassen weil sie einen juden geheiratet oder gesonstwast habe. die alte frau schrie und schrie dies alles bis auf das wort jude und das ging so: sie brüllte sozusagen so vor sich hin und im moment als sie jude sagte senkte sie ihre stimme und gnatzte mit gespensterhafter stimmlage juuuude. als wäre es ein schimpfwort, als wäre man verdächtig, wenn man einen juuuuden kennt oder das wort nur in den mund nimmt. juuuude sagte sie. dass sich ihre verkommene nichte von keinem geringeren als einem juuuuden vereinnahmen hat lassen… ungehörig. wenn das jeder täte. theoretisch wären die abkömmlinge, zumindest die geistigen, dieser frau welche, die rein hypothetisch… also mal angenommen… auch dächer von autos aufschlitzen, was ich persönlich jetzt zwar nicht sooo schlimm finde, wie das aufschlitzen von menschen oder zum beispiel schafen oder ans herz gewachsene teddybären, aber am elften november sollte man sich ganz genau überlegen, an welchen friedhöfen man autodächer aufschlitzt, es könnte missverstanden werden. die frau von damals ist schuld. an allem. die frau soll im gleichen höllenschlund schmoren, wie die schlitzer. dann haben sie sich wenigstens was zu erzählen. man ist ja kein unmensch, eher ist man niedlich.